Zitat
Original geschrieben von rainer610
btt:
beim häuslebauer sind es [...], beim "tuning-freak" sind es [...] und bei mutti ist es [...].
die liste liesse sich ohne ende fortsetzen.imho,es ist zu einfach,das an den transportern festzumachen,erst recht,wenn man die kilometer sieht.
vor nicht allzu langer zeit haben die versicherungen ähnlich "pauschal" urteilen wollen.
nichts desto trotz sollten die hersteller schleunigst die sicherheit dieser fahrzeuge auf vordermann bringen.die mängel sind ja offensichtlich und es darf für sie keine entschuldigung sein,das die fahrer ja schon seit 30 jahren damit klar kommen.an der stelle kann der gesetzgeber auch gern einhaken.
Also meines Erachtens geht da vieles durcheinander und vieles wird miteinander verglichen, was schlecht vergleichbar ist.
Fakt ist, dass sich bereits seit längerer Zeit die Regeln im Fahrerlaubniswesen geändert haben, so dass man, wie früher mit dem 3er, heute nicht mehr mit einer PKW-Fahrerlaubnis Kleinlaster bis 7,5 t fahren darf.
Hieraus lässt sich doch schon folgern, dass der Gesetzgeber nun mal zwischenzeitlich differenziert zwischen Pkws, der Sprinterklasse und Kleinlastwägen um die 7,5 t. Wenn der Gesetzgeber schon diese Differenzierung vornimmt, tut er dies nicht ohne Hintergrund. Hintergrund ist, dass die besagte Sprinterklasse durch einen enormen Leistungszuwachs und die dadurch schnellere Fortbewegungsweise heute an weit mehr Unfällen beteiligt ist, als früher.
Da nun im Fahrerlaubniswesen diese Differenzierung schon Einzug gefunden hat, ist es nur zwangsläufig, daß auch in anderen Bereichen wie beim Thema Tempolimit diese Tendenz fortgesetzt wird. Die derzeitige Diskussion ist doch nur Vorgeplänkel, die Änderungen werden kommen und sie kommen auch zurecht. Erstens aufgrund der Erfahrungen in Sachen Unfallhäufigkeit und zweitens ist es auch meine subjektive Meinung.
Es reicht auch meines Erachtens nicht aus, die Sicherheitsaspekte bei den Modellen in der Sprinterklasse zu verbessern. Das bringt dem Kleinwagenfahrer gar nichts, wenn ihm ein Sprinter mit 160 Sachen ins Heck rauscht, der Fahrer des Sprinters bedingt durch ein High-Tech Sicherheitskonzept aus seinem Sprinter aussteigt und "war da was?" fragt, er selbst jedoch kaum eine Überlebenschance hat. Es ist mal relativ untechnisch gesprochen zuviel Masse, mit einem zu hohen Schwerpunkt zu schnell unterwegs. All dies kann kein Sicherheitskonzept ausgleichen.
Mein subjektiver Eindruck bestätigt die Notwenigkeit eines Tempolimits. Ich bin selbst fast 10 Jahre lang (während der Schule und dem Studium im Nebenjob) mit MB-Bussen, Sprintern, Peugeot-Bussen usw. unterwegs gewesen. Dabei hatte ich eilige Ersatzteile für Baustellen zu liefern und zum Teil auch bei der Montage zu helfen. Ich habe die Entwicklung der Motorleistung miterlebt und finde 120 oder 130 km/h Höchstgeschwindigkeit sind für Fahrzeuge der Sprinterklasse doch ausreichend. Ab ca. 160 km/h ist ein Sprinter ein Geschoss, welches bei einer Vollbremsung (Stauende hinter der Kurve) selbst mit geringer Zuladung und richtiger Verzurrung nur sehr schwer zu kontrollieren ist. Ich bin T4-Busse und Fiat Ducatos mit 2,5 l Turbo-Diesel-Motoren gefahren, die liefen über 180 km/h (mit Aluleitern auf dem Dach) und ich hatte dabei nicht den Eindruck im Notfall bei dieser Geschwindigkeit sicher abbremsen zu können.
Ich bin für ein Tempolimit für diese Fahrzeugklasse.
Z.
EDIT um mal gleich vorzubeugen:
Ich halte mich nicht für einen weit überduchschnittlichen Autofahrer. Dadurch, daß ich bereits zur Schule mit dem Pkw mußte, zur Uni erst recht und meist auch zum Windsurfen mit dem Pkw mehrfach jährlich zu Urlaubszielen (Südfrankreich, Skandinavien, Italien) unterwegs war, bin in keinem Jahr seit ich die Fahrerlaubnis habe, allein mit meinem eigenen Pkw unter 25.000 km gefahren. Hinzu kommen eben noch die Fahrten im Nebenjob. Daraus leite ich eine gewisse Erfahrung bei mir selbst ab und habe obige Erfahrung geschildert.