Beiträge von lisari

    Die vergeblichen (also abgelehnten) KK-Anfragen verschlechtern den Score. Auch ein neu eröffnetes Giro verschlechtert den Score.
    Der Score war aber sicher nicht der einzige Grund, warum BC das Limit gesenkt hat. Vermutlich sind diese Schufa-Meldungen mit einer Analyse der KK-Nutzung in den letzten Monaten zusammengetroffen (die macht vermutlich ein Umsatz-Algorithmus). Dieser Algorithmus hat dann angeschlagen, dass keine nennenswerte Nutzung stattgefunden hat, keine Teilzahlung stattfand, nur Barabhebungen bzw. Lastschriften erfolgten. In Kombination mit der Verschlechterung der Scores hat dieser Auswertungsalgorithmus dann "Alarm" ausgelöst und als "Vorwarnung" das Limit herabgesetzt.
    Hätte der Algorithmus stattdessen bspw. festgestellt, dass in den letzten Monaten gute Umsätze gemacht wurden und/oder Teilzahlung in Anspruch genommen wurde (was ja satte Gewinne für BC bedeutet), wäre evtl. gar nichts passiert, außer dass die motl. Kreditangebote zunächst schlechtere Zinsen haben und dann ab einer gewissen Score-Tiefe ganz ausbleiben.


    Dass Herbert aber nun auch noch trotzdem die "Fix-Kredite" angeboten kriegt, lässt darauf schließen, dass die Score-Werte eben nicht so schlecht sind (und das sind sie ja auch nicht), sondern noch irgendeine andere Auswertung damit zusammengetroffen ist.


    Es sind aber nur Vermutungen von mir, ich stelle mir einfach vor, wie ich das Risikomanagment programmieren würde, wenn ich den Algorithmus nach den Vorgaben von BC programmieren würde.


    Gruß
    Lisa


    Kundenbindung


    Die anderen Einnahmequellen wurden schon genannt/stehen in der Preisliste. Bei Amazon kommt in meiner Erinnerung hinzu, dass Lottoumsätze und Geldtransfers wie Bargeldabhebeung bepreist werden.


    Ich denke nicht, dass das jemand bei der Amazon Visa nutzt, außer einmal versehentlich, bis er es gemerkt hat. Damit macht die Bank sicher keinen Gewinn. Außerdem, sind die Bargeldabhebungen und die bargeldähnlichen Umsätze auf 1.000€ pro Monat begrenzt, egal wie hoch der Verfügungsrahmen ist, also wollen sie damit eigentlich kein Geld verdienen, sieht eher aus wie eine Notfalloption, die aber mit hohen Gebühren "bestraft" wird.

    Zitat

    Das Cashback sind Peanuts.


    Das ist mir eben nicht klar. Du sagst, die Bank zahlt quasi bei jedem Karteneinsatz drauf. Die 2% bei Amazon-Umsätzen kann ich noch nachvollziehen, die trägt Amazon, quasi als Rabatt.
    Aber woher nimmt die Bank die 0,5% auf sonstige Umsätze, für die sie ja kräftig werben. Die müssen sie ja ausschütten zusätzlich zu den Prozcessingkosten, die Sie laut Deiner Angabe bei jeder POS-Zahlung "drauflegen". Dass Amazon die Umsätze außerhalb von Amazon irgendwie "bezuschuss", kann ich nicht vorstellen. Wie rechnet sich denn das?


    Gruß
    Lisa

    Richtig, die Banken zahlen bei reinem Umsatz drauf. Und verdienen nur an anderen Dingen (GG, Teilzahlung, Währungsumrechnung, Geld abheben usw.).


    Wie rechnet sich das eigentlich noch bei den Cashback-Kreditkarten, also etwa der Amazon Visa, für die LBB. Ab einem gewissen Umsatz kostet sie keine Grundgebühr, Cashback wird für die Grundgebühr verrechnet. Über diesem "Grenzumsatz" bringt sie ja noch Cashback. 2% bei Amazon und 0,5% bei allen anderen Händlern? Es ist außerdem eine reine Charge-Karte, an Zinsen wird also auch nichts verdient. Teilzahlung und Geldabheben werden zwar angeboten, Geldabheben ist aber auf 1.000 € im Monat begrenzt, obwohl es sauteuer ist (daran will man also offenbar nichts verdienen). Teilzahlung müsste man erst explizit umständlich einschalten und nach der Tilgung wieder ausschalten, denke nicht, dass das irgendjemand macht. An den Zinsen wird da offenbar auch nichts verdient bzw. hat man offenbar kein Interesse an Teilzahlern, sonst wäre es nicht so umständlich, das erst einzuschalten und wieder auszuschalten.
    Also woran verdient die LBB bei dieser Karte? Kriegt sie irgendwie Provisionen von Amazon? Oder wie funktioniert das noch?


    Gruß
    Lisa


    Ich hoffe, es wird nicht irgendwann eine Zwangsumstellung erfolgen.


    Nein, habe ich noch nicht erlebt. Barclay belässt bei den Bestandskunden die alten Produkte (bisher waren die alten immer die mit schlechteren Konditionen) zu den alten Konditionen. Evtl. wird ein Wechsel auf das Neuprodukt angeboten, dabei werden jedoch das KK-Limit und die Zahlungseinstellungen in der Regel nicht "angefasst".


    Im Bekanntenkreis hat jemand noch immer das Classic Double, das es schon seit dem New Double (das inzwischen selbst eingestellt ist) nicht mehr gab. Die Bedingungen sind die alten geblieben. Mit einem solchen Alt-Produkt macht man Änderungen im allgemeinen Preisverzeichnis mit, nicht jedoch Änderungen in den produktspezifischen Eigenschaften.


    Beispiel: Die Alt-Karten können den Überweisungsservice und die Zahlungspläne zu den derzeit im Preisverzeichnis gültigen Konditionen nutzen. Ihre Spezialmerkmale der alten Karten (Jahresgebühr, Barabhebungen nicht kostenlos, Versicherungen) bleiben jedoch unberührt.


    Gruß
    Lisa

    Im Januar 2018 habe ich bei der noris ein Giro eröffnet und vor kurzem eine Mastercard bei der PSD Nürnberg. Evtl. habe die immer wieder mal in der Schufa geschnüffelt und sich etwas zusammenfantasiert.


    Wenn man sich die kostenlose Schufa-Auskunft holt, sieht man, dass Barclays etwa alle 2 bis 3 Monate Bankenscores abruft. Evtl. haben die auch ein Art "Premium-Updateservice", so dass sie eine Mail kriegen, wenn sich in irgendeinem Kundenkonto etwas tut (z.B. eine neue Mastercard/neues Konto beantragt wird). Jedenfalls kann man vermutlich davon ausgehen, dass diese Neueröffnungen den Bankenscore verschlechtern, so dass BC auf jeden Fall bei der nächsten "turnusmäßigen" Abfrage den schlechteren Branchenscore sieht.


    Wenn ich mal spekuliere, wird in dem Fall ein Algorithmus im System angestoßen, der die Umstäze des Kunden etwa unter (für BC) gewinnrelevanten Gesichtspunkten auswertet, also etwa:

    • Welche Beträge hebt der Kunde bar ab (hohe = gut oder niedrige = schlecht)?
    • Wie oft werden niedrige Beträge abgehoben?
    • Wie oft wurden Lastschriften gezogen (an denen BC nichts verdient)?
    • Hat der Kunde die Teilzahlung eingeschaltet oder steht das Konto auf 100% Rückzahlung?
    • Hat der Kunde wenigstens einmal die Teilzahlung genutzt? (z.B. um eine größere Ausgabe über 2 Monate zu strecken)
    • Hat der Kunde eine Gold-Visa aus der Aktion "dauerhaft ohne Grundgebühr"? In dem Fall muss er keine Kaufumsätze machen, um grundgebührfrei zu bleiben.
    • Macht der Kunde Kaufumsätze? Wie viele?
    • Wie viele andere KK hat der Kunde in der Schufa stehen? Welche? Hat er evlt. noch Rahmenkredite?


    Das wären so die Kriterien, die ich mindestens auswerten würde, wenn ich das Auswertungsprogramm von BC programmieren würde.


    Kunden, die nach dieser Liste für BC profitabel sind (z.B. die Teilzahlung nutzen!), wird BC wohl kaum das Limit heruntersetzen, wenn sich die Schufa ein wenig verschlechtert.
    Ist der Kunde mit der schlechteren Schufa jedoch einer wie Herbert, an dem niemals ein Pfennig Gewinn zu erwarten ist, wird halt das Limit gesenkt ...


    Just my 2 Cents,
    Lisa