Beiträge von archie83

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Dann gibt's in diesem Bereich also auch schon einen kleinen Krawallmeier. :)


    Den gibt es eben nicht.


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Die können dann ja streiken, wenn die Chauffeure fertig haben ... damit sich ja keiner daran gewöhnt, dass es wieder rund läuft.


    Sei doch froh. Stell dir vor, alle würden im gleichen Zeitraum streiken. Dann könnte man eben nicht auf den Fernbus oder das Taxi ausweichen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Stimmt ... die Fahrdienstleiter, deren Fehlen insbesondere in Mainz zu Verirrungen führte, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Ich weiß nicht einmal wirklich was das ist, so dass ich sie (ungewollt) ausgeblendet hatte.


    Fahrdienstleiter regeln den Schienenverkehr. Sie sind quasi die Fluglotsen auf der Schiene.
    Ohne vorherige Freigabe der Fahrt durch den Fahrdienstleiter darf in Deutschland kein Zug in Bewegung gesetzt werden. Wer es doch tut, macht sich strafbar.


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wenn diese Mitarbeitergruppe ebenso wirkungsvoll streiken kann, hätte auch die EVG einen echten Trumpf in der Hand.


    Kann die GdF wirkungsvoll streiken? ;)

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Der Bahn wird es wohl darum gehen, dass nicht demnächst "schlagkräftige" Lokführer (auch) für Zugbegleiter streiken. Unterm Strich würde es für die Bahn dadurch wahrscheinlich teurer werden.


    Genau. Fahrdienstleiter (EG 7) würden nämlich nie auf die Idee kommen, für andere Berufsgruppen wie Zugbegleiter (EG 2) zu streiken. Dabei wären die Streikauswirkungen sogar größer als die der Lokführer. Die betreffen dann nämlich auch Privatbahnen, die auf den Hauptstrecken unterwegs sind

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Der Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" (und das noch im selben Unternehmen) darf in meinen Augen nicht angetastet werden, weil durch dessen Verletzung nur weiterer Unfriede entstehen würde. Im Falle der Bahn würde zwar ein Konflikt gelöst, zahllose weitere würden aber losgetreten werden.


    Die DB könnte den nach dem Günstigkeitsprinzip besseren Tarifvertrag für alle Arbeitnehmer anwenden. Wenn die GDL mehr herausholt, bekommen die EVG-Mitglieder eben auch mehr und andersherum.
    Natürlich wird die DB das nicht machen, weil es zu den Unternehmenszielen gehört, Personalkosten zu minimieren. Deshalb haben die Branchentarifverträge, um die es derzeit geht, Öffnungsklauseln, dass in Haustarifverträgen bei Gehalt und Arbeitszeit abgewichen werden darf, was im DB-Konzern auch so praktiziert wird. Angestellte von DB Fernverkehr haben also eh schon einen anderen Tarif als Angestellte von DB Regio.

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    Original geschrieben von flamesoldier
    Dann gehörst du wohl zu der Sorte, die den aktuellen Grund der häufigen Streiks noch nicht verstanden hat. Hier geht es nicht um höhere Löhne (die Forderungen hat die Deutsche Bahn längst der GdL angeboten), sondern nur darum, dass die GdL gerne einen eigenen Tarifvertrag für die Zugbegleiter, die nicht bei der EVG, sondern der GdL sind, haben würde. Also lediglich Extrawürste, obwohl bereits ein Tarifvertrag mit der EVG für die Zugbegleiter existiert. Wenn das durchkommt, kann bald jede Zwerggewerkschaft zum Generalstreik aufrufen, nur weil sie ihren eigenen Tarifvertrag haben möchte.


    Soll die EVG doch dafür sorgen, dass die Zugbegleiter wieder in die EVG eintreten! Das klappt aber nicht damit, die tägliche Arbeitszeit immer weiter zu erhöhen.

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    Original geschrieben von murmelchen
    Ja und was bringt das? Dann wird nächsten Monat einer Mitglied in der Verdi und schon möchte diese auch mitmischen. :D


    Da Verdi und EVG beides DGB-Gewerkschaften sind, wird es dazu sicher nicht kommen. ;-)

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    Original geschrieben von mumpel
    Der wird solange weitermachen bis sich die Regierung einmischt und der Bahn/EVG seinen Willen aufzwingt. Bahn und EVG also der GdL die Verhandlungsvollmacht erteilt obwohl die GdL darauf keinen (gesetzlichen) Anspruch hat. Tarifautonomie ade. Ich hoffe dass diesmal nicht soviele Lokführer mitmachen. Es geht doch schon lange nicht mehr nur ums Geld, sondern um Macht.


    Gebt der GDL doch Verhandlungsvollmacht für die in ihr organisierten Mitglieder.
    Alternativ könnte die EVG auch mal Druck ausüben und sich für das in ihr organisierte Zugpersonal einsetzen und damit das Zugpersonal (exklusive Tf) wieder zurückgewinnen.

    Außerdem ist ein Personalausweis nicht zwingend ein Nachweis der Meldeadresse. Die Kopie könnte fast 10 Jahre alt sein. Selbst das Original muss nicht stimmen. Es kann ja sein, dass man den Personalausweis verloren hat oder er gestohlen wurde oder man das gegenüber der Meldebehörde in betrügerischer Absicht behauptet. Und schon wird dieses Exemplar nicht mehr auf den aktuellen Stand gebracht.


    Manchmal braucht man daher trotz Personalausweis eine aktuelle(!) Meldebescheinigung.
    Welchen Sinn sollte es auch sonst machen, eine gewöhnliche Meldebescheinigung des Hauptwohnsitzes mit dem Personalausweis zu beantragen, wenn man doch schon zur Legitimation gegenüber der Meldebehörde den Personalausweis verwendet?

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    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Habe irgendwo schon Verständis für Streiks, aber mich würde auch interessieren, welches aktuelle Angebot die GDL ausgeschlagen hat.


    Die DB hat angeboten, 200 neue Lokführer einzustellen, um die Überstundensituation der Lokführer zu entspannen. Nun sind in der GDL auch ein paar Tausend Zugbegleiter und Bordgastronomen Mitglied, bei denen ebenfalls Personalmangel herrscht. Die GDL fordert unter anderem, dass auch die Arbeitsbedingungen in diesen Bereichen verbessert werden.


    Nur will die DB das nicht mit der GDL besprechen, da sie für Nichtlokführer ausschließlich ihre Hausgewerkschaft EVG als Tarifpartner akzeptiert. Dabei hat diese zur Einführung der sogenannten "Darmstädter Schichten" überhaupt erst beigetragen, was dann dazu geführt hat, dass reihenweise Zugbegleiter die Gewerkschaft gewechselt haben.


    Wenn die Lokführer unsolidarische Egoisten wären, hätten sie das Angebot annehmen und das restliche Zugpersonal ihrem Schicksal überlassen können.