Beiträge von Röbelfröbel

    Fünf Finger - einer für jeder Ziffer der neuen Postleitzahlen. ;)


    Ja, es gibt noch Telefonzellen:


    - Basistelefone, die nur mit Calling-Cards funktionieren in ländlichen Gegenden und Randgebieten
    - Die "Blue Phones" mit kombinierter Münz- und Kartenannahme in den Edelstahlstehlen (ggf. auch mit WLAN) aber auch als Sologeräte in Telefonzellen
    - Und dann gibt es noch diese Internetteile mit Webcam und Touchsscreen an stark frequentierten Orten, z. B. Einkaufsstraßen und Bahnhöfe.


    Einfach mal die Augen offen halten. :top:

    Die Online-Überprüfungssysteme bieten Näherungswerte. Bei "zarten Pflänzchen" wie VDSL 50 kann es schon zu deutlichen Abweichungen kommen. Passieren kann dir eigentlich nichts: Die Buchung von DSL-Produkten ist bei Nichtverfügbarkeit technisch unterbunden - unabhängig vom Vertriebsweg.

    Freut mich, dass es euch gefällt. :)


    Und ja, es gibt noch Telefonkarten. Die heißen mittlerweile "Telefonkarte Comfort" und haben auch eine Calling-Card-Funktionalität: Damit kann man sie ganz normal in Kartentelefonen verwenden, das Guthaben aber auch abtelefonieren, indem man eine kostenlose Nummern anruft, einen freizurubbelnden Code eingibt und dann die gewünschte Nummer wählt. Die neuen öffentlichen Basistelefone der Telekom, die eher in ländlichen Gegenden oder in Randlagen zu finden sind funktionieren nur mit Calling Cards. Ansonsten gibt es auch kombinierte Münz- und Kartenfernsprecher.


    Ich habe damals auch immer nach Telefonkarten geguckt. Die alten Kartentelefone hatten die Karten noch richtig geschluckt und nach erfolgtem Telefonat wieder ausgespuckt. Das funktionierte aber nicht immer und man musste die Karte mit einigem Kraftaufwand wieder aus dem Schlitz holen. Das gelang vielen nicht - mir schon- Auf diese Weise hatte ich zahlreiche Frei-DM zum Telefonieren. :D


    Nach dem Fall des Endgerätemonopols legte sich die Telekom ins Zeug, um dem freien Markt Paroli bieten zu können. Dazu gehörten nicht nur funktionale Geräte wie das IQ-Tel oben rechts, sondern auch richtige Designergeräte wie das Baleno unten links. Die Anfänge waren aber schon eher: Mit den Design- und Komfortapparaten der 80er, also zu einer Zeit als es das Endgerätemonopol noch gab, kam die Post den Wünschen der Teilnehmer schon mehr entgegen - so entstanden auch die Telefonläden; die jetzigen Telekom-Shops. Über den Telekom-Versand konnte man sich die Geräte auch zusenden lassen.


    Doch nicht nur Telefonie-, auch Datendienste spielten langsam eine Rolle. Den Namen Teledat kennt man sogar noch von DSL-Modems der ersten Generationen.




    Auf den Rückseiten stellen sich die Telefone vor. ;)




    Was steckt hinter dem modernen Design?




    Telekom Vertrieb & Service sowie Datex-J. Aus heutiger Sicht lächerliche 500.000 Teilnehmer nutzten darüber den Bildschirmtext BTX, ein deutschlandweites Datennetz in Videotextqualität. Auch damals erhoffte sich die Telekom höhere Benutzerzahlen, doch die hohen Kosten hielten viele Privatleute davon ab, obwohl Dienste wie Onlinebanking und Onlinebestellungen extrem fortschrittlich waren. Deren Durchbruch kam aber erst mit dem Internet. BTX lief trotzdem recht lange weiter - zuletzt unter dem Namen T-Online Classic. Erst Ende 2001 war endgültig Schluss, denn das Internet hatte schon längst Oberhand gewonnen.




    Dann kam mit der zweiten Postreform die Privatisierung und der Börsengang. Die T-Aktie kam auf den Markt und sie wurde massiv beworben. An diese Werbemotive dürften sich noch Viele erinnern. Unvergessen bleibt auch Manfred Krug, der unermüdlich als Botschafter der T-Aktie über die deutschen Bildschirme flimmerte. Was dann mit der Aktie passierte, ist Geschichte. Dem damaligen "Tatort"-Kommissar plagen noch heute die Gewissensbisse, dass dank seiner Unterstützung zahlreiche Anleger mit der T-Aktie Schiffbruch erlitten. Gut, dass er dieses Jahr nicht auch für die Facebook-Aktie geworben hat.


    Hiermit endet nun auch mein kleiner Rückblick. Ich hoffe, er hat euch Spaß gemacht. :)

    Heute habe ich ein paar alte Telefonkarten gefunden. Damals war Mobiltelefonie kaum verbreitet und fast jeder hatte eine Karte im Portemonnaie. Dieser Umstand machte sie zu effektiven Werbeträgern und begehrten Sammlerobjekten. Auch die (Bundespost) Telekom nutzte dieses Medium, um auf eigene Produkte aufmerksam zu machen - so kann man anhand von Telefonkarten einen schönen Rückblick auf die "alte Zeit" erstellen:



    Bleiben wir bei Telefonzellen: Oben links war die Telekom noch nicht magenta und die Telefonzellen waren noch gelb und rundlich - nach und nach wurde die seit 1978 verwendete Telefonzelle durch moderne Nachfolger in den neuen Unternehmensfarben ersetzt. Da fast niemand ein Mobiltelefon hatte und die Geräte noch nicht besonders handlich waren, ließ sich mit den öffentlichen Sprechstellen durchaus Geld verdienen.




    Nicht nur die neuen Telefonzellen sollten vermarktet werden. Es ging bereits bei der gelben Telefonzelle anno 1991 um die recht junge Telefonkarte, die dem Verbraucher nahezu jederzeit das Telefonieren an öffentlichen Sprechstellen ermöglichte, ohne schweres Kleingeld mit sich zu führen oder im schlimmsten Fall gar keines zu haben. Auch die Telekom zog ihren Nutzen aus den Telefonkarten: Keine aufgebrochenen und geplünderten Münztelefone, keine kostspielige Bargeldentsorgung, dafür einen schönen Werbeträger und einen schönen Zinsvorteil angesichts der Vorauszahlung.



    Aber es ging noch einen Schritt weiter. Bereits im gelben Farbgewand warb die Telekom mit der Telekarte, quasi der Postpaid-Variante der Telefonkarte: Mit ihr konnte man nicht wegen zu niedrigen Guthabens in die Bredouille geraten, denn die Gebühren wurden bequem über die Telefonrechnung abgerechnet.




    Der Wandel wird nicht nur in der CI deutlich: 1991 konnte man die Telekarte noch beim Postamt beantragen, 1992 war dies nur noch bei den Fernmeldeämtern und Telekom-Läden möglich, der ein jahr zuvor noch Telefonladen hieß. Aus ihm wurde der T-Punkt und schließlich der Telekom-Shop. Ob die Telekarte erfolgreich war, ist mir leider nicht bekannt. Heute wirkt dieses damals innovative Produkt jedenfalls wie ein Dinosaurier.




    Bleiben wir noch beim Unterwegs-Telefonieren: Oben wirbt die T-Mobil im Jahr 2000 für das D1-Netz (die ist mir durchgerutscht - ich dachte, sie wäre älter). Angesichts der Netzabdeckung war sieben Jahre früher, nämlich 1993, das C-Netz jedoch erste Wahl. Das wussten auch die Deutschen Bahnen (Ja, damals gab es die Reichsbahn noch), die in ihren Fernverkehrszügen auf dieses Netz setzte. Wer meint, dass die Werbung ausdrücken sollte, dass jeder mit seinem C-Netz-Kasten im IC und ICE dank Repeatertechnik telefonieren kann, liegt falsch:



    In den Zügen gab es nämlich Kartentelefone, die so aussahen, wie die stationären Geräte in den Telefonzellen. Im Zug erfolgte die Anbindung allerdings übers C-Netz.




    Auch bei der "Briefpost" hat sich etwas getan: Die Postleitzahlen wurden fünfstellig. Angesichts der deutlich gewachsenen Bundesrepublik Deutschland ein sinnvoller Schritt. Rechts wurde das "amtliche Telefonbuch" beworben.




    Auffällig: Die Telekom ist schon magenta-grau, aber das Telefonbuch ist schon Gelb. Damals war die Deutsche Postreklame GmbH zuständig, heute ist es die DeTeMedien, deren Rechtsnachfolger.

    Zitat

    Ohwe die Moralapostel kommen.




    Nö, purer Egoismus. Wenn durch den Preiskampf Personal "freigesetzt" wird, kann ich auch zu denjenigen gehören, die auf der Straße landen können.


    Zu den Datenraten: Bei den regulären Complete-Tarifen bietet die Telekom bis 21,6 MBit. Abgesehen davon finde ich den Hype um die Übertragungsgeschwindigkeiten ziemlich überzogen - und die Unternehmen schüren ihn mit entsprechender Werbung. Wofür braucht man mit dem Smartphone derart hohe Geschwindigkeiten? Selbst beim Videostreaming bin ich mit 3 MBit sehr zufrieden - andere Anwendungen kommen mit deutlich weniger aus. Besser wäre es, man würde mehr in die Fläche gehen, denn die UMTS-Löcher empfinde ich als weitaus störender, als in der Stadt mal keine 9 MBit zu haben.

    Ich hoffe, dass das nicht so sein wird. Einerseits muss ausreichend Geld abfallen, um ins Netz investieren zu können und andererseits geht es auch um die Arbeitsbedingungen der Angestellten. Ich hoffe sehr, dass sich die derzeit vorherrschende Billig-Mentalität zugunsten eines angemessenen Preis-Leistungsgedankens wandelt. Ich hoffe insgeheim, dass es angesichts der billigen Omninetzpauschalen mittelfristig einen "Knall" gibt, der Preis und Leistung wieder in ein angemessenes Verhältnis rückt, wie es seinerzeit bei den Festnetz-Internetpauschalen via Analogverbindung im Festnetz war. Im Mobilfunkbereich möchte derzeit - ungeachtet des tatsächlichen Nutzungsverhaltens - fast jeder eine S-Klasse zum Preis eines Dacia Logan haben. Das kann auf lange Sicht nicht funktionieren. Selbst E-Plus rudert hinsichtlich der Flexibilität zurück - und das nicht von ungefähr.