Zitat
Original geschrieben von Goyale
Ich habe bewußt nur die größten Risiken und mit 1000€ Selbstbeteiligung im Jahr versichert, keinen Heilpraktiker und keine Brille und keine Implantate, kein Chefarzt, kein Einzelzimmer etc. Wenn ich wie schon geschrieben einen bestimmten Spezialist nicht mit Bezahlung nach den allgemeinen Krankenhausleistungen erhalte, dann zahle ich eben drauf. Wenn ich ihn auch so bekomme, dann nicht. Leute mit Chefarztpolice ist das egal, hier Geld zu sparen, weil es die PKV sowieso bezahlt.
Mit dieser "Einstellung" bin ich zum Mini-Preis PKV-versichert, in einer Gruppe von Leuten mit ähnlicher Einstellung zum Thema PKV. Ob das insgesamt langfristig für mich Sinn macht, wird sich noch zeigen.
Ein Problem ist es, wenn man mal wirklich richtig schlimm krank ist und dann im Krankenhaus wissen muss, welche Leistungen man denn nun versichert hat. Hatte ich in der Verwandtschaft: Patient = selbst Arzt, akute schwere Erkrankung, privat versichert. Die Chefärzte im Krankenhaus haben alles Mögliche gemacht. Der Patient konnte vor Schmerzen nicht mehr denken, noch entscheiden. Seine Frau hatte "von den Versicherungsdingen keine Ahnung", hat immer er gemacht (er ist ja Arzt). Er hat zwar überlebt, erhielt jedoch hinterher eine Rechnung von 30.000 € für Sachen, die er nicht versichert hatte, aber in der Situation im Krankenbett unter extremen Schmerzen unterschrieb. (Im Prinzip hätte er vor jeder OP wissen müssten, was das kostet, ob er das jetzt versichert hat, welchen Anteil ...)
Das Ganze hat mir sehr deutlich gezeigt: Wenn das schon ein absolut cooler Typ mit Ahnung von der Materie nicht entscheiden kann, wie will das ein "normaler" PKV-Patient handhaben, vielleicht noch, wenn er im Alter schon etwas dement wird ...
Gruß
Lisa (die auch einen Weg sucht, als Selbstständige wieder in die GKV zu kommen. Es scheint keinen Weg zu geben, ohne dass man seine gesamte Existenz aufs Spiel setzt, indem man sein Gewerbe aufgibt.)