Beiträge von Hadraniel

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    Original geschrieben von antworten
    Aber die sog. "Geiz ist geil"-Mentalität kostet eben Jobs.

    Abgesehen davon, daß sich zunehmende Teile der Bevölkerung nur noch mit Geiz über Wasser halten und sich den Luxus von "Premiummarken" und vermeintlich besserem Service nicht leisten können (selbst wenn sie wollten), ist es nicht der Geiz, der in erster Linie Jobs kostet - sondern die Jagd nach Rendite, und der Druck durch "Investoren".


    Mobilfunk ist heute ein übersättigter Massenmarkt, da sind Umsatzrenditen von 40% und mehr einfach nicht auf Dauer zu halten.


    Übrigens, gestern quasi zeitgleich mit der Ankündigung von Entlassungen gabs den Zanox-Newsletter:
    "o2 steigert die Provisionen um bis zu 70%!"

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    Original geschrieben von holmi
    Geh doch demnächst für 68 Euro zu o2 ;-)

    Bevor der Vorstandsvorsitzende sich nicht persönlich bei mir in der Haustüre für das Geschäftsgebahren seiner Firma entschuldigt, und mir die Füße küsst, sind die Premiumblubberer für mich genauso gestorben wie Drillisch, Alphatel, Victorvox und wie sie alle heissen.


    Ich warte derzeit auf die Reaktivierung meiner BASE-SIM-Karte, welche innerhalb der nächsten 24h geschehen soll - dann inklusive Konferenzschaltung.


    Für mein persönliches Nutzungsprofil gibt es keine Alternative zu BASE. Ich brauche die UMTS-Flat, und mein Freundes+Bekanntenkreis ist bis auf wenige Ausnahmen im E+Netz unterwegs.
    Ich denke zzT zwar über die Anschaffung einer (zusätzlichen) T-Mobile-Karte nach, um mal wieder eine Festnetznummer zu haben, aber ohne echte Datenflat wechsel ich nirgendwohin.

    Hallo,


    das ist ja schon ein Ding, was mir heute passiert ist ... normalerweise lassen einen Mobilfunkanbieter nicht aus dem Vertrag, bis die Mindestvertragslaufzeit abgesessen ist. Bei o2 und dem aktuellen Sonderrufnummernbeschiss verweigern sie sogar hartnäckig Sonderkündigungen (und ignorieren, nebenbei, Rücknahme von Lastschriftgenehmigungen).


    An BASE habe ich gestern nachmittag ein Schreiben mit folgendem Text gefaxt:


    Gestern abend schon war meine SIM-Karte inaktiv, ich dachte mir das hängt vielleicht mit der Reaktivierung der Konferenzschaltung zusammen. Als sie eben immer noch inaktiv war habe ich mit der Hotline telefoniert, die mir die Abschaltung bestätigte - und den Fehler einräumte .. jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, daß meine abschliessende Beschwerde im Text auch als fristlose Kündigung interpretiert werden könne.


    Nun, ganz abgesehen davon, daß ich fristgerecht zum Vertragsende (Anmerkung: das ist in ca. einem Jahr) gekündigt habe und Fehler immer passieren können, wundere ich mich gerade doch extrem, daß man einen Kunden einfach so mirnixdixnix vorzeitig aus seinem Mobilfunkvertrag entlässt. Ich zahle immerhin 50 EUR monatlich (mindestens), und das noch ein ganzes Jahr. Das widerspricht jeglicher Erfahrung, nicht nur meiner eigenen, und dem gesunden Menschenverstand.


    Was ist bei BASE los?! :confused:

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    Original geschrieben von wrywindfall
    Liegt das an Kaiserslautern?

    Ich sag mal "auch". Ich komme eigentlich aus dem Rheinland und fahre regelmässig an den Wochenenden auch zurück dorthin (Remagen/Bonn/Köln). Der Sprit ist dort immer deutlich günstiger, im Mittel ganze 5-7 cent.


    Trotzdem geht mir diese Preistreiberei ganz schön auf die Nüsse, als Verbraucher ist man dem auch hilflos ausgeliefert. Die günstigen Tankstellen ziehen natürlich auch immer mit. Einfach mal das Auto stehen lassen ist nur begrenzt eine Option und vor allem keine Alternative.


    Ich habs kürzlich schonmal hier in den Thread reingeschrieben und ich wiederhole das: man sollte als Endverbraucher größere Mengen Treibstoff kaufen, transportieren und lagern dürfen. Das packt das Wurzel (der nicht vorhandene Wettbewerb zwischen den Ölkonzernen) zwar nicht an der Übel, wäre aber schonmal ein Hebel gegen die Abzocke durch die Zwischenhändler.
    Wenn ich dann noch überlege, daß der deutsche Spritpreis im EU-Vergleich inzwischen recht weit vorne liegt .. so mal kurz nach Luxemburg und Sprit für 3 Monate kaufen? Oder auch gleich für die Nachbarn, das ganze Dorf mit?

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    Original geschrieben von Thomas4711
    Sind das Katalogangaben ? Die glaubst du doch wohl nicht wirklich. Schau dir mal an, wie die ermittelt werden. Ein Bekannter von mir hat mir das mal erzählt wie es geht. Das ist fern jenseits des normalen Betriebs eines Fahrzeugs, weil unter festgelegten Bedingungen und Fahrprogrammen auf einem Rollenprüfstand - sprich im Labor.

    Nicht von ungefähr sollte man auf die Katalogangaben stets 1-2 Liter aufschlagen, um einen realistischen Verbrauch zu erhalten.


    Die ECE-Normen zur Verbrauchsermittlung gibts beim [url=http://www.bmvbs.de/Verkehr/Strasse-,1446/KfZ-technische-Vorschriften.htm]BMVBS[/url]: R101 Messung co2 und Kraftstoffverbrauch.
    In Anhang 7 kann man ein paar schöne Graphen sehen, die sich zwar auf Elektroantriebe beziehen, aber die für Verbrennungsmotoren können nicht viel anders sein. Oder TÜV Nord (oben mitte das Bild "Kraftstoffverbrauch 93/116/EWG" anklicken.
    Auf der Autobahn ein winziger Peak über Tempo 120 - und genau da gehts mit dem Verbrauch so richtig los.

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    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus Ist alles wie das "wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Phänomen.

    Genau das.


    bungee1
    zugegeben, der Lupo war bei dem Anschaffungspreis nicht wirklich wirtschaftlich. 10kDM Mehrpreis gegenüber gleichwertigen Fahrzeugen muss man erstmal verfahren.
    Dem A2 dürfte die Optik, die für den cw-Wert geopfert wurde, und die defekte PR nebst Image-Problem für Audi das Genick gebrochen haben. Als A2 Fahrer brauche ich wohl kaum zu schreiben, was ich davon halte daß dieses tolle Fahrzeug zugunsten des Monsters Q7 eingestellt wurde.


    polli
    Neben effizienteren Motoren gibt es vor allem eine Methode, um den Verbrauch zu reduzieren: Gewicht einsparen. Es gibt die alte Faustformel "200kg Gewicht verbrauchen 1 Liter Sprit/100km", die auch heute noch mehr oder eher weniger und natürlich sehr fahrzeug- und fahrstilabhängig gültig ist. Aber Komfort, Sicherheit und leistungsfähige Maschinen wiegen halt, und das fordert seinen Tribut.


    Mit einem ergonomischen Fahrstil (Zügig beschleunigen, vorausschauend fahren, viel Rollen, nicht schneller als 130 etc.) kann man auch 30% Sprit einsparen.


    tobias2k
    2 Liter Hubraum, 170PS ... in einem anderen Geplauderthread sucht jemand einen schnellen Kompaktflitzer.. mit 55PS aus 1.2L würde sich heute kein Mensch mehr begnügen. Warum eigentlich?


    In der Innenstadt von Ampel zu Ampel rasen? Im Stau auf der Autobahn der schnellste sein? Ich "rolle" mit meinem A2 stets 100-130 im Verkehr, hänge mich gern an Reisebusse (~120) dran; in der Stadt drängel ich nicht. Macht 4,3l im Schnitt. Wann immer es die Planung und Reiseroute zulässt, versuche ich Mitfahrer zu finden. Das spart allen beteiligten Geld - und schont nebenbei die Umwelt.



    Dann gibt es noch etwas, worüber ich mich schon seit langem aufrege und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis auch regelmässig diskutiere: der 5. Gang wurde vor vielen Jahren mal als "Spargang" eingeführt, lang übersetzt hinter dem 4. Gang zum gemütlichen Reisen. Mittlerweile ists ein "Beschleunigungsgang" wie die anderen Gänge auch, wohl weil die Leute zu schaltfaul sind, oder auch bei Tempo 160 noch einen Durchzug wie beim Anfahren im 1. Gang erwarten (was auch den Trend zu Maschinen mit mehr Leistung und mehr "Drehmoment" in niedrigen Drehzahlen gleichermaßen bestätigt wie forciert). Inzwischen etabliert sich so langsam der 6. Vorwärtsgang, der 7. ist noch eine Randerscheinung.


    Konkret habe ich in meinem Audi A2 1.4TDI 75PS einen 5. Gang mit 1:0,75 Übersetzung. Damit habe ich Tempo 90 bei 2050 U/min, Tempo 100 bei 2200 U/min und Tempo 130 bei 3000 U/min. Der 90PS TDI A2 hat im 5. Gang 1:0,72.
    Der A2 3L einen extrem langen 5. Gang 1:0,63 der ihm neben extremer Gewichtsreduktion, Start-Stop-Automatik des Motors, Automatikgetriebe und Asphaltschneidern den sensationellen Verbrauch ermöglicht. Bei 2050 U/min hat der A2 übrigens sein maximales Drehmoment (Turbo setzt ab 1800 ein). Das ist es, was in Audi-Foren stets mit "Alle VW PD-Diesel sind zu kurz übersetzt" gemeint ist: für europäische Autobahnen, wo Reisegeschwindigkeiten von über 100km/h gut machbar sind, fehlt eine entsprechende Übersetzung (Verbrennungsmotoren sind bei hoher Last effizienter als im Teillastbereich; ausgenommen FSI im Schichtladebetrieb). Ich verstehe nicht, warum der 5. Gang im Allgemeinen so kurz ausgelegt ist, oder anders, warum der 6. Gang (als extra langer Reisegang) überall eingespart wird.

    Zitat

    Original geschrieben von bungee1
    Als dritter Faktor kommt sicherlich hinzu das die Masse der damaligen Autokäufer nicht wirklich an die Umwelt gedacht hat.

    .. und mal ehrlich, das auch heute nicht tut. Was zählt ist der Preis. Und selbst hier wird zu wenig auf die Gesamtkosten (Anschaffung, Unterhalt+Wartung, Verbrauch, Steuer, Versicherung, Wiederverkaufswert) geschaut. Die "Öko-Fahrzeuge" der letzten Jahre waren alle kommerzielle Flops.


    Ausserdem setzt bei des deutschen liebsten Kind besonders hierzulande regelmässig der Verstand aus - ein Auto ist hier weniger als sonstwo ein Gebrauchsgegenstand. Preiswert in der Anschaffung und evtl. sogar umweltfreundlich soll er sein, dazu günstig im Unterhalt. Aber auf Leistung, Komfort, Sicherheit und Größe will man dann doch nie wirklich verzichten. Da sollte man nicht rumjammern sondern auch zu stehen - und eben zahlen.


    Ich bin ja sehr gespannt wie sich der Loremo - falls er denn wirklich kommt - auf den Markt auswirken und von selbigem angenommen wird. Vielleicht bestücken sie den dann auch bald mal mit einem alternativen Antrieb. Auch wenn die neuen Triebwerke und Fahrzeuge immer weniger Sprit brauchen, ob Diesel, Benzin, Autogas, Erdgas - letztendlich trägt man doch nur zu den Rekord-Milliardengewinnen der Energiemonopolisten bei. Der Weg muß weg davon, hin zu regenerativen und vor allem regionalen Energieanbietern.
    Toll wäre es, wenn man zum Bauern nebenan fahren und da neben seinen Frühstückseiern auch Rapsöl kaufen könnte. Brennstoffzelle, Wasserstoff aus regenerativen Energien, da liest man auch nur alle paar Monate mal was von. Wenn der Liter Diesel erstmal 10 Euro kostet, tut sich da vielleicht mal wieder was ....


    PS: für die Umwelt ist es am besten, ein Fahrzeug (falls es nicht wirklich die allerletzte Dreckschleuder ist) möglichst lange zu nutzen. Für die Industrie ist es am besten, wenn die Kunden sich möglichst bald neue Autos kaufen. Die co2-Panikmache hat da die gleiche Qualität wie die unselige Partikelfilter-Diskussion ...

    Ich wäre inzwischen ja dafür, daß man als Verbraucher mehr als 5 Liter Sprit transportieren und lagern dürfen sollte - das wäre eine deutlich wirksamere Waffe gegen diese abartige Preistreiberei als die gängige Empfehlung, auf die günstigsten (idR freien) Tankstellen auszuweichen.


    Beim Heizöl darf man ja auch Tausende von Litern einlagern, und wenn man clever ist, kauft man das natürlich zu einem günstigen Zeitpunkt. Warum nicht auch bei Benzin? Wenn ich sehe wie viel die Tankstellen mittlerweile bei jedem Furz oder auch einfach nur am Wochenende synchron aufschlagen, kommt mir die Galle hoch.


    PS: War am WE in der Schweiz. Selbst da, wo ein einfacher Döner 6 Euro kostet, ist der Sprit deutlich günstiger.