Wenn man ein Netz für alle machen würde, würde die BNetzA sicherlich die Verwendung einer Frequenz von allen erlauben, ähnlich wie bei den weißen Flecken. Und auch dafür sorgen, dass sich 1&1 irgendwie beteiligen kann. Technisch und regulatorisch sollte es klappen. Die frage is eher, ob die sich finanziell einigen können. Die Telekom will ja normalerweise ihr Netz nicht so günstig verkaufen, wie sich das o2 und Vodafone vorstellen. Und 1&1 hat bei den weißen flecken zugesagt, in den letzten drei Jahren aber gar keinen von den versprochenen hunderten neuen Standorten errichtet. Und wer von den 3 oder 4 Netzbetreibern bekommt dann die Roamer zugewiesen? Nicht alle haben Verträge mit allen deutschen Anbietern und müssen somit zu dem richtigen geroutet werden.
Ich kann mir kaum vorstellen dass 1&1 Interesse an GSM hat. Geld wird mit Daten verdient.
1&1 ist ans GSM angewiesen. 4G Roaming bei o2 wird schrittweise in den Städten, die 1&1 versorgen sollte, abgeschaltet. Dann bleibt als Fallback wenn das 4/5G von 1&1 auf den hohen Frequenzen irgendwo nicht geht nur noch 2G.
Von Mitte 2021 bis zur GSM Abschaltung März 2023 lief das gesamte GSM Netz von Sunrise auf 6 Kanälen (1.2MHz für GSM)
Die Standorte haben sich zwar an vielen Orten (z.B bei mir zuhause) gegenseitig gestört, das hat aber keinen dort interessiert.
Das ist nicht vergleichbar. In der Schweiz ist 3G geblieben, dass unvergleichbar mehr Telefonate als GSM übertragen kann und in das sich alle Telefone einbuchen können, die ohne 2G funktionieren.
In Deutschland gibt es (noch) eine Menge Kunden, die kein 4G und/oder kein VoLTE verwenden können (nicht vom gerät unterstützt) oder dürfen (kein VoLTE im Roaming). Das ist wesentlich mehr als die Zahl der Geräte in der Schweiz, die damals nur GSM beherrschten.