Beiträge von peterdoo

    Deswegen kann man z.B. ORAN von 1&1 nicht als eine Erweiterung von o2-Netz verwenden, wie es hier oft beschrieben wird. Schalter um und aus für ORAN.


    Wo hast du die Zahlen her, peterdoo ? Habe bisher nichts derartiges gefunden.

    Handelsblatt hat schon einige veröffentlicht:


    https://www.handelsblatt.com/t…e-erwaegen/100163829.html


    In Spanien wird noch ausführlicher geschrieben:

    https://www.google.com/amp/s/c…lsa.html%3foutputType=amp


    Einige schreiben, dass entweder in Spanien oder in Deutschland gekauft wird, weil man zwei so große nicht stemmen kann. Telefónica hat in Lateinamerika das meiste schon verkauft. Jetzt ist angeblich Chile dran. Etwas Cash werden die somit schon haben.

    Ja, aber meistens versucht man diese in unterschiedlichen Regionen einzusetzen und nicht Kreuz und quer vermischt.


    Jetzt werden schon konkrete Zahlen bekannt. 5,4 Milliarden soll man für 1&1 ausgeben. Zwischen 25% und 35% mehr als der Börsenwert von 1&1. Davon erwartet man sich Synergien im Wert von 2 bis 7 Milliarden und eine Markterholung (=Preissteigerung für die Kunden).


    Alle 1&1 Kunden sollen wieder von Vodafone zu o2 wandern.

    Vorstellbar wäre ein zusammenlegen des Netzbetriebs wie z.B. Proxymus & Orange in Belgien. Mit O-RAN und vollständiger Virtualisierung wäre dies technisch weniger komplex und ohne Krücken wie MOCN machbar.


    Telekom & Vodafone fangen ja jetzt auch mit O-RAN an, daher könnte Telefonica auf ein eigenes O-RAN Projekt verzichten und ein gemeinsames Netz mit 1&1 bauen. Für 5G Low Latency müssen ja eh alle Stationen Glasfaser bekommen. Mit den 25% Netzabdeckung die 1&1 bis Jahresende erreichen will (und muss) wäre ja schon mal ein Anfang gemacht.


    O-RAN ist halt preislich attraktiv da man nicht von einen Hersteller abhängig ist und standardisierte Technik nutzt. Mit klassischer (proprietärer) Technik gibt es ein Duopol aus Nokia & Eriksson was die Preise hochtreibt.

    Telefónica ist seit der Fusion mit E-Plus damit beschäftigt, das Netz umzubauen. Und jetzt willst du einfach so von Null ORAN auf alles ORAN umstellen? Bei den Netzbetreibern, wo Netzbetrieb zusammengelegt wurde, läuft alles über MOCN. Ohne nennenswerten Probleme. Es gibt nur 3 Netzbetreiber (inkl. 1&1) auf der Welt, die mehr als für Pilotprojekte auf ORAN setzten. Einer ist gescheitert und schaltet alles ab. Rakuten macht hohe Verluste und 1&1 hat auch nichts Gutes zum vorzeigen.


    Wer heute groß auf unausgereiftes ORAN, bei dem es bisher keine größeren Erfolgsprojekte gibt, setzt ist sehr mutig. Und sowas dauert viele Jahre. Wenn mal o2 und 1&1 mit ORAN zusammengelegt sind, haben die anderen schon 6G.

    Ein Kauf von 1&1 (damit es wieder nur drei sind) ist unrealistisch da das Kartellamt dann wieder Auflagen erteilen wird die einen neuen Spieler ins Netz zwingt (wie damals Drillisch bei Telefonica) der die Preise kaputtmacht. Ein RoI sehe ich bei den Kauf nicht.

    Telefónica will aber genau das. Stärkere Netzbetreiber in den einzelnen Ländern.

    Das Geld wäre besser angelegt um einen europäischen Netzbetreiber zu formen der in der gesamten EU tätig ist. Mit Größe bekommt man Einkaufsmacht bei den Anbietern und bekommt bessere Preise.

    Wie willst du sowas anstellen? Die EU-Gesetzgebung ist nicht einmal dazu geeignet, ein Netz über 2 EU-Länder zu spannen. Sowas hat noch niemand geschafft. Es sind alles weiterhin nationale Netze, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Und die mehr als 30 kleinen Netzbetreiber will niemand kaufen oder die sind nicht zum vernünftigen Preis zu bekommen. Wir haben in der EU so große Preisunterschiede, dass niemand europaweite Tarife anbieten kann, ohne dadurch auf eine Menge Kunden zu verzichten. Alles eine Illusion.


    Vodafone war am nächsten dran. Ist aber jetzt dabei in kleine Teile zu zerfallen.

    Die Frage ist dann auch, welche Auflagen man bei solcher Fusion/Übernahme machen würde und wie lange die Genehmigung dauern würde. Als in Spanien Orange und MásMovil zusammen gingen, gab es so viele Auflagen und das Verfahren dauerte so lange, dass alles erst nach 2 Jahren zustande gekeommen ist. Der Markt dort hat sich in 2 Jahren so verändert, dass fast alle erwarteten Synergieeffekte nicht mehr vorhanden sind.

    Ja, genau das, was du schreibst. Ich glaubte, es bedarf keines Kommentars. Open RAN ist anscheinend noch so unausgereift, dass alle, die Tests damit machten, nicht weiter machen wollten. Und die drei (oder zwei), die wirklich daran setzten, konnten nicht beweisen, dass es eine Technologie wäre, die momentan technisch und wirtschaftlich Sinn machen würde. Je weniger bei Open RAN dabei sind, weniger wird dafür entwickelt und weniger Implementierungsfehler oder sogar Konzeptfehler werden augemerzt.


    Vodafone ist sehr mutig, diesen Weg einzuschlagen, außer es handelt sich nur um ein Pilotprojekt.

    Dass es dieser Ablauf ist, sieht man ja durchaus im Auslandsroaming, wo früher bereits einige aus Congstar zB ken 5G im Inland hatten, aber im Ausland.

    Da es aber nur mit der Telekom SIM-Karten passierte und die anderen SIM-Karten bei demselben Netzbetreiber im Ausland nicht ins 5G durften, lag es sicherlich nicht an den Netzbetreibern im Ausland.

    Ja, genau. Ähnlich wie Linux. Was noch bei OS geläufig ist, dass sehr oft keine Rücksicht auf die Rückwärtskompatibilität genommen wird. Neue Version installieren und man darf die Konfig und die APIs anpassen. Es gibt Probleme und man will zurück? Wieder alles rund herum umkonfigurieren. Die externen Pakete müssen eine bestimmte Version haben. Mit einer anderen Version geht meistens gar nichts. Aber gelegentlich will eine Software eine bestimmte Version und die andere Software noch eine ältere Version 🤦🏼‍♂️

    Ja, da man Huawei bereits aus dem Backend-System rausgeworfen hat ist nun das Radionetz dran, wo eben noch viel Huawei verbaut ist.

    Die Tatsache ist, dass Huawei bei Radio und bei Backbone Nokia und Ericsson weiterhin weit überlegen ist. OpenRAN ist vermutlich noch auf einem viel älteren Zustand. Sieht man bei 1&1, wo gelegentlich nicht einmal die Basisfunktionalitäten vernünftig laufen.