Beiträge von gts

    Hab gerade zum Thema gelesen:


    Die europäischen Netzbetreiber fordern von den grossen weltweiten Internetkonzernen wie Google, Facebook und Co. eine Abgabegebühr für die Bereitstellung der Netz Infrastruktur.

    https://www.golem.de/news/send…-netflix-2205-165027.html


    Hintergrund von Zerorating soll ja auch sein einen Mechanismus zu finden, um die Internetkonzerne zu kontrollieren und an den Kosten der Netz Infrastruktur zu beteiligen. Dabei soll die Netzneutralität aufgehoben werden, so die Forderung.


    Ich denke das ist eine Sache zwischen den Internetkonzernen und Mobilfunk Netzbetreibern, wo es vielleicht auch ein Ungleichgewicht, Ungerechtigkeiten gibt, das kann ich aber nicht genau bewerten.


    Ich finde wichtig das dieser Konflikt zwischen beiden Beteiligten, vielleicht unter Vermittlung der EU gelöst wird.

    Der Endnutzer hat mit dieser Sache eigentlich nix zu tuen und darf nicht zwischen die Fronten geraten. :/

    D. h. die heilige Netzneutralität darf dafür nicht geopfert werden.

    Aber 3 MBit/s faende ich viel zuviel, denn das wuerde man gegenueber LTE/UMTS Max. garnicht bemerken weil das noch immer fuer 720p bei Videos reichen wuerde. Ausserdem wuerden 3 MBit/s fuer Singlehaushalte oder Rentnerpaare sogar als Festnetzinternetersatz genuegen.


    Denke 1 MBit/s ist da schon eine faire Sache, weil damit dann immerhin Videos auf 360p oder bestenfalls 480p begrenzt werden, und auch eine Nutzung als Festnetzinternetersatz recht unattraktiv ist. Wer sich an das fruehe DSL Zeitalter erinnert weis noch das die Spruenge von DSL768 zu DSL1536 zu DSL3072 doch gewaltig waren.


    Eigentlich wuerde mir sogar die alte web 'n' walk HandyFlat bzw. LTE [USER="47483"]HOME[/USER] Drosselgeschwindigkeit von 384 KBit/s als Drosselgeschwindigkeit reichen. Fuer Facebook, Instagram, Google Maps, Foren, Webradio und Musicstreaming wuerde es immer noch reichen.

    Auf der ersten Seite des Chats merken Anja und Darkhalf noch zusätzlich an das ab 3 Mbits quasi nahezu alles liefe.

    Die Info finde ich interessant und hatte ich noch nicht so aufem Schirm.

    Entschuldigung das ich dazwischenrufe und jetzt weiter im Chat.

    Wird vielleicht nen Mix aus grossen GB Paketen und gedrosselten Unlimitedflats kommen, ähnlich wie das ja O2 hat. :)


    Und als Kombiprodukt aus Festnetz und Mobilfunk dann gegebenenfalls ohne Mbits Begrenzung.

    Da die Leute jetzt durch Zero Rating an unbeschwerte Internetnutzung gewöhnt sind, müsste aber sichergestellt sein, daß das Nutzungsszenario genauso wie bei Zero Rating weiterhin möglich ist. :thumbup:


    Wie bei Caschys in den Kommentaren zu lesen ist, dürfte eine Herabstufung der Leistung allergische Reaktionen hervorrufen. :sleeping:

    Interessant, bei Caschys Blog gibt es eine Umfrage:

    (natürlich nicht repräsentativ),

    wie die Entscheidung des EU Gerichts/Bundesnetzagentur ankommt.


    57 % dafür

    35% dagegen

    8% neutral

    (Stand:jetzt)

    https://stadt-bremerhaven.de/u…-und-der-vodafone-paesse/


    Mal schauen, was so als Nachfolgeangebote kommt,könnte bestimmt spannend werden.


    Schwierig wird wohl auch sein das Kombi Produkt aus Festnetz und Mobilfunk zu integrieren, folgedessen muss das wohl jetzt alles gut überlegt sein.

    Man merkt ja irgendwie die Sorge bei den Mobilfunktarifen bloss keine Konkurrenz zu den Festnetzanschlüssen zu schaffen.

    Was ich mich noch frage ist,

    ob die Entscheidung von der Bundesnetzagentur auch was mit dem Wechsel des Leiters der Agentur zu tuen hat.


    Meine gelesen zu haben, im März sei der Personalwechsel erfolgt,auf Grund der neuen Ampelregierung.

    Der jetzige Chef war ja vorher Leiter der Verbraucherzentrale und damit auch gegen Zero Rating eingestellt.

    Oder ist es mehr so: die Auflagen des Gerichtes mussten zwangsläufig umgesetzt werden, völlig egal wer jetzt grad Leiter war/ist.

    Inwieweit missbrauchen?

    Wo war der Missbrauch bei der Telekom?

    Wenn z. B. die Telekom viele Zugänge ohne Anrechnung des Datenvolumens zulässt/zulies?

    Auf den ersten Blick ist vielleicht Stream one ne gute Sache, weil man gegebenfalls seinen Lieblingsdienst unlimited nutzen kann.

    Sind es Mainstreamingprogramme hat man vielleicht sogar das Glück.


    Das Problem ist nur das die gängigen Dienste hierdurch bevorzugt werden, zum Leidwesen von kl. Firmen, z. B. start up Firmen.

    Die Firmen müssen ja einen Vertrag mit der Telekom machen, den Privatpersonen, kl. Firmen schwieriger erfüllen können.

    Dies hat zur Konsequenz das direkte Wettbewerbsnachteile(Überholspuren für größere Firmen) entstehen.


    Ich hat auch ein nettes Beispiel gelesen:Angenommen ein Hotel aufenthalt ist inkl. Frühstück gebucht, werden die Leute in das kl. Café um die Ecke gehen und dort extra für das Frühstück bezahlen, auch wenn es dort sogar noch besser schmeckt?

    (ähnlich wie das Putinbeispiel)

    Es ist ganz entscheidend das jeder dieselben Chancen hat, dies ist nur fair.

    Bei Stream one war dies nicht gegeben.


    P. S: Die Beispiele hatte ich auch über den in dem Video von oben genannten Herrn mal erfahren.

    Der scheint bekannt zu sein und mir sehr fachkompetent.

    https://epicenter.works/thema/netzneutralitaet

    Toll das es so Menschen gibt, die sich so aufopferungsvoll für Netzneutralität stark gemacht haben.

    Von sowas profitiert die Gesellschaft enorm.


    Kann nur das Verbot begrüßen und sehe das ganz genauso, die Netzbetreiber können eigentlich auch langfristig froh sein über diese Entscheidung.


    Zero Rating ist einfach auch total kompliziert gewesen mit der Anmeldung der Firmen.

    Wie oben im Chat angesprochen ist es die Wahlfreiheit von uns selbst zu entscheiden, welche Inhalte für uns nützlich sind und welche nicht.

    Wenn die Netzbetreiber als Gatekeeper des Internets, quasi als Zensurbehörde uns diese Freiheit verwehren ist dies ein ungerechtfertigter Grundrechtseingriff.

    Das Internet gehört allen.

    Es kann nicht sein das Internetdienstleistungsanbieter von den Netzbetreibern nur nach kommerziellen Gesichtspunkten ausgewählt werden.

    Verständlich das die Netzbetreiber Firmen auswählen, die Ihnen selbst mehr finanziellen Nutzen versprechen.

    Verständlich aber auch das User die ganze Vielfalt des Internets nutzen wollen.

    Welche Firma ist wichtig, welche wichtiger?

    Zu solchen Fragen darf es einfach nicht kommen.

    Es darf keine Überholspuren für größere Firmen geben.

    Ein Internet nur nach kommerziellen Gesichtspunkten darf es nie, nie geben.


    Missgunst, Ungerechtigkeit und Neid ist durch die Ausgrenzung von kl. Firmen entstanden.

    Sind z. B. Bildung, private Homepages, Vereine, Hilfsorganisationen, Sozialverbände wichtig?

    Damit lässt sich schlecht was verdienen...

    Nach kommerziellen Gesichtspunkten wäre es für die Netzbetreiber unlukrativ, könnte also wegselektiert werden.

    Darf es solche Abwägungen geben?


    Warum das Internet zerstückeln?


    Zero Rating führt zur Spaltung, ist Innovationsbremse.

    Wir brauchen genau das Gegenteil:

    Offenheit, keine Diskriminierung, Innovation.


    Bin echt sehr froh das der Quatsch in den Sondermüll kommt.

    Und den soll bloss keiner wieder darausholen, der Müll ist ätzend giftig.

    Eventuell bräuchte man weitere Tarifstufen, und etwas mehr Flexibilität.


    Mein Wunsch sähe so aus. Tarifstufen 200 MB, 500 MB, 2GB, Unlimited. Man bucht ähnlich der Congstar Fairflat was man maximal bereit ist zu zahlen, bekommt aber nur das berechnet was man tatsächlich verbraucht hat. Das ganze dann noch garniert mit deutlich mehr kostenlosen Pausentagen (30 sind viel zu wenig, angesichts von jeweils 52 Samstagen und Sonntagen und immer noch verbreiteter Kurzarbeit), und dann wäre ich dabei.

    tja solche Tarifmodelle finde ich auch gut, allerdings waren schon einige solche da, oder in Ansätzen und sind dann wieder eingestellt worden.


    Bekanntestes wohl die Base Blume von E-plus.

    Gerade auch wenn Pausenfunktionen noch mit eingebaut sind rechnet sich das wohl für die Anbieter nicht.

    Freenet Funk selbst wurde ja auch gestutzt.

    Und im Prepaidbereich geht der Trend zu den Halbjahres bzw. Jahrespaketen.

    Damit will man genau die Pause bzw. Flexibilität unterbinden.


    Weil sich die Modelle offensichtlich für die Anbieter nicht rechnen oder in der Verwaltung zu kompliziert sind denke ich nicht das nochmal nen neuer Anbieter das probieren wird. Davon hat man ja auch nix, wenn es nach ner Weile wieder eingestellt wird.