Beiträge von Senfdazugeber

    Hol Dir einen Huawei E3372 aus der Bucht. Dort sind zwei lettische Verkäufer, die die Dinger um die € 40 anbieten und bereits zu tausenden verkauft haben, da die dortigen Netzbetreiber sie extrem günstig im Paket mit prepaid SIM-Karten vertickt haben.
    Was Antennen angeht, bedenke folgendes: Erstens brauchst Du für LTE wegen MIMO zwingend zwei Antennen. Zweitens dämpft jeder Zentimeter Antennenkabel das Signal, sodaß Du die Antennenkabel möglichst kurz halten solltest. Drittens ist es oft auch effizient den Stick mit einem USB-Verlängerungskabel ans Fenster zu führen statt teure Antennen zu verwenden.
    Vom Vodafone K5005 (alias Huawei E398) würde ich dringend abraten, denn der ist hoffnungslos veraltet, was sich nicht nur in niedrigerer LTE-Kategorie, sondern v.a. in geringerer Empfangsempfindlichkeit äußert.

    Zitat

    Original geschrieben von kofferroland
    Dennoch hat Mobilcom die Debitel übernommen.

    Freenet (und nicht Mobilcom) hat seinerzeit Debitel in einer Nacht-und-Nebel-Aktion übernommen um eine Übernahme durch United Internet abzuwenden. United Internet hatte im Januar 2008 ihre Anteile an der freenet AG über die mit Drillisch gemeinsam gehaltene MSP Holding GmbH auf 24,52 %, also knapp unter der Schwelle, die zu einem Übernahmeangebot verpflichtet hätte, erhöht und wollte abwarten bis die sechsmonatige Frist des § 4 WpÜG-AngVO endet um dann einen Übernahmepreis unter dem Preis der Vorwerbe vom Januar anbieten zu können. Während dieser sechsmonatigen Frist hat man dann schnell Debitel übernommen, damit den Unternehmenswert und damit den potentiellen Übernahmepreis erhöht und gleichzeitig die Beteiligung der MSP Holding GmbH verwässert. Das war seinerzeit ein ziemlicher smarter Zug von freenet, wenngleich sich die meisten Aktionäre im Nachhinein sicherlich eine Übernahme gewünscht hätten, denn im August begann die Lehman-Krise.

    UI wird niemals Frequenzen ersteigern und ein flächendeckendes neues Netz aufbauen. Das ist völlig abwegig und widerliefe ihrer bisherigen, überaus erfolgreichen Strategie sich auf den Vertrieb zu konzentrieren und den Netzbetrieb anderen zu überlassen.
    Was ich mir vorstellen könnte, ist daß sie künftig LTE-U-Femtozellen in die CPEs ihrer DSL- und FTTH-Kunden integrieren, wodurch sie einen Teil des Datenverkehrs auf diese eigene sehr kostengünstige Infrastruktur verlagern könnten.
    Dazu gehe ich davon aus, daß O2 Deutschland noch in schwieriges Fahrwasser gerät. Abgesehen von der verkackten Netzfusion wird das Fehlen einer Festnetzinfrastruktur spätestens bei 5G noch große Probleme verursachen, denn die immer zahlreicheren und zugleich immer kleineren Zellen werden per Faser angebunden werden und das anderswo zuzukaufen, erzeugt allerhand Reibungsverluste. Das wird O2 zu einer wie auch immer gearteten Annäherung an UI zwingen - ob das eine vertragliche Partnerschaft bleibt oder auch hier eines Tages Beteiligungen oder gar Übernahmen erfolgen, ist noch offen.

    Bin gerade in Budapest und in keinem der LTE-Netze der beiden Roaming-Partner T-Mobile HU (216-30) sowie Telenor HU (216-01) klappt der CSFB.


    Bin ich bei T-Mobile HU bekommt der Anrufer einfach die Abwesenheitsansage und das Telefon (Oneplus 3) bleibt einfach im LTE-Netz.


    Bin ich bei Telenor HU bekommt der Anrufer ebenfalls die Abwesenheitsansage, allerdings fliegt mein Telefon aus dem Netz sobald ein Anrufversuch unternommen wird und der CSFB erfolgen sollte.


    SMS bekomme ich aktuell in beiden LTE-Netzen nicht. Wechsele ich manuell auf 3G läuft alles.


    Mit meiner weiten SIM-Karte (Vodafone DE) dagegen habe ich keine Probleme mit Anrufe im LTE-Roaming bzw. CSFB.


    Schon am Samstag (6.5.) hatte ich das Problem, daß ich mit meiner O2-Karte zwar in Österreich problemlos Datenroaming samt LTE nutzen konnte, in Ungarn das Datenroaming aber in keinem der LTE-Netze lief. Nach meiner telefonischen Reklamation blieb der versprochene Rückruf der O2 Techniker natürlich aus.
    Inzwischen geht das Datenroaming wieder in den ungarischen LTE-Netzen, dafür ist nun aber, wie oben beschrieben, die Telefonie weg sobald man in einem LTE-Netz in Ungarn roamt.


    Bin jedenfalls heilfroh mit meiner geschäftlichen SIM-Karte zu Vodafone gewechselt zu sein.

    Zitat

    Original geschrieben von Filderstädter
    Genau, disziplinieren. Toll.

    Ja, das ist toll, denn je mehr Kunden sich gegen so etwas wehren, desto eher wird Drillisch solche Aktionen unterlassen.


    Zitat

    Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zur Ersparnis.

    Der Aufwand ist minimal und im übrigen soll es auch Menschen geben, die den Aufwand nach BRAO abrechnen können. ;-)


    Du raffst es einfach nicht. Im übrigen bin ich nicht einmal Drillisch-Kunde, sodaß mich die Geschichte persönlich nicht tangiert. Mich stört allerdings derartige Übervorteilung von Verbrauchern grundsätzlich und ich habe in mindestens fünf Fällen bereits für erfolgreiche Abmahnungen durch Verbraucherschutzorganisationen gesorgt. Und nochmal: ja, das finde ich toll.

    Zitat

    Original geschrieben von surfkiller20
    Da ich selbst kein Kunde bei WinSIM bin:


    Hat denn jetzt mal einer in die AGB geschaut wie dort die Punkte Preiserhöhung und (Anspruch auf) Roaming geregelt sind? Gerade wer einen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit hat, sollte dies mal prüfen.

    Da wirst Du nichts finden. Preiserhöhungsklauseln sind nur dann zulässig und wirksam, wenn es für den Verbraucher ohne weiteres nachprüfbar ist, aufgrund welcher Einzelkosten Preissteigerungen möglich sein sollen und wie sich diese im Einzelnen entwickeln. Im vorliegenden Fall müßte Drillisch bereits bei Vertragsschluß die Kalkulationsgrundlage und Einkaufskosten offengelegt haben und ebenso darlegen, wie sich diese nun verändert haben sollen, damit eine Preiserhöhung wirksam werden könnte.
    Im übrigen soll die Preiserhöhung bereits ab 1. Mai greifen, also vor Wegfall der Roaminggebühren, sodaß sie sich gar nicht alleine auf die ausbleibenden Roaminggebühren berufen können.
    Aber tatsächlich berühmt sich Drillisch gar keiner Preiserhöhungsklausel, sondern dient eine Vertragsänderung an, die durch Schweigen wirksam werden soll.