So. Jetzt ist es also passiert. Anfang August wurde ich zu o2 zwangsmigriert und heute habe ich meine erste Rechnung erhalten, fast 4x höher als bei BASE! Und o2 ist nichtmal gewollt, diese zu korrigieren.
Ich hatte laut BASE-Juli-Rechnung einen:
BASE all-in premium mit
Festnetznummer,
EU Reise Flat,
Internet Opt XXL plus 5GB
für 25€ brutto im Monat.
Nicht nur, dass man mir hier das gut funktionierende E-Plus-LTE-Netz abgedreht hat, ermaßt sich Telefónica o2 mir heute diese Rechnung zu stellen:
o2 Blue All-In Premium -> +65,0501 € netto
Zusatzpaket International -> +12,5966 € netto
Zusatzpaket International -> +12,5966 € netto
Zusatzpaket International -> +12,5966 € netto
SMS im Ausland -> 0,2352 € netto
Rabatt auf monatliche Grundgebühr -> - 24,3887 € netto
unterm Strich: 93,64 € brutto
Erst Mitte August hatte ja o2 den 5GB-Roaming-Tarif nachgebastelt, in diesen stecke ich zwar nun, aber die Kundenbetreuerin damals versicherte mir, die Kosten für die Volumennachbuchungen sofort gutzuschreiben.
Ich habe eben mit der o2-Premiumhotline telefoniert und hatte innerhalb von 15 Minuten einen halbwegs kompetenten Kundenbetreuer in der Leitung. Alleine schon das ist doch einen Eintrag im Guinness-Buch wert, oder?
Er gestand Telefónicas Fehler ein und versicherte mir, dass ich sowohl das Zusatzpaket International nicht zahlen müsse, noch dass er den richtigen Grundgebühr-Rabatt von 55 € brutto einrichten würde. Das aber alles nur als Gutschrift für die nächsten Rechnungen.
Auf meine Bitte, mir eine aktualisierte Rechnung zuzusenden und mir nur den Betrag von 25€ Grundgebühr + die paar Auslands-SMS in sieben Tagen (wie angekündigt) abzubuchen, sagte er, das sei gegen Telefónica-Richtlinien.
Ich erklärte ihm, dass ich ein Anrecht auf eine korrigierte Rechnung hätte und jede Lastschrift, die über die knapp 26 € liegen würde zurückbuchen lassen würde. Er sagt, ich solle am besten schriftlich widersprechen. Er würde es auch so machen an meiner Stelle und auch die Lastschrift zurückbuchen. Ehrlicher Junge, dafür ein +1.
Jetzt stellt sich mir die Frage, was ich mache... Was würdet ihr tun? Würdet ihr darauf hoffen, dass die Gutschriften passen, ich mit meinen Guthabenbuchungen 2016 eigentlich somit so gut wie nichts mehr zahlen muss und Telefónica den unfreiwillig eingeräumten Kredit gewähren und die Telefónica-eigenen, nicht dem deutschen Recht entsprechendem Geschäftsgebaren durchgehen lassen?
Oder doch die harte Tour durchziehen und nach deutschem Recht der Rechnung widersprechen, korrigierte Rechnung verlangen, Rücklastschrift veranlassen, korrigierten Betrag manuell überweisen usw...
Bei Variante 2 stellt sich wohl die Problematik, dass man in die Telefónica-Automatiken rutscht und dann noch den Anschluss gesperrt bekommt und man tagelang die Hotline nicht erreicht.
Ich habe zwar keine Lust auf großen Stress und war Telefónica eigentlich loyal, aber ganz so einfach abzocken lassen möchte ich mich auch nicht. Vorgestern habe ich einen o2-DSL-Vertrag abgeschlossen, diesen werde ich vorsorglich erst einmal widerrufen. Es wird Telefónica nicht sonderlich schmerzen, aber mir, wenn ich bei diesem auch Falschrechnungen hinterherlaufen muss. Mit dem Vertragswiderruf könnte ich natürlich auch gleich der Rechnung widerrufen, so lässt sich einmal Einschreiben-Porto sparen.
Schade, dass ein Großunternehmen 2016 so wenig in die Kundenzufriedenheit investiert.