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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Poroschenko steht aus meiner Sicht mit dem Rücken zur Wand und kann es sich überhaupt gar nicht mehr leisten, auf Zeit zu spielen.
Ich denke, dass die Kiewer Regierung momentan keine andere Alternative hat, als auf Zeit zu spielen. Mit einem Waffenstillstand könnten die eingekesselten Truppen bei Debalzewo gerettet werden. Auch braucht es einige Zeit, bis die 3Mrd-US-Dollar-Waffenlieferungen in der Ukrainischen Armme ankommen.
Da Poroschenko selbst Rüstungfabriken besitzt, hat er natülich auch Interesse daran, da ein Teil der Dollars in seinen Fabriken landen wird. :mad:
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Gibt es jetzt keine stabile Waffenruhe, dürfte das Gebilde Poroschenko alsbald ökonomisch in sich zusammenkrachen...
Waffenruhe ja, aber nur so lange, bis die Armee neu aufgerüstet ist - so wie es auch beim letzten Waffenstillstand geschah.
Dauerhafte Waffenruhe würde den Machterhalt der Kiewer gefährden.
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Erhält die staatliche Armee gar keinen Sold mehr, wir sie sich auch Weisungen aus dieser Richtung nicht mehr unterwerfen. Die Hälfte der Truppe wird das Weite suchen und das restliche Militär wird (in Splittergruppen zerteilt) machen, was ihm gerade in den Sinn kommt. Der Lebensunterhalt wird in solchen Phasen erfahrungsgemäß durch Plünderungen finanziert.
Die Truppe erhält bereits jetzt vielfach keinen Sold und es wird zwangsläufig auch sonst gespart, wo es nur geht. An einen 'Aufstand' derTruppe glaube ich trotzdem nicht. Befehlsverweigerungen, Alkoholismus etc treten ja bereits jetzt flächendeckend zu Tage. Deshalb wurden kürzlich drakonische Strafen beschlossen (bspw.Todesstrafe bei Befehlsverweigerung) und die Reisefreiheit von potentiell Wehrpflichtigen unterbunden.
Man rüstet also bereits auf diktatorische Weise auf.
Schauen wir auf vergangene Kriege, so wurden Soldaten zumeist bis zuletzt zum Kämpfen gezwungen. Ich bin daher wenig zuversichtlich, dass sich das Regime vor innerem Widerstand fürchten müsste. Von sich aus werden die den Krieg nicht beenden
...zumal sie schon aus Machterhalt daran interessiert sind :apaul:
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Nur so ist für mich auch der plötzliche Aktionismus von Merkel und Hollande zu erklären.
Ich denke eher, die beiden haben mittlerweile begriffen, dass uns die US-Regierung in einen Krieg mit Russland treiben will. Deshalb reisten sie auch erstmals ohne 'Erlaubnis' aus Washington. Den Wirtschaftskrieg (Sanktionen) gibt's bereits und an der 'Nato-Speerspitze' (Eingreiftruppe) wird fleißig gestrickt. Jede Friedensinitiative wird, wie damals der deutsch-französiche Friedensvertrag mit Janukowitsch und dem Maidan von den USA torpediert werden. Kerry reiste ja bereits hinterher, um Kiew auf Linie zu halten 
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Auch die USA dürften kein Interesse daran haben, den ukrainischen Staatsbetrieb mit einem höheren zweistelligen Milliardenzuschuss im Jahr am Leben zu erhalten.
Geld scheint hier eher keine Rolle zu spielen. Die 'zweistellige Milliardengröße' ist doch längst überschritten. Hier geht es augenscheinlich um Ideologie.
Beim ersten Mal konnte die EU auf Linie gezwungen werden und der Wirtschaftskrieg (Sanktionen) gegen den Willen der EU durchgesetzt werden.
Jetzt wird sich zeigen, ob der Alleingang von Merkel/Hollande gegen die US-Regierung durchsetzbar ist :apaul:
Edit:
Nato-General Breedlove: "Ich glaube, wir sollten die Möglichkeit einer militärischen Option nicht von vornherein ausschließen"
Wetten, dass mit den Waffenlieferungen natürlich auch 'Militärberater' erforderlich werden :mad:
PS: Eigentlich logisch:
Der Ukraine-Krieg wurde nach jahrelanger Sinnkrise endlich zur neuen Daseinsberechtigung für die Nato.
Frage ich die Frösche, ob ich den Sumpf trocken legen soll.... :apaul: