Stop!
Das bisherige MBA-MVNO Provider Abkommen von o2 und 1&1 erlaubt(e) die 5G-Nutzung, aber das ist ein Auslaufmodell!!
Da 1&1 als Netzbetreiber gestartet ist, ist es spätestens Ende 2025 generell mit 5G-Roaming vorbei, d.h. dann muss 1&1 das "selbst" hinbekommen oder der Kunde hat halt kein 5G mehr.
Ja, das stand bei Teltarif offensichtlich falsch ("1&1-Drillisch-Kunden mit seinen unendlich vielen Untermarken können aktuell auch 5G von o2 nutzen"). Nur die Kunden der Marke 1&1 können 5G aus dem MBA-MVNO Provider Abkommen nutzen. Die Kunden der unendlich vielen Untermarken "könnten", was den Vertrag betrifft, 5G nutzen, haben aber keinen Zugriff auf 5G weil es 1&1 nicht will und "können" somit 5G aktuell nicht nutzen.
Die Karten mit der IMSI 26203 oder 26207 laufen über das MBA-MVNO Provider Abkommen. Und die Karten mit der IMSI 26223 über das neue Roamingabkommen. Bis Ende 2025 müssen also alle SIM Karten auf 26223 umgestellt sein. 1&1 baut ja keine eigenen Standorte ohne 5G, so dass es dann 5G für die Kunden geben wird, aber (für die Kunden der Marke 1&1) auf viel weniger Standorten als bisher.
Das bedeutet: Neukunden können ab Ende 2023 keine o2-Provider-Verträge mehr bei 1&1 abschließen.
Bestandskunden fliegen bis spätestens Ende 2025 aus den Netzen von Vodafone komplett raus und in o2 sind sie nur noch als Roamer im 2G/4G Netz drin.
Das bedeutet, dass es mit genug Vorlaufzeit vor dem Ende dieses Jahres fast alle bisherigen Tarife von 1&1 und der Untermarken im neuen 1&1 Netz geben muss und diese auch einfach buchbar sein müssen und ohne merkbaren Probleme laufen müssen. Z.B. auch 5G, VoLTE, VoWiFi, die bei vielen Telefonmarken erst freigeschaltet werden wenn der Netzbetreiber das mit dem Telefonhersteller vereinbart. Von den Telefonmodellen, die keine Updates mehr bekommen, werden wohl viele nie 5G, VoLTE, VoWiFi mit einer SIM von 1&1 unterstützen. Falls sich 1&1 nicht beeilt, einige auch nicht beim start der Telefontarife im neuen Netz.
Und dann stünden 11 Mio Kunden vor der Frage, wohin sie wechseln können sollen müssten dürften? 
So ein Anbieter macht nie einfach zu. Es werden zumindest die Kunden mit den Verträgen weiter verkauft wenn nicht das ganze Netz inkl. Kunden. An einen der drei bestehenden Netzbetreiber (soweit mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar) oder an einen Dritten. Es gibt schon einige, die in Deutschland einsteigen würden, wenn die Bedingungen stimmen würden. Wenn die Aktien tief genug fallen, könnte man da Bewegung sehen.