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Re: Apple SIM: Multi-Carrier SIM als eSIM Vorbote?!
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Original geschrieben von Betamax
Apple hat gestern zwei neue iPads angekündigt und ganz nebenbei, still und heimlich das Ende der physischen SIM-Karte eingeläutet. Warum? Nun, die neuen iPads werden in den USA und in UK mit einer "Apple SIM" ausgeliefert. Das besondere: der Nutzer kann den gewünschten Provider und Tarif dann am iPad auswählen, wenn er denn möchte.
Ein Glück, dass Telefónica E-Plus gekauft hat. E-Plus ist schließlich kein Apple Partner und wäre somit auch nicht auf der "Apple SIM" vertreten. Zukünftig kann man zumindest jeden Netzbetreiber auswählen.
Ich bezweifle aber, dass Discounter-Tarife wie "ALDI TALK" dort vertreten sein werden. Das passt einfach nicht zu einem Premium-Produkt wie den Apple-Geräten.
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Original geschrieben von Goyale
Man könnte ja gezielt die Züge bestreiken, in welchen verstärkt Geschäftsreisende fahren. Z.B. einige der teuren ICE's/ ICE Sprinter etc.
Dann setzt die DB auf diesen Verbindungen eben nur noch EVG-Lokführer oder Beamte ein. Und nu?
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Original geschrieben von beugelbuddel
Neuen Job suchen! Als DB Zugführer und GDL Mitglied wird man sicherlich überall gerne genommen...
Mal angenommen, es würde so kommen. Wer sorgt dann dafür, dass die Züge weiterhin fahren?
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Original geschrieben von beugelbuddel
Besser sollten einige Leute mal deswegen ihren Job verlieren. Dann braucht man sich nicht mehr mit dem Überstundenproblem beschäftigen...
Vielleicht wachen dann mal paar Leute in diesem Laden auf?
Deiner Meinung nach sollen die sich also mit einer 60-Stunden-Woche arrangieren?
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Original geschrieben von beugelbuddel
Wenn diese Typen etwas erreicht haben, dann dass zukünftig noch weniger Leute den Zug als Transportmittel wählen werden!
Vielleicht kommt man ja so von den Überstunden runter. 
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Original geschrieben von mumpel
Ich eußere meine Kritik nur intern. 
Das bezog sich jetzt nicht konkret auf dich, sondern auf die Öffentlichkeit.
Beim Markencheck IKEA wurden die Arbeitsbedingungen in einer weissrussischen Fabrik angeprangert. Beim Markencheck DB ging es hingegen nur um Ticketpreise, Zugverspätungen und verdreckte Züge. Kein Hinweis auf die zerbröselnde Infrastruktur, das tägliche Arbeitspensum oder die Anhäufung von Überstunden des Bahnpersonals, die auf Missmanagement hindeuten. Auch bei der Berichterstattung über die Streiks wird das Thema Überstunden von der Presse verschwiegen, obwohl das in den Forderungen der Streikenden auftaucht. Aber das steigert ja nicht die Quote.
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Original geschrieben von mumpel
Und was die bereits angedeutete "Verbeamtung" betrifft => wer soll das bezahlen? Das würde am Ende wieder am Steuerzahler hängen bleiben.
Wenn der volkswirtschaftliche Schaden durch ein paar Tage Streik in 3 Jahren tatsächlich so gigantisch wäre, wie immer wieder behauptet wird, könnte man sich die Verbeamtung leisten. Ansonsten muss man eben damit leben, dass es sich um ein Privatunternehmen handelt, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.
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Original geschrieben von Goyale
Besser wäre es deshalb gewesen, wenn der Streik nur eine Minderheit beeinträchtigt (z.B. Geschäftsreisende).
Wie stellst du dir das vor?
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Original geschrieben von Uelmuek
Was willst du mir denn mit dieser Aussage sagen?
Dass man sich nicht nach unten orientieren sollte.
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Original geschrieben von Uelmuek
Aber auch im Gesundheitswesen stehen Großkonzerne als Träger der Einrichtung dahinter. Sei es Helios, Asklepios oder Rhön als Beispiel für das Krankenhaus oder Falk Emergency Services für das Rettungswesen.
Auch die machen Millionengewinne und bezahlen nicht besser. Dort geht es unmittelbar um die Gesundheit von Menschen und teilweise der Aufrechterhaltung der öffentlichen Gesundheitsversorgung.
Korrekt. Ich streite gar nicht ab, dass die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern schlimm sind.
Deswegen: Ärzte wollen Konkurrenz zu Verdi
Ärzte <=> Lokführer (+ weiteres Zugpersonal)
Verdi <=> EVG
Marburger Bund <=> GDL
Fällt dir was auf?
BTW. Die GDL-Eintritte der Zugbegleiter fanden erst nach Einführung der von der EVG abgesegneten Darmstädter Regelung statt. Offenbar fühlte man sich hier auch von der Gewerkschaft hintergangen. Im Gegensatz zu den Flugbegleitern haben die Zugbegleiter aber keine eigene Gewerkschaft gegründet, sondern sich mit den Lokführern zusammengeschlossen. Das Risiko der Zersplitterung in etliche Spartengewerkschaften sehe ich daher nicht, zumal die Arbeitsbedingungen fast identisch sind.
Ergänzung:
Wenn der Marburger Bund sich auch für die (von Verdi frustrierten) Gesundheitspfleger öffnen würde und dann die Interessen des "Krankenbettpersonals" vertreten wollte, hätten wir exakt die jetzige Situation bei der Bahn.
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Original geschrieben von Uelmuek
Lockführer haben ein deutlich überdurchschnittliches Gehalt bei einer normalen 39 Stunden-Woche.
Es geht der GDL nicht primär um das Gehalt, sondern um eine Reduzierung der Überstunden, und das auch beim restlichen Zugpersonal, dem die Darmstädter Regelung zugemutet wird.
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Original geschrieben von Uelmuek
Es ist nun mal nicht möglich jedem in Deutschland einfach mal 15% mehr Lohn zu zahlen. Das geben die Ergebnisse nicht her.
In der Metallbranche gibt es jedes Jahr 3-4% mehr Gehalt. Die letzte Tarifverhandlung bei den Lokführern war vor 3 Jahren. Außerdem wissen wir, dass sich beide Parteien letztendlich irgendwo in der Mitte treffen.
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Original geschrieben von Uelmuek
Es gibt weiß Gott Jobs die härter sind und teils nur halb so gut bezahlt sind, siehe z.B. Gesundheitswesen (Krankenpflege, Altenpflege, Rettungsdienste, ...).
Es gibt auch Menschen, die rein ehrenamtlich arbeiten. Würdest du auf dein Gehalt verzichten?
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Original geschrieben von Uelmuek
Und sag doch mal, warum bist du noch bei der DB und nicht bei einem Privatem?
Wie kommst du darauf, dass ich bei der DB wäre?
Ich halte es einfach nur generell für eine Sauerei, dass manche Gesetze von Konzernen, die dreistellige Millionengewinne erwirtschaften, so einfach außer Kraft gesetzt werden können, und der Betriebsrat da mitspielt.
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Original geschrieben von beugelbuddel
Aber dies spiegelt nur die weltfremde Einstellung der DB Truppe und deren MA und Gewerkschaften wieder.
Im heutigen Zeitalter ("Geiz ist geil", "Not in my backyard") wirkt die Einstellung der DB-Mitarbeiter natürlich weltfremd. Kinderarbeit interessiert auch keinen. Sonst hätten Primark & Co. nicht so einen Zulauf.
Dabei gäbe es eine ganz einfache Möglichkeit, den Lokführern das Streikrecht zu nehmen: Verbeamten!
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Original geschrieben von beugelbuddel
Auf Regionalstrecken hat die DB ja eh schon oft dem Wettbewerb Tribut zollen müssen.
Komischerweise laufen diese Strecken größtenteils?
Ich sehe da keinen Unterschied zur DB. Die Probleme hat ja in der Regel nicht die DB Regio zu verantworten.
Apropos Wettbewerb: Bei der DB-Konkurrenz gibt es auch keine Tarifeinheit zwischen EVG und GDL. Trotzdem sorgt das nicht für einen solchen Aufruhr. Liegt wohl daran, dass wenn metronom bestreikt wird, immer noch parallel die DB fährt, während die DB viele Strecken exklusiv befährt.
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Original geschrieben von beugelbuddel
"Und für die Fernstrecklen, liebe DB, nimmt Euch das mehr als 40 Jahre erprobte Shinkanzen System der Japaner als Lehrbeispiel! Dann habt Ihr auch wieder Erfolg!!!"
Dafür bräuchte DB Fernverkehr ein komplett eigenes Schienennetz, das u.a. vom Güterverkehr unabhängig ist. Wo soll das denn herkommen?
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Original geschrieben von iAcer
Schon mal darüber nachgedacht, das man solch eine Entscheidung und Umsetzung längerfristig planen kann? 
Schon mal darüber nachgedacht, dass das auch ein Risiko ist?
Ich kenne einige, die zur beruflichen Fortentwicklung eine sichere unbefristete Stelle aufgegeben haben und bei einem neuen Arbeitgeber angefangen haben, der wenige Monate später mal eben ein Drittel der Belegschaft beriebsbedingt entlassen hat. Da die Neulinge noch in der Probezeit waren, gehörten sie natürlich auch dazu und saßen dann auf der Straße. Tja, Pech gehabt.
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Original geschrieben von Uelmuek
Der Lokführer hat einen wichtigen Job, aber auch er hätte sich überlegen können auf eine Managementposition hinzuarbeiten.
Zur Zeit der Berufswahl waren die Arbeitsbedingungen besser. Woher hätte man denn vor 20 Jahren wissen sollen, dass heute hunderte Überstunden geleistet werden müssen?
Das Nachwuchsproblem der DB resultiert sicher auch daher, dass man sich heute eben wegen der Arbeitsbedingungen eher für eine Position im kaufmännischen Bereich entscheidet. Würde ich auch machen.
Nebenbei: Als kaufmännischer Angestellter findet man auch dann noch einen Job, wenn das System Schiene in Deutschland tot ist. Ein EiB wird dann nicht mehr benötigt, weder für den Fahrweg noch als Lokführer.
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Original geschrieben von iAcer
Wenn alles so furchtbar, unzumutbar und beschissen ist, können die entsprechenden Mitarbeiter auch kündigen.
Schon mal darüber nachgedacht, dass manche von ihnen auch eine Familie zu versorgen haben? Arbeitslosengeld gibt's erst mal keins.
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Original geschrieben von beugelbuddel
"Liebe Bahn,
gebt Euch eine Ruck und stellt auf führerlose Züge um, damit diese elendige Erpressung durch die GDL ein Ende findet!"
Das würde ich mir auch wünschen. Dann fällt die Bahn nämlich noch öfter aus.
In geschlossenen Systemen wie U-Bahnen kann man das ja führerlos machen, aber auf freier Strecke stelle ich mir das äußerst schwierig vor.
Hier gibt es ständig irgendwelche Signalstörungen an den Bahnübergängen. Für den Lokführer gibt es hier den "Befehl 2". Wie soll ein führerloser Zug darauf reagieren?
Eiskalt über einen offenen Bahnübergang brettern und dabei Menschenleben riskieren? Wer tritt dann die Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung an? Der Fahrdienstleiter?
Oder soll der Zug einfach stehen bleiben und stundenlang das Gleis blockieren?