Um mal wieder zum Thema zu kommen:
Ich sehe / spüre bei VF eine gewisse "Aufbruchsstimmung", im Vorstand sind neue Leute, die wirklich VF wieder auf einen grünen (roten) Zweig bringen wollen.
Der Coup, das Verkaufsgenie und ehemaligen Telekom Geschäftskundenchef zu Vodafone an Bord zu holen, war schon smart.
Die entscheidende Frage ist aber, ob das Vodafone HQ in London / England die Deutschen das mal wirklich machen lässt oder doch wieder "erratisch" dazwischen grätscht, wie es das Handelsblatt schrieb.
Vodafone DE wird wohl die Zielgruppe zurückholen wollen/müssen, die noch von "D2 Privat" träumt, dass heißt zuverlässiger und aufmerksamer Service und eine nutzbare Netzqualität (aber halt nicht bis in jedes Seitental). Eingehen auf Sonderwünschen bei Geschäfts- und Sonderkunden und Kunden die bereit sind, dafür Geld auszugeben.
Bei einem Preiskrieg "Alles Flat - vielleicht mit einer erträglichen Drosselung - für maximal 10-20 Euro" kann Vodafone IMHO wenig gewinnen.
Vodafone London möchte maximale Rendite und sieht den Kunden nur als Zahl (warum kann man dem nicht eine Zweit/Drittkarte, TV-Abo, Sicherheitsprogramm, Streaming-, Musik-, Zeitungs-, Sonstwas-Abo dazu verkaufen?) , aber nicht als Mensch mit Vorstellungen und Gefühlen.
Das Dilemma ist schwer aufzulösen.
Selbst wenn Vodafone DE irgendwann oder irgendwie an Xavier Niel ("Free") oder Patrick Drahi (Altice, SFR) verkauft würde, würde dadurch nix besser. Die würden vielleicht die Preise senken, aber den Laden brutal durchoptimieren - für Sonderwünsche bleibt da kein Platz mehr.
1&1 könnte am VF Netz Gefallen finden, weil es sein Netz ergänzt, ob sie auch die Kunden wollen, ist eine Preisfrage, andere Zielgruppe fürchte ich.