Beiträge von 1160

    Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel
    Die Netzneutralität wird schon im Bereich Festnetz heiß um- oder genauer gesagt bekämpft - den Mobilfunkern hat aus irgendwelchen dunklen Gründen noch nie jemand Einhalt bei ihrem Treiben geboten. Bei den Tarifen nicht, und bei Netzneutralität auch nicht.


    Das liegt vermutlich auch an der Bundesnetzagentur. Die besitzen ziemlich wenig kfm. know how. Wer mal mit denen zu tun hatte weiß, wovon ich rede. Spätestens wenn es darum geht wieviel Gewinn als Netzbetreiber angemessen ist, kommen die mächtig ins Schleudern. Da werden dann irgendwelche Gutachten produziert, in denen auf 3/4 der Seiten die Methode beschrieben wird, aber warum ihre Lieblingsmethode CAPM gewählt wurde wird dann auf 2 Seiten abgehandelt.

    Das ist aber branchenübergreifend immer so. Gemäß der 20/80-Regel für Unternehmen mit vielen tausenden Kunden bringen 20% der Kunden 80% des Gewinns. Der Großteil der Kunden, nämlich die restlichen 80%, bringen nur 20% der Kohle und werden minimalst abgespeist,damit das Geschäftsmodell überhaupt noch aufgeht. Und jeder von uns kleinen Privatkunden gehört im Regelfall zu denen, die abgespeist werden - da braucht sich niemand einer Illusion hingeben. So läuft es schon, seitdem der erste Ford T in Serienfertigung vom Band lief. Massenvermarktung schließt vollständige Bedürfnisbefriedigung der Kunden ex definitione aus.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Und man kann das Angebot ja auch etwas ausweiten: Den Fehler das der Laden zu einem chaotischen Allwarenladen wird, darf man nicht machen, weil die Kunden finden das unserioes und abschreckend. Aber so Sachen wie Festnetztelefone, WLAN Router, Notebooks, Tablets, Drucker, Fotodrucker, Tintenpatronen und Toner koennte man schon ins Angebot nehmen.


    Das bringt auch nichts, außer vielleicht Toner und Farbe. Ansonsten hast Du garantiert das auf Lager, was die Kunden gerade nicht wollen. Übrigens muss man das Sortiment auch einkaufen, mit Kommissionsware wird da nicht viel laufen. Man sollte auch generell die finanziellen Dimensionen des Lagers nicht unterschätzen. Wenn die Ware nicht verkauft wird, bleibt man schnell auf paar Tausendern sitzen. Da bleiben nur Produkte, die mind. 1-2 Jahre aktuell sind, aber ganz sicher keine Notebooks.

    Im Prinzip brauchste nur überlegen, welche Kosten anfallen und wie lange der Laden offen hat.


    Vereinfacht hat das Jahr 365Tage, minus 52 Sonntage gibt es 313 Verkaufstage, runde 10 Feiertage abgezogen kommt man auf 300 Verkaufstage im Jahr. Also 25 Tage im Monat.


    Nehmen wir mal pauschal Gehalt für 2 Leute und Miete in Summe 10.000€/Monat an, sind das 400€ Gewinn, die Tag für Tag kommen müssen. Gewinn, nicht Umsatz. Kommt einen Tag weniger rein, muss es am nächsten Tag/am nächsten Wochenende mehr sein. Analog im Sommer/Winter usw.
    In besseren Zeiten konnte man locker 30-50 Karten am Tag schalten, heute sind 10 schon kaum zu schaffen, ohne prepaid natürlich.

    Zitat

    Original geschrieben von Pidi83
    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.


    Es tut mir übrigens leid, dass ich hier so blöd frage. Ich kann es einfach nicht fassen, dass mir 400€ geschenkt werden, nur weil der Vermittler den Vertragsantrag an die Telekom schickt, anstatt, dass ich ihn selber an die Telekom schicke. :)


    Ich denke, ich werde jetzt bestellen...


    hier mal just for fun ein Mietangebot für einen Laden in 1A Lage, nur damit Du mal siehst, was eigentlich von der Provision so alles bezahlt werden muss, wenn es offline läuft :)


    http://www.immobilienscout24.de/expose/60895977

    Die Frage ist, wieviel sie an Dir verdient haben. Wenn Du nur Schnäppchen gekauft hast, vermutlich gar nichts ;)
    Und selbst wenn sie geratene 5% verdienen, sind das bei 5536€ runde 275€. Davon kannst Du noch Abschriften für Retouren abziehen und vermutlich noch 5€ je Hotlineanruf und vom Menschen bearbeitete email. So gesehen ist man als Kunde ziemlich schnell ziemlich uninteressant.