Beiträge von sailing2capeside

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    Original geschrieben von phonefux
    Woher willst du wissen, dass eine mehrmonatige Nichtnutzung gleichbedeutend ist mit einer endgültigen Nichtnutzung?


    Es ist insofern gleichbedeutend, dass keine Aufladungen, also kein Umsatz generiert wird. Das ist für den Aktionär das entscheidende.


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    Meine Mutter nutzt ihre Congstar-Prepaid-Karte immer mal wieder, aber durchaus auch mal mehr als drei Monate nicht. Bei o2 würde sie dann als verlorene Kundin aus der Statistik fallen, obwohl man sie richtigerweise als Kundin zählen müsste. Was ist daran "ehrlicher"?


    Es ist für den Auktionär ehrlicher. Den interessiert es doch nicht, wie groß die Kundendatenbank ist, sondern wie viele Kunden auch Geld dalassen...


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    Was ist daran unehrlich, Prepaidkarten, die man 12 -15 Monate nach Aufladung aktiv hält und dann seitens des Anbieters kündigt, bis zu dieser Kündigung mitzuzählen? Gar nichts.


    Doch für den Auktionär so ziemlich. Wenn man eine Aldi Talk auflädt, gilt man für 2,25 Jahre als Kunde, obwohl E-Plus nur 30,- mit Märchensteuer eigenommen hat. Klar ist man im funktionalen Verständnis dann noch ein Kunde. Ich habe mal bei einem Optiker vor acht Jahren eine Brille gekauft, und er schickt mir immer noch jedes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein. Ich habe seitdem nie wieder den Laden betreten, aber für ihn bin ich immer noch funktional Kunde, aber ganz sicher nicht finanzrelevant.


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    Und woher weißt du, dass diese Karten alle mal Umsatz generiert haben? Jeder Anbieter wird eine neu aktivierte SIM zunächst mal als Neukunden verbuchen. Und dann bei Nichtnutzung früher oder später ausbuchen. Damit ist aber nicht gesagt, dass mit dieser SIM jemals Umsatz generiert wurde.


    Alleine schon wegen der Buchhaltung. Natürlich wird nicht jede Karte vom Kunden bezahlt, sondern mit internen Kostenträgern verrechnet. Ich behaupte ja nicht, dass es alle wären, aber auch nicht, dass es keine wären.

    Natürlich sind Kunden verloren gegangen. Die Karten wurden ja schließlich nicht auf Phantome registriert und haben mal Umsatz generiert. Ob man die Karten noch zwei, drei Quartale nach Nutzungsende mitzählt oder nicht, spielt keine Rolle: Der Kunde ist nicht mehr da...


    o2 war schon immer ehrlicher diesbezüglich: weniger Kunden, dafür höheren ARPU.


    Umso peinlicher, dass trotz der jetzt offiziellen Säuberungsaktion bzw. "wegen der zahlreichen Mobilfunkneukunden" der Vertrags-ARPU gesunken ist...

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    Original geschrieben von kues
    Die ARPUs zeigen auch nicht mehr, denn der ARPU ist grundsätzlich identisch mit Mobilfunkumsatz / (3 * Kundenzahl)- mithin stecken dort auch Roaming- und Terminierungsumsätze drin.
    Und meine Vermutung (nach den verklausulierten Aussagen in den PDFs) ist, daß genau der Wegfall der Terminierungsumsätze von o2 zu eplus (und umgekehrt) größtenteils den sinkenden Umsatz erklären.


    Die weggefallenen Terminierungsumsätze bewegen sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich des Mobilfunkumsatzes. Wenn man spekulieren möchte, das wäre der einzig und alleinige Grund und ansonsten läuft das Geschäft wie geschmiert, bitte: Ohne Raum zur Interpretation wäre das Leben ja auch zu hart ;)...


    Roaming und Terminierung gingen AFAIK noch nie in den ARPU ein. Abgesehen vom Prepaid-ARPU haben sich ja auch die anderen KPIs verschlechtert. Ob das nun fusionsverwässert ist oder einfach schlechte Performance, werden wir mit dem nächsten Quartalsbericht sehen.

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    Original geschrieben von DC01
    Noch dazu hoffe ich, "90% der Beölkerung werden mit LTE versorgt" heisst nicht, die alte Eplus Strategie 1 UHS, diese aufdrehen für 20- 50 000 Menschen und fertig ;-)


    E-Plus hat 92% UMTS. Da dürfte klar sein, wie man auf 90% LTE kommen will ;). o2 LTE war Ende September bei 60%...

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    Original geschrieben von john-vogel
    Umsatz Q3/14: 2,04 Mrd. € [1,21 Mrd. € (o2) + 0,83 Mrd. € (E+)]
    Umsatz Q4/14: 2,02 Mrd. €


    Sollten tatsächlich 4 Mio Kunden (fast 10%!) gegangen sein, waren es offenbar keine besonders werthaltigen Kunden, wie man an diesen Umsatzzahlen gut ablesen kann. :rolleyes:


    Das sind nicht die Umsatzzahlen der reinen Mobilfunkdienstleistungen, sondern inkl. Geräteverkauf (der wegen dem Weihnachtsgeschäft nicht quartalsweise verglichen werden kann...).


    Erstere waren in Q3 bei o2 754 Mio. und bei E+ 780 Mio. Sind zusammen 1,534 Mrd.
    In Q4 sind es zusammen nur noch 1,391 Mrd. Also 8,9 % Minus. Vodafone ist nur 3,9% im Minus.


    Aber auch aus den reinen Mobilfunkdienstleistungen kann man wegen Roaming- und Terminierungsumsätzen nichts über die eigene Kundschaft aussagen. Die ARPUs zeigen dagegen sehr genau, dass sich die Kundenstruktur deutlich verschlechtert hat:


    Alle Kunden
    Q3: o2 12,7 / E+ 10,-
    Q4: 10,9


    Prepaid
    Q3: o2 5,3 / E+ 5,-
    Q4: 5,6


    Postpaid
    Q3: o2 19,1 / E+ 20,-
    Q4: 17,7


    Es sind also gerade nicht die Umsonstverträge ausgelaufen, sondern viele Leute mit margenreichen Verträgen haben gekündigt. Also unterm Strich kein gutes "erstes" Quartal für o-plus. Da gibt es nichts schön zu reden...


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    Original geschrieben von phonefux
    Bei einigen hier scheint eine vermeintliche Schadenfreude den logischen Menschenverstand zu verdrängen.


    Eine klassische Unterstellung von jenen, die keine Argumente haben...

    Dass man Tabula Rasa mal eben -2,915 Mio. Prepaid"anschlüsse" weniger aufzählt, ist ja nur das eine.


    Dass man -927'000 Postpaid"anschlüsse" in einem Quartal verliert, ist schon der Wahnsinn. So einen Schwund hat nicht mal Vodafone verkraften müssen...