Beiträge von el_emka

    Große Dienste und Provider routen schon lange nicht mehr an öffentlichen Peering Points sondern betreiben privates Peering, das ist schneller und günstiger für beide Parteien

    Lässt sich in der Verallgemeinerung so nicht sagen. Gerade die Telekom ist bekannt dafür, privates Peering nur gegen Bezahlung anzubieten und an den öffentlichen Peering-Points unzureichende Bandbreite vorzuhalten, um die "Partner" ins kostenpflichtige private Peering zu treiben. Bei Anbietern, die kein Interesse an der Versorgung von Telekomkunden haben, ruckelt es halt massiv zu den Stoßzeiten. Beispielsweise weren die letzten Jahre noch die Mediatheken des niederländischen und des österreichischen Rundfunks abends komplett unbenutzbar, morgens und vormittags jeweils absolut keine Probleme. Die selben Inhalte zum selben Zeitpunkt via O2-Mobilfunk waren ohne Probleme flüssig zu sehen.


    Beide Beispiele haben sich mittlerweile bei der Telekom gebessert, ich weiß allerdings nicht, ob da Änderungen im Peering waren oder ein anderer Upstream-Provider auf Rundfunkseite im Spiel war.

    Ehemalige Windräder sind da schon beliebter, kenne da zwei Fälle in der Gegend, wo der Mast nun eine neue Funktion hat, weil die neuen Mühlen ne Ecke größer sind. Ist ja auch Win-Win: Der Vorbesitzer muss nicht abreißen und die Mobilfunker können ohne Baugenehmigung auf einem fertigen Mast einziehen, der wohl auch statisch keine nennenswerten Einschränkungen hat.

    Die Detailaufnahme unten ist ein anderer Antennentyp als auf dem Foto darüber. Die Anordnung der Eingänge ist völlig anders.


    Bei der oberen Aufnahme verwundern mich auch die zwei n78-Panels obendrüber, wobei man bei den unteren Antennen auf beiden "Strahlenschutzaufklebern" ein "TDE" am Anfang erahnen kann. Betreibt Telefonica den Standort hier für einen anderen Anbieter mit? Einigen STOBs zu Folge gibt es ja solche Modelle zuweilen.


    (Hat sich überschnitten)


    Stromae Verrätst du uns, wo der Standort des oberen Fotos ist?

    Was meinst du mit einer UMTS-Antenne, die nur zwei Bänder kann? Die Antennen haben einen Frequenzbereich, auf den sie optimiert sind und in dem sie ausgewiesene Charakteristik und Antennengewinn erfüllen. Wenn man die jetzt mit einer Frequenz außerhalb des Optimalbereichs nutzt, dann muss man da ggf Abstriche machen.


    Ähnliches gilt, wenn man mit Combiner und Splitter mehrere unterschiedliche Signale parallel über die selbe Antenne laufen lassen will. Hier ist die Antenne jetzt kein Problem, aber Combiner und Splitter bringen auch wieder zusätzliche Dämpfung aufs Signal, womit man sich schließlich die zusätzliche Bandbreite mit einer schlechteren Signalqualität erkauft.


    Am Ende des Tages muss man die Daten auch abführen können. Was bringt einem eine breitbandigste Luftschnittstelle, wenn die Anbindung nicht genug hergibt?

    Wenn man es genau wissen will, kann man die Antennentypen in den Datenblättern zu den STOBs nachschlagen, Google erledigt dann den Rest. Technisch gesehen kann eine Mid-Band-Antenne aus den UMTS-Anfangszeiten ohne Weiteres auch 2,6 GHz senden und empfangen. Allenfalls der Antennengewinn mag etwas geringer sein.

    Heute morgen noch einen völlig normalen Trace von einem 1&1-Dualstack-DSL-Anschluss nach barmenia.de gemacht.


    Hintergrund war, dass ein Arbeitskollege da nicht mehr hinkommt und bei ihm der Trace schon an der Fritte endet. Er hat allerdings nur einen 1&1-DSLite-Anschluss, Leitung ist hier zudem über NetCologne realisiert.


    Das Erstaunliche an der Nichterreichbarkeit ist dazu noch die Tatsache dass Versatel (neben der Telekom) Upstream-Provider der Barmenia ist. Da ist also auch kein komplexes Routing im Spiel.