Da das Gerät per SMS gesteuert wird, können SMS ja offensichtlich empfangen werden. Ein Lesen der Netzclub-SMS oder gar ein Bestätigungsakt ist auch schon lange nicht mehr erforderlich. Im vertraglichen Umfang ist auch nie SMS-Werbung gekommen und auch jetzt ist das statt täglich eher sowas wie monatlich. Sowieso liegt die Werbung schwerpunktmäßig auf Emails, aber auch das im Schnitt nur wöchentlich. Und zu all dem kommt noch hinzu, daß die kostenfreie Dienstleistung, nämlich die 100MB-Internetflat hier garnicht in Anspruch genommen wird. Und für die SMS wird ja regulär gezahlt, sogar genausoviel wie anderswo.
Der "Verkauf von Kundendaten zu Werbezwecken" ist hier eine reine Propagandabehauptung zugunsten des geliebten rosa Riesen. Auch bei Netzclub erhält man Werbung nicht von den Auftraggebern der Werbung selbst, sondern einzig und ausschließlich von Netzclub. Man landet nicht in Werbeverteilern.
Natürlich gibt es keine Bestandsgarantie jenseits der jahrelangen Erfahrung und der Vermutung der Kostenübernahme durch Netzclub/O2 selbst, weil das bisschen Werbung wohl noch nie und noch weniger jetzt die Kosten tatsächlich kann. Vielleicht will O2 ein Scheitern des breit beworbenen Modells nicht eingestehen. Vielleicht lieber solche Kunden mit kleinem Verlust behalten, als sie an die Konkurrenz verlieren.
Und das erwähnte Geschmäckle und vermeintliche Bescheissen kann man auf alles Mögliche anwenden - vom in breiter Front in vielerlei Verträgen anzutreffenden, aber nie durchgesetzten Verbot von Messengertraffic bis hin zur mehrfachen Beantragung der 5GB-Gratisnetztests beim geliebten Marktführer, obwohl man dessen Netz ja schon kennt, benutzt, liebt und bewirbt.