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Original geschrieben von Printus
Wie viele Leute schon vorher legal Zugriff auf die Dokumente hatten ist kein valides Argument. Wenn diese Daten unter Verschluss sind, sind sie nicht für die Veröffentlichung bestimmt und sollen nur von einem bestimmten Personenkreis eingesehen werden.
Es ist kein Argument für eine Veröffentlichung, aber ein Argument, dass mit den Sicherheitsrichtlinien der USA was nicht in Ordnung war, und der aktuelle Vorgang vermeidbar gewesen wäre, wenn man mit Zugriffsrechten nicht derart leichtfertig umgegangen wäre.
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Original geschrieben von Printus
Nach wie vor waren die zuletzt angebotenen Dateien fast nur belangloser Mist.
So belanglos finde ich es jetzt nicht, dass viele Regierungen den USA in den Allerwertesten kriechen und die USA im Gegenzug ihren Einfluss geltend macht, um Konkurrenz beispielsweise im Bereich von Waffenlieferungen auszuschalten. Meiner Meinung nach haben wir es hier mit Korruption zu tun.
Natürlich "weiß" das jeder, aber jetzt ist es eben hochoffiziell.
Weiter oben wurde mal behauptet, dass Wikileaks nur den russischen Geheimdiensten in die Hände spielen würde. Ich behaupte mal, dass für die Russen nichts wirklich neues dabei war. So schlecht ist deren Geheimdienst nun auch wieder nicht.
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Original geschrieben von Printus
Dass sich in der schieren Anzahl der Unterlagen hie und da auch mal etwas Brisantes findet ist einfach nur statistische Wahrscheinlichkeit, aber kein von WL bewusst herbeigeführtes Szenario. Sie haben einfach mit der Gießkanne Informationen veröffentlicht und dabei zwangsläufig mehr oder weniger Brisantes erwischt.
Und wo ist das Problem? Es ist doch Aufgabe von Journalisten, Quellen zu filtern und für den Normalbürger aufzubereiten, also für Spiegel, Guardian usw. Wikileaks stellt nur das Quellmaterial bereit.
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Original geschrieben von Printus
Sex ohne Kondom gegen den Willen des Partners ist durch nichts zu rechtfertigen.
Das heißt, wenn jemand - überspitzt formuliert - sagt "entweder wir treiben es ohne Kondom oder es es gibt gar keinen Sex", sollte derjenige für mehrere Jahre ins Gefängnis? Von Gewaltanwendung ist nämlich nicht die Rede. Also hätte sie sich einfach weigern können.
Sollte er sich den ungeschützten Sex aber mit Gewalt erzwungen haben, ist er natürlich dafür zu verurteilen. Das wäre dann aber Vergewaltigung und keine sexuelle Nötigung. Letzteres lässt kein Eindringen in den Körper des Partners zu. Dort wäre die Kondomfrage also völlig irrelevant.