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Original geschrieben von azzkikr
Wer eine Handyversicherung abgeschlossen hat UND sie dann schonmal in Anspruch genommen hat der wird immer wieder eine wollen.
Selbstverständlich sind diejenigen zufrieden, die eine Versicherung abgeschlossen haben UND sie in Anspruch nehmen mussten UND keine Probleme bei der Schadensregulierung hatten. Aber so ein ernsthafter Schadensfall tritt eben nicht sonderlich häufig auf. Und auch wenn bei diesem Anbieter Information vorhanden ist und die Tarife auf den ersten Blick nicht ganz so hoch scheinen, so läppern sie sich doch zusammen und die Einschränkungen (ein Fünftel bzw. ein Viertel Selbstbehalt bei Diebstahl, Verlust wird nicht erstattet) sind nicht ohne. Sowieso: Wieviel Prozent ist das Gerät denn überhaupt noch wert nach ein oder zwei Jahren? Und die Versicherung beschafft einem ja dann auch eben nur ein "gleichwertiges" Gerät, und das kann man sich selbst noch leichter, einfacher und günstiger selbst beschaffen, wenn einem das eigene Telefon mal ganz zerstört oder abhanden kommt.
Solche Versicherungen sind die reine Abzocke, die kein erfahrener und rechnender Mensch je abschließt. Dann müsste man ja gleich zumindest allen Mobilkram dringend versichern - Armbanduhr, Fotoapparat, Videokamera, Navigationsgerät, Netbook, MP3-Player, Autoradio, Schmuck, Geldbörse und vielleicht auch noch die Designerjeans und die Edelschuhe. Man halte sich nur vor Augen, daß auch an den kleinsten Verträgen sowohl Versicherungen, als auch Vermittler definitiv letztlich dran verdienen, weil sie's sonst gar nicht im Programm hätten. Und gerade bei solchen Kleinteileversicherungen wird die Betrugsquote höher sein als zum Beispiel bei Auto- oder Hausversicherungen - ein fetter Krater, dann noch auf dem Display und schon rutscht das Gerät mal versehenlich und dezent unter die nächste Dampfwalze. Wer will das alles mitbezahlen?
Und nochmals: Wer solche Kleingeräte versichern muß, weil er den Verlust unter gar keinen Umständen selbst tragen könnte, der kann und sollte sie sich nicht leisten, sondern was günstigeres kaufen.
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Ich habe bereits zig Kunden erlebt die -nicht nur bei Handys- dankbar drüber waren das man ihnen auch im 3. Jahr nach Kauf noch weiterhelfen konnte. Bzw. teilweise reicht die Herstellergarantie ja auch nur 1 Jahr, z.B. bei PS3 & Co.
Eventuelle Herstellergarantien sind sowieso nachrangig, denn der Händler gewährt ja auf jeden Fall 24 Monate gesetzliche Gewährleistung. Und zusätzlich abgeschlossene Versicherungen kommen noch dahinter, denn die verlangen natürlich erstmal, daß man schon bestehende Ansprüche gegenüber Händler oder/und Hersteller zuerst mal dort geltend macht.
Natürlich hätten die Kunden mit Schadensfall nachträglich gern eine Versicherung abgeschlossen. Solltest du mal durch einen vom Himmel fallenden Meteoriten zu Schaden kommen würdest du dir auch wünschen daß du die einzigartige Meteoritenversicherung bei mir abgeschlossen hättest. Bisher aber hält sich meine Kundenzahl wohlweislich in sehr engen Grenzen. <-;<
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Ein anders Thema ist auch Finanzierungen und Schutzbriefe..Notebooks fallen auch gerne mal runter. [...]
Ein Handy kann einem schonmal aus der Hand rutschen, zum Glück halten zumindest die besseren das aber auch aus. Aber mein Notebook ist noch nie runtergefallen, obwohl's mehrmals pro Tag bewegt wird und auch des öfteren unterwegs dabei ist. Einmal ist's aus hochkantigem Anlehnen zurück auf den Tisch gekippt, was aber nichts ausgemacht hat. Und wenn ich's mir recht überlege kenne ich auch niemanden, dem schonmal ein Notebook runtergefallen ist.
Und wenn man sich das eine Notebook finanziert hat, dann finanziert man sich im Schadensfall eben noch ein zweites. Versicherungsprämien und Selbstbehalt eingerechnet ist man dann immer noch auf der günstigeren Seite, zahlt aber nichts, wenn wie meistens nichts passiert. Und ein sozusagen über den Vertragstarif finanziertes Handy lässt sich ja noch leichter ersetzen, einfach einen kundengünstigen, hochsubventionierten Sinnlosvertrag abschliessen und schwuppdiwupp hat man ein neues Handy, ohne vorher eine Versicherung bezahlt zu haben, vom Selbstbehalt und der Ungewissheit ganz zu schweigen.
Versicherungen für dreistellige Werte sind überflüssiger als ein Kropf.