Beiträge von Senfdazugeber

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    Original geschrieben von nrw2016
    Trotz der bedampften Schreiben funktioniert im ICE, ja sogar im Flugzeug GPS.

    Im Flugzeug funktioniert GPS übrigens nicht wegen der Dämpfung so kacke (die Scheiben dämpfen kaum), sondern es ist der fehlende Reflektor namens Erdboden, der die Signalakquise so erschwert. Ein Fensterplatz auf Höhe der Flügel, die als Reflektor der GPS-Signale dienen, bringt übrigens gleich viel besseren GPS-Empfang.

    Re: Erschließung Campingplatz


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    Original geschrieben von steffenbrueckner
    DSL (über Satellit) stellt sich uns an Punkt A

    Per Satellit? Wieviel Datenvolumen habt Ihr denn da zur Verfügung und wieviele Gäste soll das versorgen?


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    a) Könnte man, gesetzenfalls die TAE Dosen in Punkt B sind irgendwie mit den TAE Dosen in Punkt A verbunden, ein DSL Signal über die Kupferkabel der TAE-Dosenleitung von Punkt A nach Punkt B senden?

    Ja, das geht. Dafür gibt es spezielle xDSL-Bridges wie z.B. die folgenden Geräte:

    Eleganter wäre natürlich Glasfaser zu verlegen.


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    b) Wie könnte man herausfinden, ob die TAE Dosen in Punkt A mit den Dosen in Punkt B verbunden sind? Indem man eine Spannung anlegt und schaut, ob sie ankommt oder gibt es dazu perfidere Mittel?

    Spannung anlegen ist wohl der einzige Weg, aber jage da nicht zu starken Strom durch die Leitung damit Du keine Hardware an irgendwelchen portentiellen Abzweigen kaputt machst. Eleganter ist so ein Leitungssuchgerät: http://www.ebay.de/itm/Kabelsu…ea7bc6:g:zPAAAOxyRuJTlsgL


    Am einen Ende schließt Du den Tongeber an und mit dem Suchgerät kannst Du dann den Leitungsverlauf aufspüren indem Du es einfach an die mutmaßliche Leitung hältst (man muß also nichts abisolieren - bloße Berührung der Plastikspitze des Suchgerätes mit der fraglichen Leitung genügt). Wenn Du die richtige Leitung erwischst, hörst Du Gedudel. Allerdings sind Geräte in dieser Preisklasse nicht sonderlich empfindlich, genügen aber für solche Fälle meist.


    Darf ich abschließend fragen, in welcher Region sich der Campingplatz befindet? Die Beschreibung erinnert mich nämlich an einen bekannten Fall.

    Österreich: LTE-Roaming bei T-Mobile läuft


    Heute früh konnte ich im LTE-Netz von T-Mobile Österreich roamen:

    Ich war sowohl in obiger LTE1800-Zelle als auch in einer LTE800-Zelle eingebucht.


    Einen Speedtest konnte ich aufgrund knappen Datenvolumens nicht durchführen, aber wie vor 10 Tagen berichtet, habe ich mit meiner O2 on Business XL SIM-Karte in Los Angeles die 1 Mbps deutlich überschritten.

    Geringer Datendurchsatz kann bei LTE auch andere Gründe als unzureichende Backhaul-Kapazität oder die Auslastung der Luftschnittstelle haben. Insbesondere Interferenzen von benachbarten Zellen können die Bandbreite massiv drücken. Wenn die X2-Verbindung zwischen benachbarten eNodeBs eine hohe Latenz (>5ms) aufweist oder womöglich überhaupt nicht existiert, kann die Bandbreite dramatisch einbrechen. Gerade bei neuen eNodeBs ist es wahrscheinlich, daß noch keine X2-Schnittstelle zu allen umliegenden Zellen vorhanden sind.
    Hierzu vertiefend empfehle ich das folgende Paper (insbesondere Seite 8): http://cbnl.com/sites/all/file…/files/Backhauling-X2.pdf

    Zunächst einmal bekommt man bei IPv6 keine Adresse, sondern einen Präfix zugewiesen, innerhalb dessen Deine Netzwerkgeräte IPv6-Adressen annehmen.
    Die Telekom und deren Reseller (z.B. 1&1, GMX, web.de, Congstar) vergeben standardmäßig weiterhin IPv4-Adressen und optional zusätzlich IPv6-Adressen (als Kunde einer United Internet Marke muß man die IPv6-Unterstützung beispielsweise erst manuell in der FritzBox aktivieren).
    Wenn man IPv6 aktiviert bekommt man üblicherweise ein /56er-Netz zugewiesen. Damit sind rund 4,7 Trilliarden (das sind 21 Nullen) Adressen möglich. Dieser Präfix/Bereich ändert sich analog zur IPv4-Adresse täglich.
    Deine IPv6-fähigen Netzwerkgeräte generieren aus dem vom DHCP-Server zugewiesenen IPv6-Präfix eine individuelle IPv6-Adresse. Grundsätzlich war die Konzeption dabei gem. EUI-64 die MAC-Adresse des jeweiligen Gerätes zu verwenden. Zum Zwecke der Anonymisierung weichen viele Betriebssysteme einschließlich Windows ab Version 7 jedoch hiervon ab und bestimmen die höherwertigen Oktette zufällig und wechseln sie zudem automatisch in unregelmäßigen Abständen.
    Folglich ändert sich also nicht nur alle 24h Dein Präfix, sondern auch die individuellen IPv6-Adressen ändern sich binnen dieser Frist.
    Solange die IPv6-Adressen zufällig generiert werden (und nicht aus der MAC abgeleitet sind), halte ich IPv6 jedenfalls für weitaus unbedenklicher als einen Internetanschluß über Kabeldeutschland oder Unitymedia, die ihren Kunden wochen- wenn nicht monatelang mit derselben IPv4-Adresse surfen lassen. Diese und der user agent des Browsers erlauben ein viel umfangreicheres Tracking als IPv6 unter obigen Voraussetzungen.


    Einen neuen Präfix kannst Du ganz einfach durch Verbindungstrennung beziehen (in der FritzBox einfach im Online-Monitor "neu verbinden" klicken) und die individuelle Geräte-IPv6 wechselst Du unter Windows am einfachsten durch kurzes de- und reaktivieren der jeweiligen Netzwerkverbindung.

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    Original geschrieben von MarcoNürnberg
    Stimmt, in Tübingen gibt es im Unigelände auch nen einsamen LTE2600 Sender - auch der fehlt....

    Meinst Du den hier? Der steht nicht auf dem Unigelände (in Tübingen gibt es auch gar keinen Campus, da die Unigebäude über die ganze Stadt verteilt sind), sondern das ist ein über 50m hoher Stahlmast am Stadtrand, was den Standort noch exotischer macht. Effektiv bringt der übrigens auch nur outdoor Abdeckung.

    Mein Galaxy S5 DuoS (SM-G900FD) beherrscht von den amerikanischen LTE-Bändern nur Band 5 (850) und 2 (1900), sodaß ich neben AT&T's LTE-Netz nur noch das von Verizon gefunden habe, wo allerdings kein Einbuchen möglich war. Da T-Mobile aber im LTE-Band 4 (2100/1700, sog. "AWS") funkt, konnte ich dort keinen Einbuchungsversuch unternehmen.

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Ausserhalb Europa erzeugen Roamingkunden wohl nicht viel Traffic weil die Roamingpreise so horrend sind.

    Ja, noch ist das so. Aber bei meinem o2 Business Vertrag gilt mein inklusives Roamingvolumen beispielsweise auch in den USA.


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    Und innerhalb Europa sind die Kosten nicht zu hoch, das es wirklich eine Rolle spielen wuerde.

    Ja, innerhalb Europa sollte das Home Routing unter 50ms bleiben. Aber wenn wir bald mit (semi-)autonomen Autos unterwegs sind, die ständig sicherheitsrelevante Bewegungs- und Verkehrsinformationen austauschen (sog. floating car data), wird Latenz selbst in dieser Größenordnung aufgrund des Sicherheitsaspekts relevant.


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    Bei Google ist die Latzenz nicht so wichtig, weil die Seite ja nicht viele Elemente enthaelt.

    Es kommt nicht auf die Anzahl der Dateien einer HTML-Seite an. Da hat man bei rund 500ms Latenz zwar auch eine Verzögerung, weil man zuerst 500ms auf den HTML-Code wartet und der Browser dann mit nochmaligen 500ms Verzögerung erst die Grafiken und anderen per HTML eingebetteten Elemente runterlädt, aber das ist noch verkraftbar. Wirklich ätzend wird solch eine hohe Latenz bei Serverinteraktionen wie z.B. durch Ajax, also beispielsweise die automatischen Vorschläge, die Google beim Tippen eines Suchbegriffs aufführt. Aber auch bei scheinbar regulären Websites kommt heute ganz viel Ajax zur Anwendung um kontextabhängigen Content oder solchen von Drittanbietern nachzuladen (z.B. eine Google Map, die auf einer Seite eingebunden ist).
    Aber hohe Latenz macht sich v.a. auch bei Apps bemerkbar, die oft noch mehr als Websites Daten mit entfernten Servern austauschen. Beispielsweise Suchvorschläge bei der Texteingabe oder Kartenkacheln, die Google Maps beim Vergrößern/Verkleinern und Verschieben des Kartenausschnittes nachlädt.
    Eine recht eindrückliche Demonstration, wie sich eine hohe Latenz auf diverse Online-Anwendungen auswirkt zeigt folgendes Video von O3b, die eine Satellitenkonstellation im Mittleren Erdorbit (MEO) betreiben, wodurch sie die Latenz gegenüber geostationären Satelliten von rund 600ms auf 120ms senken können:
    https://www.youtube.com/watch?v=UVMSp8DkWIA


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    Wichtig ist die Latenz vorallem bei Sachen wie Skype, oder auch Websites die sehr viele Elemente (wie kleine transparente PNG-Grafiken als Abstandhalter) haben.

    In Echtzeitkonversationen nimmt man Latenz ab ca. 300ms als störend wahr. Bei einem Skypeanruf von Kalifornien nach Hause wird die Latenz - egal ob mit home routing oder local breakout bei rund 200-300ms liegen. Störend würde es aber, wenn ich bei home routing mit einem Gesprächspartner in Kalifornien telefonieren würde - bei dann rund 500ms hat man dann eine spürbare Verzögerung, die irritiert und den Gesprächsfluß hemmt. Da ich regelmäßig mit einer per geostationärem Satellit angebundenen entlegenen Insel telefoniere, kann ich davon ein Liedchen singen.
    Das mit transparenten PNG ist aber irrelevant. Erstens waren es transparente bzw. sog. blinde GIFs, die man früher verwendete um Elemente auf HTML-Seiten exakt zu positionieren, zweitens ist dieser Trick schon seit HTML4 (ab 1997) überflüssig (denn da gab es dann <div> mit der Möglichkeit der pixelgenauen Positionierung) und drittens hat man damals immer nur ein und dieselbe Datei (ich habe sie immer blind.gif genannt) verwendet, die dann in derseleben HTML-Datei mehrfach mit verschiedenen height- und width-Werten eingebunden. Die Datei wurde also nur einmal geladen und selbst wenn sie mehrfach geladen würde, ist das unkritisch solange sie statisch in der HTML-Datei eingebunden ist.