Beiträge von HappyDay989

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    Original geschrieben von laudanum
    Ich finde, es reicht langsam mit deiner billigen Polemik! Welche Gründe auch immer sie haben mag.


    :confused: :confused: :confused:


    Hier fordert jemand, dass der Spiegel Guttenberg ebenso behandeln möge wie "jeden Kindermörder", ich widerspreche dem, und das soll dann Polemik sein? Du hast eine merkwürdige Definition dieses Begriffs.


    Dass Guttenberg Plagiarismus betrieben hat, ist wohl mittlerweile unbestreitbar, und ich weiß nicht, als was Du es bezeichnest, wenn jemand erst behauptet, er habe seine Doktorarbeit komplett selbst verfasst und es ihm ein paar Tage und diverse Enthüllungen später gar nicht schnell genug mit der "Rückgabe" seines Titels gehen kann - bei einer Arbeit, die immerhin mit der höchsten Auszeichnung bewertet wurde. Den Vorwurf der Lüge habe ich übrigens keineswegs als erster gemacht, sondern der findet sich seit Guttenbergs gestriger "Erklärung" in praktisch allen Medien außer der BILD als Beschreibung des Verhaltens des Verteidigungsminister wieder.


    Ich verzichte im Interesse des Friedens in diesem Forum, auf den Rest Deines Postings einzugehen. :rolleyes:

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    Original geschrieben von mostwanted
    Lol! Der Spiegel, jaja. Man brüskiert sich. Wo ist das dort sonst vorhandene Mitleid mit den Tätern geblieben? Jeder Kindermörder bekommt ein paar Seiten Analysen, warum und wieso er so geworden ist. Das Opfer interessiert keinen.Beim Guttenberg kann man eine Ausnahme machen, mit dem geliebten Täterschutz. Ich finde es langt, das Geschreibsel der politisch motivierten Presse wird immer konfuser.


    Bei allem Respekt, aber so schlimm ist der Guttenberg nun auch wieder nicht, dass man ihn jetzt auch noch mit einem Kindermörder gleichsetzen müsste. Es reicht doch, dass er sich als Plagiator und Lügner erwiesen hat, findest Du nicht auch?

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ich denke dennoch, die Sache ist für Guttenberg jetzt mehr oder weniger ausgestanden, wenn er nicht noch einen gravierenden Fehler begeht oder neue belastende Sachverhalte bekannt werden.


    Ja, dem stimme ich soweit zu. Nur sollte man bedenken, dass dadurch, dass wie der weiter oben vom Kollegen Moskauinkasso zitierte Artikel aus SPON ausführt, "die Lüge ministrabel geworden ist", die Politikverdrossenheit der "Wutbürger" sicherlich nicht abnehmen wird.


    So ist das eben, wenn sich vermeintliche Polit-Ritter in schimmernden Rüstungen als letztlich ebenso flexibel im Umgang mit den von ihnen propagierten Tugenden wie Offenheit, Transparenz, Mut zum Klartext, Wahrheitsliebe etc. entpuppen wie der Rest des Politsumpfes auch. Durch die Diskrepanz zwischen seinen heheren Losungen und seinem Kritik würdigen Verhalten hat er selbst sein Image als Strahlemann derartig ramponiert, dass er als Verteidigungsminister nunmehr auf Merkels Gnadenbrot angewiesen ist. Als möglicher Kanzlerkandidat der Union ist er dagegen wohl "verbrannt." Nicht aufgrund seiner C&P-Dissertation, sondern aufgrund des sehr unwürdigen Eiertanzes, den Guttenberg ablieferte, in dem verzweifelten Versuch, immer nur ein Stückchen weniger von dem zuzugeben, was ohnehin schon erwiesen war.

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    Original geschrieben von yoshi123
    Meine Vermutung kann das noch toppen :)
    [...]
    Die einzige, die ernsthaft Probleme mit KTzG bekommen hätte, wäre uns Angie. [...] Und das ist mit den C'n'P-Vorwürfen schon so gut wie unmöglich geworden und die Nutzung des wissenschaftlichen Dienstes für die Doktorarbeit hat es zum endgültigen KO werden lassen.
    Somit ist Angie alle ihre Probleme elegant losgeworden: [...] Und schwupps steht einer nächsten Kandidatur nix mehr im Wege.


    Siehe http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=4432568#post4432568 und http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=4433158#post4433158 - alles schon mal dagewesen! :D



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    Original geschrieben von mostwanted
    Politik und Bevölkerungsmehrheit drifteten immer weiter auseinander. Wir brauchen einen Medienkanzler, weil das Volk immer dümmer wird. Traurig, aber wahr.


    Erschreckend, aber wahr. Man sollte darüber nachdenken, das allgemeine Wahlrecht abzuschaffen und nur die als Wähler zuzulassen, die zuvor in einer Art "Staatsbürgertest" ein Mindestmaß von Wissen über (und Verständnis für) politische Systeme und Zusammenhänge unter Beweis gestellt haben... :rolleyes:



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    Original geschrieben von Bigbamboo
    Telefonieren könnten die beiden auch.


    Ich habe hier so etwas noch herumstehen. Meinst Du, damit funktioniert das:



    [small]Bildquelle: http://www.muenstergass.ch[/small]


    :D

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    Original geschrieben von bernbayer
    Nach deinem Beitrag konnte man aber den Eindruck gewinnen, seine zweite Karriere begann in Bayern, er begann aber zunächst mal auf Bundesebene seine zweite Karriere. In Bayern war das dann der Abschluß seiner Karriere. Außerdem zog er sich nicht zurück sondern verstarb im Amt. Mal etwas Geschichtsunterricht nehmen. :)


    Ich weiß wirklich nicht, was Du da in meinen Beitrag hinein interpretiert hast.
    Ich schrieb, dass Strauß 1978 in die bayerische Politik zurückkehrte. Nun, von irgendwo muss er ja zurückgekehrt sein; in dem Fall war es die Bundespolitik. Er war nämlich nicht nur bis 1969 Bundesminister, sondern auch bis 1978 Bundestagsabgeordneter.
    Und ich schrieb auch nicht, dass Strauß sich aus dem Amt als Ministerpräsident zurückzog, sondern dass Alfons Goppel das tat, und zwar 1978. Und es war, wie ich bereits schrieb, Alfons Goppel, der dann bis 1984 als Europa-Abgeordneter nach Straßburg ging.


    Bevor Du mir Geschichtsunterricht empfiehlst, lies bitte erst einmal richtig, was ich geschrieben habe.


    Vielen Dank.


    @ Jochen: entschuldige, ich bin ja schon ruhig und gebe zurück zum Thema "Guttenberg". ;)

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    Original geschrieben von bernbayer
    Da liegt du leider falsch. Strauß wurde nachdem er als Verteidigungsminister zurücktreten mußte dann später zunächst mal in der großen Koalition von 1966 bis 1969 Bundesfinanzminister. Ministerpräsident in Bayern folgte dann erst 1978.


    Ps. Da kannst du mir jetzt aber nicht widersprechen :D


    Das tue ich auch nicht. Ich weise Dich nur darauf hin, dass ich nichts anderes behauptet habe, als dass FJS erst 1978 bayerischer MP wurde. Und dass Goppel nach seiner Zeit als BMP nach Straßburg ging, ist ebenfalls zutreffend. Er zog sich erst 1984 aus der aktiven Politik zurück. ;)

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    Original geschrieben von rmol
    Na ja, Strauss hat nach seinem Rücktritt als Minister auch noch eine zweite Karriere hingelegt, und die war sogar nachhaltiger.


    Strauß hatte damals, als er 1978 in die bayerische Landespolitik zurückkehrte, eigentlich keine echten Widersacher mehr, und er konnte das Amt des Ministerpräsidenten ohne Gegenwehr von Alfons Goppel übernehmen, der nach 16 Jahren "Landesvaterschaft" noch für fünf Jahre nach Straßburg ins Europaparlament ging.
    Ob Guttenberg sich wirklich vorstellen kann, den Rest seines politischen Daseins in der Verbannung der bayerischen Provinz zu verbringen? Ich glaube, alleine seine Eitelkeit und sein Geltungsdrang lassen das gar nicht zu. Und in Horst Seehofer hätte er sicherlich einen Gegner gefunden, der ihm das Amt des Ministerpräsidenten nicht kampflos überlassen würde. Lachender Dritter eines parteiinternen Zwistes zwischen Guttenberg und Seehofer wäre sicher die Opposition.



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    Original geschrieben von Jochen
    Auch so ein Ding: einmal im Leben einen Fehler gemacht, nie wieder eine zweite Chance bekommen. Ok, kommt auf den Fehler und auf die genauen Konsequenzen an, ich will das nicht pauschalisieren.


    Ich beziehe das auf die ggw. Situation: Guttenberg wird beim Plagiarismus erwischt, versucht alles abzustreiten, wird der Lüge überführt, gibt seinen Fehler zu und steht mit einigen Beulen in seiner bis dahin strahlenden Rüstung da. Und nun fordern irgendwelche Leute seinen Kopf, er gibt wieder nach und tritt zurück. Damit hätte er sich, in dieser spezifischen Situation, sein eigenes Grab geschaufelt. Denn dann würde es heißen: "wer weiß, was da noch alles war, warum er jetzt abgetreten ist."
    Sicher, seine Glaubwürdigkeit ist erst einmal dahin, die als Akademiker auf jeden Fall. Aber da ihn weder seine Partei noch die Kanzlerin fallen lassen wollen, bleibt er im Amt, von nun an halt als "Verteidigungsminister von Merkels Gnaden." Ich vermute mal, sowohl innerhalb der Union als auch in der Regierung wird man insgeheim sogar froh sein, dass dem Überflieger Guttenberg ein wenig die Flügel gestutzt wurden und er wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist.


    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Aber immer so ganz richtig kann das auch irgendwie nicht sein.
    Das meine ich nicht einmal nur im Bezug auf Guttenberg.
    Der Mensch muss doch Fehler machen dürfen, diese einsehen, sich dafür entschuldigen und irgendwann nochmal eine Chance bekommen dürfen, oder?!
    Meine Meinung.
    Ich kenne die Thematik sehr gut, da ich bzw. wir hier auch oft vor solchen Entscheidungen stehen.


    Da stimme ich Dir ohne Einschränkung zu.

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    Original geschrieben von kopporama
    Guttenberg sollte wirklich nochmal von vorn anfangen und sich die nächsten Jahre auf die CSU beschränken.


    Wie soll das denn funktionieren? "Reset Guttenberg universe? Click [Proceed] or [Abort]."


    Wenn er jetzt als Minister abtritt, dann ist er ein für alle Male erledigt; der Makel des Scheiterns und Aufgebens würde ihn bis zu seinem Lebensende anhaften. Er hat gar keine andere Chance, er hat sich selbst zum Weitermachen verdammt und der Gnade seiner Kanzlerin auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Und die weiß das auch, aber selbstverständlich würde sie so etwas niemals zugeben. Die ist für jeden dieser smarten "Herrenreiter" (auch "junge Wilde" genannt) eine Nummer zu groß. Egal ob sie nun März Merz oder Guttenberg heißen, von denen kann ihr keiner das Wasser reichen, wenn es darum geht, an der Macht zu bleiben und sich auch innerhalb der Partei nach allen Seiten abzusichern.

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    Original geschrieben von Bigbamboo
    Hier wurde ja nun schon öfters auf die bisherigen Leistungen Guttenbergs als Verteidigungsminister hingewiesen. Könnte mir mal jemand darlegen, welche das sein sollen? Als Wirtschaftsminister hatte er durchaus einige Pluspunkte verbuchen können, aber nun? Mir fällt da wirklich nichts ein.


    Darf ich eine mögliche Antwort vorschlagen:

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    Unter Demut „verstehen wir die Bereitschaft, sich selbst richtig einzuschätzen u. gemäß einer richtigen Selbsteinschätzung sich zu verhalten; Erkennen u. Wollen sind daran beteiligt“. Da in den vergangenen Tagen viel von Quellen und Quellennachweis die Rede ist, sei erwähnt, dass dieser Satz aus dem „Lexikon der christlichen Moral“, herausgegeben von Karl Hörmann (Online-Ausgabe), stammt.


    Ein bisschen Demut würde Karl-Theodor zu Guttenberg jetzt guttun. Wenn es ums Erkennen geht, könnte er wahrnehmen, dass sein bisheriger Erfolg als Politstar daher rührt, dass er so viel unabhängiger erscheint als die meisten Akteure im politischen Geschäft. Deswegen nimmt man dem 39-Jährigen die Rolle des Ehrenmannes ab. Man sieht ihn als Menschen mit hoher Authentizität und Glaubwürdigkeit. Hier liegt das Kapital des Politikers Guttenberg, nicht in seinen bisherigen Leistungen als CSU-Generalsekretär, Wirtschafts- oder Verteidigungsminister. Und eben weil bislang nicht im Vordergrund stand, was Guttenberg tatsächlich politisch umgesetzt hat, kommt es für ihn nun darauf an, dass er das in ihn gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht.


    [small]Quelle: http://www.focus.de/politik/de…-angesagt_aid_601272.html, Hervorhebung in Fettschrift hinzugefügt[/small]



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    Original geschrieben von bernbayer
    Bevor sich für jemand die Gefängnistüren überhaupt öffnen können, muß er erst mal rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden sein. :flop:


    Nun, die Gefängnistore können sich für jemanden auch öffnen, bevor er überhaupt rechtskräftig verurteilt wurde, nämlich bei der Entlassung aus der Untersuchtungshaft. Solche Fälle soll es ja auch geben. Bloß ist das hier gewaltig OT.