Hallo,
wenn die Telekom dem Wunsch der Meisten hier nachgibt und unlimited Flatrates einführt, welcher Preis ist "tolerierbar" ? 
100 Euro?
80 Euro?
60 Euro?
Da gibt ein Preiskrieg und wer für das wenigste Geld die unlimited Flat anbietet hat den Kunden.
Man kann die Komponente "Höchstgeschwindigkeit" einführen, Swisscom macht das so, o2 ansatzweise auch.
Telekom möchte, dass die Leute "gerne" mehr Geld ausgeben und "schenkt" ihnen diese komplizierte Musik-/Video-Flatrate, die toll aussieht und sich toll anhört, aber beim Kunden das "Nachdenken" erfordert, ob der gewünschte Anbieter auch "mit dabei" ist.
Das Risiko für Anbieter, die nicht dabei sind, ist "unterzugehen", sie werden sich also anmelden, sofern sie die Bedingungen erfüllen können und wollen. Das kostet nicht direkt eine Gebühr oder einen Beitrag an Telekom, aber möglicherweise Geld für bestimmte Software, Hardware (Schnittstellen) und ggfs. sogar extra Personal, das sich darum kümmert.
Schauen wir mal zurück:
Telekom bietet seit ewigen Zeiten Internetzugang an - für einen bestimmten Preis. Da kommt Google und kippt über Nacht über YouTube PetaBytes an extra Content ins Netz. Telekom muss sein Netz für teures Geld dafür ausbauen, bekommt dafür aber von Google oder Youtube nichts, weil die nur was an ihren hauseigenen "Provider" (in USA) zahlen.
Der weltweite Datenaustausch geht nach dem Motto: Du gibst mit Bytes, ich geb Dir Bytes. Geld fließt da nicht.
Wobei die Frage ist, ob genau so viele Amis deutsche Seiten sehen wollen, wie Deutsche amerikanische Angebote beziehen. Vermutlich nicht. Also gibt's eine Schieflage.
Die Idee war also: Google/YouTube & Co sollen für ihre gigantischen Datenmengen was extra zahlen.
Geht nicht, wegen Netzneutralität und weil Google und & Co. das nicht zahlen wollen.
Und wenn sie es zahlen würden, würden sie auch Priorität fordern, mit nachvollziehbaren Gründen. Das soll wegen Netzneutralität aber auch nicht sein.
Netzneutralität ist wohl nur machbar, wenn wirklich alle Netzkosten auf die Endverbraucher umgelegt werden können, bzw. die Inhalte Anbieter bei ihrem Provider mehr als bisher zahlen würden.
Beide wollen das aber nicht und werden alles versuchen, um Mehrkosten zu vermeiden.
Durch die FCC-Entscheidung, die noch keine direkten Folgen hat (noch nicht) steigt der Druck gewisser Anbieter auf die Netzbetreiber, dass man ihr Angebot gegenüber andern Anbietern bevorzugen möge. Werbung kann einen Teil zurück verdienen, wenn aber die Kunden das "ausfiltern" '(AdBlocker) funktioniert das auch nicht mehr.
Wo Netzbetreiber zugleich Inhalte anbieten (z.B. Telekom Entertain mit eigene Serien), steigt die Neigung, die eigenen Dinge vor "fremden" Inhalten zu bevorzugen. Weil es intern Geld spart und weil es die Leute motivieren könnte beim genau diesem Anbieter diesen "Content" zu kaufen oder zu buchen.
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Was könnte passieren:
1.) Telekom atmet tief durch und erfüllt die Forderungen der BNetzA, also Video unkomprimiert und Stream On Audio/Video im Ausland unlimited. Wir kennen die realen Einkaufspreise der Telekom nicht, es könnte sich vielleicht rechnen, wenn nur wenige im falschen Netz roamen oder sich meistens in "befreundeten" Netzen einbuchen (kann man "nachhelfen"), wo man die Kosten besser quer rechnen kann. ("Befreundet" = günstigere Preise, als EU Regulierung)
2.) Telekom nimmt die Video Kompression raus und baut ins EU-Roaming-Angebot eine FUP Regelung ein. Das bedeutet: Soviele GB bei Streaming sind im Ausland kostenlos, danach kostet es im Ausland was extra.
3.) Telekom schaltet das EU-Roaming in den Stream-On-Tarifen komplett ab (sehr unwahrscheinlich)
4.) Telekom stellt Stream On komplett ein und wechselt zu geschwindigkeitsabhängigen Angeboten, mit monatlich begrenzten Datenmengen oder sogar full flat unlimited.
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