Beiträge von archie83

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    Original geschrieben von saintsimon
    Bei der Telekom hingegen bleibt einem nur die Wahl zwischen teurem TM selbst, dem überforderten Congstar & REWE sowie schließlich der hinterhältigen Mogelkom-Debiltel.


    Bei Vodafone gibt es VF, 1&1 sowie Drillisch. o.tel.o, FYVE & Co. gehören zu VF.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Außerhalb des akademischen Prekariats (vulgo Mittelbau) hat der öffentliche Dienst aber einige andere, zum Teil geldwerte Vorteile zu bieten.


    Die da wären? Beamtentarife von Versicherungen sind in der Regel nur für direkte Angestellte einer Kommune zugänglich, jedoch nicht für Mitarbeiter eines privatwirtschaftlich geführten Tochterunternehmens (Stadtwerke, IT, Krankenhaus, etc.).

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    Original geschrieben von happiestalive
    2k brutto bei 40h kann keine Meinung sein, da haben Brot und Spiele ihren Dienst getan und jegliche Maßstäbe verwischt


    Im öffentlichen Dienst, der ja sonst gerne mit spätrömischer Dekadenz verglichen wird, sind gut 2k brutto das übliche Monatsgehalt nach dualer Ausbildung.

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    Original geschrieben von Printus
    In dem Bericht wurden ja Mitarbeiterzahlen genannt. Nur jeder 6. oder 7. Mitarbeiter hat einen unbefristeten Vollzeitvertrag bei Amazon selber.


    Nur weil jemand keinen unbefristeten Vollzeitarbeitsvertrag hat, ist er noch lange kein Leiharbeiter.
    Laut amazon-verdi.de gibt es am Standort Bad Hersfeld (FRA1) 3700 Angestellte, davon 2100 befristet. Auch Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag haben Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.


    Wenn du deswegen auf Amazon einprügelst, was ist dann mit dem öffentlichen Dienst? Hochschulen beschäftigen entweder studentische Hilfskräfte oder, wenn schon ein Diplom oder Masterabschluss vorliegt, für maximal zwei Jahre. Mehr ist gar nicht erlaubt, weil die Länder Geld sparen müssen, um den Schuldenberg zu bewältigen. Aber ver.di kämpft ja gerade dafür, dass jeder Hochschulabsolvent einen sicheren Arbeitsplatz bei seiner Hochschule bekommt, die Personalkosten explodieren und wir im Gegenzug sämtliche staatlichen Schulen schließen müssen. ;) Damit haben wir automatisch mehr für Amazon "qualifiziertes" Personal.

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    Original geschrieben von Printus
    Ein flächendeckender Mindestlohn schützt Mitarbeiter vor Ausbeutung und man kann ihn zugleich als politisches Instrument einsetzen. In fast allen europäischen Ländern gibt es den Mindestlohn und Leiharbeiter werden dort mindestens genauso, oft besser bezahlt als die Stammbelegschaft. Begründet wird es mit der erforderlichen höheren Flexibilität und weil es sich für Unternehmen lohnen soll, Personal fest einzustellen und sich nicht mit Leiharbeit von der Verantwortung für Mitarbeiter abzukoppeln.


    Amazon zahlt für Leiharbeiter mehr als für die Stammbelegschaft. Selbstverständlich kommt das nicht zu 100% bei den Leiharbeitern an, weil auch die Personalagentur daran verdienen will.


    Aber immer wieder lustig, wie sich manche Zeitgenossen Teilaspekte herausgreifen, ohne den Zusammenhang zu erkennen.
    Amazon nutzt die Leiharbeit eben nicht wie Schlecker, um die Stammbelegschaft zu ersetzen: Es wird keinen Mitarbeitern gekündigt, um diese über eine Personalagentur wieder einzustellen.
    Amazon nutzt die Leiharbeit, um die in der Vorweihnachtszeit stark erhöhte Nachfrage bedienen zu können. Ohne die Saisonarbeiter würden sich die Aufträge stauen: Wer erst im Dezember bestellt, müsste mit der Lieferung bis Januar warten. Das will natürlich kein Kunde.
    Klar könnte man statt Saisonarbeitern auch die Stammbelegschaft um den gleichen Faktor vergrößern. Das hätte aber zur Folge, dass der Großteil der Belegschaft 80% des Jahres zu Hause die Eier schaukeln müsste, weil einfach keine Arbeit da ist. Warum soll ein Unternehmen freiwillig für das Nichtstun Geld bezahlen?

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    Original geschrieben von bz_star
    Willst du als Chef einen Mitarbeiter, der noch das Denken von vor 60 Jahren vertritt, auf deine Kunden loslassen? Meiner Meinung nach geht das nicht.


    Sollen wir Gesinnungstests einführen?
    Wie ist das eigentlich mit gläubigen Katholiken, die jeden Sonntag in die Kirche gehen? Die unterstützen doch eine Institution, die geistig noch im Mittelalter zurückgeblieben ist. Würdest du als Chef jeden aussortieren, der "rk" als Merkmal auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hat? Den kannst du doch nicht auf möglicherweise homosexuelle Kundschaft loslassen.

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    Original geschrieben von corrado
    Nimm Congstar-Prepaid - da kannst Du zumindestens das LTE-Netz nutzen, allerdings nur bis 7,2 MBit/s.


    Du meinst wohl eher den 9-Cent-Tarif.

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    Original geschrieben von scaleon
    Schulden sind z.B. anfallende oder ausstehende Kosten eines Grundstücks mit Haus z.B. wo der Erbe die freie Wahl hätte die Immobilie zu verkaufen, zu vermieten oder selbst zu nutzen.


    Hat er, wenn die Schulden höher als der Wert der Immobilie sind, weil wegen Baupfusch das Haus komplett saniert werden müsste?


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    Original geschrieben von scaleon
    Und überhaupt, welchen Sinn würden dann Verträge machen, wenn irgendwo die ganze Verwandschaft auf der einen Seite als Vertragspartner stünde und auf der anderen einen einzigen insolvenzkompatiblen Geschäftsführer?


    Das gilt doch nur, wenn sich niemand findet, der das Unternehmen weiterführt. Und genauso könntest du das Erbe ausschlagen. Natürlich bekommst du dann auch nichts vom Vermögen.

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    Original geschrieben von scaleon
    Die "beiden Seiten" sind aber sowas von ungleich, daß da ein Vergleich sinnlos wäre. Wer 18 Millionen Kunden hat verfolgt doch ganz andere wirtschaftliche Interessen bei Massenkündigungen, als wenn ein Student nach dem Studium ausreist und vorzeitig kündigen würde um die 10€/Monat zu sparen. Verstehst du was ich meine?


    Beide verfolgen das Ziel, Kosten zu reduzieren. Ordentliche Kündigungen sind daher auf beiden Seiten legitim. Warum sollte ein Anbieter lebenslang an ein Angebot gebunden sein?
    Selbst im Arbeitsrecht gibt es (betriebsbedingte) Kündigungen, wobei in diesem Fall Existenzen vernichtet werden können. Wenn o2 einen nicht will, geht man eben zur Konkurrenz, notfalls ist man per Prepaid-Karte erreichbar. Diese Wahlfreiheit gibt es auf dem Arbeitsmarkt nicht. Daher ist dort die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Sachen Kündigungsrecht okay.