Beiträge von el_emka

    Re: Unser Nehmercredo - grenzenlos?


    Zitat

    Original geschrieben von tokwa
    Wo führt dieses Nehmercredo hin? Langsam an die Grenzen (siehe "Drosselkom-Debatte")?


    Mal ein eher "netzethischer" Anstoß. (Will nicht wissen, wie schnell dieser Thread nach unten absackt). Ist halt nicht ganz so angesagt, fürchte ich. :(


    Ich bin der Meinung, dass hier ein grundsätzliches Missverständnis vorliegt. Erstens möchte ich nicht über die Internetnutzung anderer urteilen, zweitens ist der Löwenanteil der Netzbetreiberkosten vollkommen unabhängig von der übertragenen Datenmenge! Eine (e)NodeB kostet in der Anschaffung immer gleich viel, egal ob ich mit ihr viele oder wenige Daten übertragen will, die Lizenzkosten für die Frequenzen sind auch schon bezahlt. Die Stromkosten sind vollkommen unerheblich, sobald das erste Mal die Klimaanlage anspringt. Die Traffickosten liegen im Großhandelsbereich im deutlich einstelligen Centbereich pro GB. Von daher ist es für den NB nahezu unerheblich, wieviel Datentraffic im Endeffekt anfällt. (Die Festnetzdrossel hat sich die Telekom nur deswegen ausgedacht, um bei datenintensiven Inhalteanbietern zusätzlich die Hand aufhalten zu können. Kapazitätsprobleme gibt es nicht, vor allem nicht bei der Telekom.)


    Und bevor hier die Shared-Medium-Keule geschwungen wird: Das ganze Internet ist ein Shared-Medium. Der DSL-Anschluss hinter der ersten Vermittlungsstelle auch. Wenn alle Teilnehmer an einem DSLAM gleichzeitig einen Speedtest machen würden, würden alle ziemlich dumm aus der Wäsche gucken. Und die 3-Netze machen es vor, dass hohe Netzqualität und die Verfügbarkeit von echten Flatrates zu deutlich günstigeren Preisen als bei uns Hand in Hand gehen. (Ja, three.co.uk hat eine Grenze bei 1000 GB pro Monat, wobei die auch eher technischer Natur sein dürfte) Und nu?


    Die hiesigen Grenzen sind allesamt künstlich eingezogen und führen zu den beeindruckenden Renditen der NB, die es sich in ihrem Oligopol ziemlich gemütlich gemacht haben.

    Wobei ich den geplanten LTE-Ausbau ausschließlich in den Dortmunder Außenbezirken ein wenig in Zweifel ziehen würde. (Also nicht, dass in den Außenbezirken gebaut werden soll, sondern dass sonst nichts kommen soll) Angesichts der Tatsache, dass meine Haus- und Hofnode in Alt-Dorstfeld die Tage auf 7,2 MBit (vermutlich sogar mehr, da ich mit 14,4er-Hardware auf 6,8 MBit netto komme, was schon verdächtig nah am Tariflimit liegt) aufgebohrt wurde und da kein dicker Indoor-Planungs-Blob auf der Karte zu sehen ist, glaube ich, dass da noch mehr in der Pipeline ist. Außerdem kann (und will) ich mir nicht vorstellen, dass die Innenstadt komplett ausgespart werden soll.

    Zitat

    Original geschrieben von Senfdazugeber
    An Grenzübergängen, Häfen und Flughäfen sollten immer alle Netze mit maximalem Pegel zur Verfügung stehen.


    Die Sache mit den Grenzübergängen würde ich anzweifeln. Sogar an Autobahnen! Bspw. ist mit O2 am Autobahngrenzübergang Elmpt/Roermond (de <-> nl) an der A52 (de) nicht wirklich etwas anzufangen. Wie es mit den anderen aussieht, weiß ich nicht, aber abgesehen von der Autobahn und Wald gibt es da auf einigen Kilometern genau nichts. Nach Ansicht der Karte der BNetzA ist der erste Sender überhaupt erst einige km landeinwärts in Elmpt, also dürfte es da bei allen schwächeln. Und auch die britische 3-Versorgung reicht leider nicht ganz bis Calais ;-)


    Wobei mich das Thema Roaming Steering persönlich auch eher weniger tangiert, denn für die Länder, in denen ich mich mehr oder weniger regelmäßig aufhalte (at, be, it, nl, uk) habe ich geeignete lokale Karten für den Datentraffic und ein zweites Telefon für Telefonie via Roaming und da ist es mir dann herzlich egal, welches Netz ich gerade nutze.

    Mal was Positives von O2. Nachdem ich gerade gewohnheitsmäßig einen Speedtest gemacht hatte, wollte ich erst meinen Augen nicht trauen, aber auch der zweite Versuch bestätigte einen unerwarteten Rausch der Geschwindigkeit. 6,8 MBit netto sind meines Erachtens etwas ziemlich neues in Dortmund. Der Ping liegt mit 89ms auch erfreulich niedrig für Hardware, die kein HSPA+ beherrscht (und außerdem ziemlich überfordert mit Android 4.2 ist)

    Ich weiß schon, was Roaming Steering ist, nur der Ursprungspost ist m.E. verwirrend und widersprüchlich formuliert.


    Auf welche Frage bezieht sich deine Vermutung? Auf die nach dem Motiv des aufnehmenden Gastgebernetzes passt sie nicht. Und sie wenden auch Mittel und Wege an, um Roaming Steering seitens des originären Netzbetreibers zu unterbinden, s. das verlinkte Patent. Und ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass die EU-Netzbetreiber noch Verträge untereinander haben, deren Konditionen noch vor der Regulierung vereinbart wurden. Innerhalb einer Gruppe (VF, TM, O2, Orange, 3) gehe ich davon aus, dass sich gegenseitig nahezu bzw. überhaupt nichts berechnet wird.

    Ich kann dir zugegebenermaßen nicht ganz folgen, zumal du dir den Link zu umtslink.at auch gespart hast...


    Ich fasse mal zusammen, was ich mir zusammengereimt habe:


    o2-cz (prepaid) und VF-DE wenden Roaming Steering an, o2-de nicht. (soweit, so gut)


    Netzbetreiber betreiben roaming steering (einen Satz zuvor negierst du das für o2-de noch, oder meinst du zwei verschiedene Sorten? Netze SIM-seitig als "verboten" zu markieren, ist m.E. kein steering)


    Ein ausländischer Betreiber hat gegenüber Roaminggästen (und auch eigenen Kunden) immer das Motiv: Geld verdienen. Oder meintest du ein Motiv, irgendetwas spezielles zu tun? Davon hast du nämlich nichts geschrieben... Ansonsten hat die Telekom wohl etwas gegen roaming steering ausländischer Anbieter (mutmaßlich nicht bei eigenen Unternehmensteilen) und hat sich dazu ein Softwarepatent eintragen lassen: http://www.patent-de.com/20080214/DE102006033327A1.html

    Unmengen an Hintergrunddiensten, die im Ausland das O2-EU-Smartphone-Day-Package gegen frühen Nachmittag an die Wand fahren lassen. Internetradio, zuweilen das Notebook mit integriertem UMTS-Modem nutzen, weil das Internet auf der Arbeit Mucken macht oder ich im Garten bin (Green IT!). Im Resultat 3,5 bis 5 GB pro Monat. Gebucht sind 5 GB.