Beiträge von el_emka

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    Original geschrieben von 3g_handy
    LTE Ausbau kann es eigentlich nicht sein, bei der Bundesnetzagentur sind keine neuen Einträge (emf2) oder "Sonstige Funkanlagen" (emf3) in der Region hinzugekommen.


    Zwischen Eintrag und Aufbau/Aktivierung kann bei O2 eine gewisse Zeit vergehen. Habe hier in Dortmund einen Eintrag, der jetzt gerade seinen ersten Geburtstag feiert und von LTE ist hier noch nichts zu sehen. Ob schon neue Antennen da sind, kann ich evtl. heute Abend mal nachsehen.

    Re: Re: Re: Re: Unser Nehmercredo - grenzenlos?


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    Original geschrieben von KleinerMarcel
    Ich hatte da nochmal was editiert. Statt "Mobilität" meinte ich "online sein". Es soll bitte auch nicht so ankommen, dass jemanden vorgeschrieben werden soll, wie wann wo wie lange er online sein darf. Das muss jeder für sich selbst abschätzen.


    Für mich ist das Netz mittlerweile dermaßen allgegenwärtig, wie beispielsweise Strom. Es gibt ja immer noch Umfragen, in denen gefragt wird, wie oft man am Tag ins Netz geht. Korrekte Antwort für mich: 1x. Aber kein Mensch käme auf die Idee, zu fragen, wie oft man am Tag den Strom einschaltet. Und ich denke, dass es in Zukunft darauf hinauslaufen wird, dass das Netz einfach da ist, so wie Strom heute.


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    Ich entziehe mich dem Internet ja auch nicht.


    Offensichtlich ;-)


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    Klar. Es geht mir ganz allgemein um den Stellenwert, den Menschen anderen Menschen zubilligen. Da ist meine subjektive Empfindung, dass dieser rapide gesunken ist. Ich habe jeden Tag mit Menschen zutun in der Altenpflege und lerne dabei einen großen Kreis hinter meinen Patienten kennen. Ich maße mir da auch an zu sagen, dass die Menschen heute miteinander anders umgehen, als vor 5 Jahren. Das wird vielmals nur noch auf das Nötigste reduziert. Eltern (Oma/Opa) <-> Kinder (Eltern) <-> Enkel (Kinder)


    Wobei ich da eher einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel sehe, den ich weniger auf das Internet beziehen würde.


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    Das zieht sich letztlich auch durch weitere Schichten. Wir unterstützen Kinder und Jugendliche beim Umgang mit Medien. Selbst da erfahren wir das täglich.


    Bei "Wir" im Sinne von "Wir als Gesellschaft" möchte ich opponieren. Die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen ist m.E. deutlich ausbaufähig. Das liegt sicherlich auch an überalterten Lehrerkollegien in den Schulen, die sich irgendwann aus der Entwicklung ausgeklinkt haben. Das soll jetzt nicht als Vorwurf gegen die Lehrer zu verstehen sein (da gibt es genug anderes zu bekritteln), sondern als ganz normaler Prozess des Älterwerdens. Irgendwann macht man einfach nicht mehr jeden Mist mit. Eine kurzfristige Patentlösung habe ich da jetzt leider auch nicht, zumal die bisherige Medienerziehung (ich spreche jetzt nur aus eigenen Erfahrungen) im geisteswissenschaftlichen Bereich angesiedelt war bzw. ist und die Technikaffinität dieser Lehrer doch eher unterdurchschnittlich war, womit das Kompetenzgefälle in der Klasse häufig verkehrt ist. Und im Elternhaus sieht es von der Altersstruktur prinzipbedingt ähnlich aus.


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    Ein Mensch hat heute einen Informationsinput pro Tag, den ein Mensch im 5. Jahrhundert in seinem Leben hatte. Nur so als Anmerkung ;) Und klar selektieren wir. Aber nicht jeder kann das und geht irgendwann darin unter.


    Ganz so krass würde ich das Verhältnis nicht ansehen, auch wenn die Lebenserwartung damals kürzer war. Das Filtern ist aber Teil der Medienkompetenz die dringend gelehrt werden muss.


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    An dieser Stelle auf Android und iOS.


    Also meine Androiden funktionieren auch offline wunderbar. Kalender und so werden lokal gehalten und bei der nächsten Möglichkeit synchronisiert. Bei Google Maps kann man mittlerweile Kartenbereiche im Voraus herunterladen. Der Rest meiner Nutzung basiert ohnehin auf dem Internet, weswegen ich mittlerweile eine kleine Sammlung ausländischer SIMs habe.


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    Sorry für das OT ;)


    Och, tokwa hatte die Thread-Idee und jetzt hier die Ethikdiskussion ausgerufen. Also alles noch On Topic. :p

    Re: Re: Unser Nehmercredo - grenzenlos?


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    Original geschrieben von KleinerMarcel
    Ich bin ein Gegener von ständiger Mobilität und bin auch der Meinung, dass man das nicht braucht.


    Ich akzeptiere deine Gegnerschaft, aber ich möchte mir nicht anmaßen darüber zu urteilen, was "man" braucht. Ich bin seit 1996 im Netz unterwegs und habe mich sehr an die Ubiquität dessen gewöhnt und möchte dies nicht mehr missen. Umgekehrt mache ich jedoch niemandem einen Vorwurf, wenn er oder sie der Meinung ist, sich dessen zu entziehen, bzw. es auf ihre eigene Art und Weise zu nutzen. Aber ich möchte mir nicht von außen vorschreiben lassen, was ich in meiner Eigenschaft als "man" brauche. Das weiß ich selbst besser.


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    Ansonsten sollten wir uns wieder mehr dazu besinnen, die wahren Dinge im Leben wahrzunehmen und zu genießen.


    Was die genießenswerten "wahren Dinge im Leben" eines/einer jeden einzelnen sein sollen, möchte ich jetzt auch nicht von außen beurteilen. Der Unterschied liegt darin, das Netz jederzeit nutzen zu können im Gegensatz dazu, es nutzen zu müssen. Ich kann den großartigen Sonnenuntergang über dem Meer voll und ganz genießen und trotzdem ein Foto davon machen und es twittern. Natürlich ist es aus meiner Sicht schade, wenn jemand einen solchen Moment nicht mitbekommt, weil das neueste Facebookvideo wichtiger ist. Trotzdem akzeptiere ich diese Wahl und versuche den nächsten Sonnenuntergang schmackhaft zu machen.


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    Diese ständige Informationsflut wird uns irgendwann an den Zusammenbruch bringen.


    Da bin ich anderer Meinung. Die Informationen haben schon immer existiert und die Einführung von Tageszeitungen, Radio und Fernsehen in der Vergangenheit haben die verfügbare Informationsmenge jeweils vervielfacht, ohne dass irgendetwas zusammengebrochen wäre. Natürlich hat sich die Menge an verfügbarer Information durch das Internet noch ein weiteres Mal vervielfacht. Wenn die Informationsverarbeitungskapazität erschöpft ist, liegt es an, besser zu filtern. Und das machen wir im Prinzip schon ewig. Beispielsweise lese ich hier auch nur bestimmte Teilforen und selbst da nicht alle Threads, weil es zu viel Zeit kostet.


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    Desweiteren sollten die User darauf drängen, das Telefone auch Offline nutzbar sind. Das ist bei gewissen Betriebssystem ja teilweise unmöglich.


    Worauf genau zielst du ab? Bislang hat noch keines meiner Telefone bei Nichtverfügbarkeit einer Internetverbindung die Zusammenarbeit verweigert.

    Re: Unser Nehmercredo - grenzenlos?


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    Original geschrieben von tokwa
    Wo führt dieses Nehmercredo hin? Langsam an die Grenzen (siehe "Drosselkom-Debatte")?


    Mal ein eher "netzethischer" Anstoß. (Will nicht wissen, wie schnell dieser Thread nach unten absackt). Ist halt nicht ganz so angesagt, fürchte ich. :(


    Ich bin der Meinung, dass hier ein grundsätzliches Missverständnis vorliegt. Erstens möchte ich nicht über die Internetnutzung anderer urteilen, zweitens ist der Löwenanteil der Netzbetreiberkosten vollkommen unabhängig von der übertragenen Datenmenge! Eine (e)NodeB kostet in der Anschaffung immer gleich viel, egal ob ich mit ihr viele oder wenige Daten übertragen will, die Lizenzkosten für die Frequenzen sind auch schon bezahlt. Die Stromkosten sind vollkommen unerheblich, sobald das erste Mal die Klimaanlage anspringt. Die Traffickosten liegen im Großhandelsbereich im deutlich einstelligen Centbereich pro GB. Von daher ist es für den NB nahezu unerheblich, wieviel Datentraffic im Endeffekt anfällt. (Die Festnetzdrossel hat sich die Telekom nur deswegen ausgedacht, um bei datenintensiven Inhalteanbietern zusätzlich die Hand aufhalten zu können. Kapazitätsprobleme gibt es nicht, vor allem nicht bei der Telekom.)


    Und bevor hier die Shared-Medium-Keule geschwungen wird: Das ganze Internet ist ein Shared-Medium. Der DSL-Anschluss hinter der ersten Vermittlungsstelle auch. Wenn alle Teilnehmer an einem DSLAM gleichzeitig einen Speedtest machen würden, würden alle ziemlich dumm aus der Wäsche gucken. Und die 3-Netze machen es vor, dass hohe Netzqualität und die Verfügbarkeit von echten Flatrates zu deutlich günstigeren Preisen als bei uns Hand in Hand gehen. (Ja, three.co.uk hat eine Grenze bei 1000 GB pro Monat, wobei die auch eher technischer Natur sein dürfte) Und nu?


    Die hiesigen Grenzen sind allesamt künstlich eingezogen und führen zu den beeindruckenden Renditen der NB, die es sich in ihrem Oligopol ziemlich gemütlich gemacht haben.

    Wobei ich den geplanten LTE-Ausbau ausschließlich in den Dortmunder Außenbezirken ein wenig in Zweifel ziehen würde. (Also nicht, dass in den Außenbezirken gebaut werden soll, sondern dass sonst nichts kommen soll) Angesichts der Tatsache, dass meine Haus- und Hofnode in Alt-Dorstfeld die Tage auf 7,2 MBit (vermutlich sogar mehr, da ich mit 14,4er-Hardware auf 6,8 MBit netto komme, was schon verdächtig nah am Tariflimit liegt) aufgebohrt wurde und da kein dicker Indoor-Planungs-Blob auf der Karte zu sehen ist, glaube ich, dass da noch mehr in der Pipeline ist. Außerdem kann (und will) ich mir nicht vorstellen, dass die Innenstadt komplett ausgespart werden soll.

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    Original geschrieben von Senfdazugeber
    An Grenzübergängen, Häfen und Flughäfen sollten immer alle Netze mit maximalem Pegel zur Verfügung stehen.


    Die Sache mit den Grenzübergängen würde ich anzweifeln. Sogar an Autobahnen! Bspw. ist mit O2 am Autobahngrenzübergang Elmpt/Roermond (de <-> nl) an der A52 (de) nicht wirklich etwas anzufangen. Wie es mit den anderen aussieht, weiß ich nicht, aber abgesehen von der Autobahn und Wald gibt es da auf einigen Kilometern genau nichts. Nach Ansicht der Karte der BNetzA ist der erste Sender überhaupt erst einige km landeinwärts in Elmpt, also dürfte es da bei allen schwächeln. Und auch die britische 3-Versorgung reicht leider nicht ganz bis Calais ;-)


    Wobei mich das Thema Roaming Steering persönlich auch eher weniger tangiert, denn für die Länder, in denen ich mich mehr oder weniger regelmäßig aufhalte (at, be, it, nl, uk) habe ich geeignete lokale Karten für den Datentraffic und ein zweites Telefon für Telefonie via Roaming und da ist es mir dann herzlich egal, welches Netz ich gerade nutze.

    Mal was Positives von O2. Nachdem ich gerade gewohnheitsmäßig einen Speedtest gemacht hatte, wollte ich erst meinen Augen nicht trauen, aber auch der zweite Versuch bestätigte einen unerwarteten Rausch der Geschwindigkeit. 6,8 MBit netto sind meines Erachtens etwas ziemlich neues in Dortmund. Der Ping liegt mit 89ms auch erfreulich niedrig für Hardware, die kein HSPA+ beherrscht (und außerdem ziemlich überfordert mit Android 4.2 ist)

    Ich weiß schon, was Roaming Steering ist, nur der Ursprungspost ist m.E. verwirrend und widersprüchlich formuliert.


    Auf welche Frage bezieht sich deine Vermutung? Auf die nach dem Motiv des aufnehmenden Gastgebernetzes passt sie nicht. Und sie wenden auch Mittel und Wege an, um Roaming Steering seitens des originären Netzbetreibers zu unterbinden, s. das verlinkte Patent. Und ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass die EU-Netzbetreiber noch Verträge untereinander haben, deren Konditionen noch vor der Regulierung vereinbart wurden. Innerhalb einer Gruppe (VF, TM, O2, Orange, 3) gehe ich davon aus, dass sich gegenseitig nahezu bzw. überhaupt nichts berechnet wird.