Beiträge von Senfdazugeber

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    Original geschrieben von marco5
    In welchen Tarifen gibt es da Multicards? Man kann davon ausgehen da Drillisch eigenständig ist das die Änderungen dort nicht greifen.

    Falsch. Drillisch hat keine eigenständige Netztechnik sondern nutzt die O2 Infrastruktur mit, sodaß deren Kunden mit Sicherheit auch von der Umstellung betroffen sind.

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Geht nicht anders, weil ja immer der APN vom Heimatnetz genutzt wird.

    Das geht schon, aber wird aus diversen Gründen noch nicht implementiert.


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    Local Breakout ist nur theoretisch spezifiziert aber fraglich ob es wirklich kommt.

    Es wird kommen sobald die Transportkosten die Implementierungskosten übersteigen.


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    Doof find ich nur das der Ping so hoch ist. Das sollte trotzdem dem Routing besser gehen. Max. 80ms innerhalb des Funknetz und Gast-Corenetz + max. 40ms fuer das WAN-Routing ins Heimatnetz also max. 120ms sollten nicht ueberschritten werden.

    In 120ms kommst Du selbst bei kürzester physischer Route nicht von LA nach Frankfurt. Das kürzeste transatlantische Kabel, Hibernia Express, hat eine Latenz von 58,95ms, die kürzeste mir bekannte Route von New York nach LA hat 69ms und von London nach Frankfurt braucht man auch nochmal 12ms. Das sind also 140ms pro Strecke oder 280ms für den roundtrip. Mit der Latenz im RAN landen wir dann bei >300ms. Allerdings entzieht sich das Routing über das Internet (also praktisch der gesamte Rückweg von Deutschland in die USA) weitgehend der Kontrolle des heimischen MNO und überhaupt dominieren im Internet ökonomische Erwägungen das Routing und nicht die Latenz.


    So zeigt folgender traceroute von meiner O2 SIM zu einer IP-Adresse von TimeWarnerCable in Südkalifornien, daß O2 trotzdem sie über die Konzernmutter bis nach Kalifornien kämen (Netzkarte) den Traffic schon in Frankfurt (Hop 7) aus der Hand geben und dadurch Zeit verlieren, obwohl es on-net rascher ginge:


    Mit obigem Routing vom o2 PDN-Gateway zurück in die USA und einer Latenz von rund 240ms wären wir also selbst bei kürzester Home-Routing Route von LA nach Frankfurt bei 380ms.
    Was ich nicht getestet habe (weil man den Testserver bei der Speedtest-App nicht frei wählen kann), ist die Bandbreite und Latenz zu einer Gegenstelle in Deutschland. Da wird das Home Routing womöglich gegenüber einem potentiellen local breakout im Vorteil sein, allerdings kommt heutzutage der Großteil des Traffics aus CDNs, die ihre Server über den Globus verstreuen. Den Traffic von Google, Facebook, Akamai und Konsorten aus Deutschland zu holen, wenn man ihn auch aus Kalifornien bekommen könnte, macht offensichtlich wenig Sinn. Ob ich beim Skypen oder beim Zugriff auf spiegel.de 100ms verliere wäre mir egal, wenn meine Google-Suchanfragen in 20ms statt 500ms beantwortet würden.
    Insofern halte ich den Vorteil des Home Routings bei Kommunikation mit Gegenstellen in der Heimat für vernachlässigbar.

    Kurz vor meinem Heimflug habe ich noch mehrere Speedtests am Flughafen von Los Angeles durchgeführt, u.a. diesen:



    Offenbar wird nicht mehr auf 1 Mbps gedrosselt - im LTE-Netz fielen die Testergebnisse allerdings nicht so eindeutig aus. Dort erreichte ich nur rund 1,5 Mbps, was ich auf die örtliche Auslastung zurückführe.
    Der beschissene Ping kommt durch die unnötige doppelte Kontinental- und Atlantiküberquerung. Hoffentlich implementiert O2 auch langsam mal einen local breakout für den Internetzugang.

    Diese Phänomen hatte ich auch mal bei meinem Huawei P6. Das liegt aber nicht daran, daß sich Apps etwa über die Systemeinstellungen hinwegsetzen könnten, sondern daran, daß die CPU überlastet ist, dadurch der für die Datenverbindung zuständige Daemon lagged und zu spät die Datenverbindung kappt.

    Das ist auch Blödsinn. Cyanogenmod hat keinen Einfluß auf den Audio-Codec, weil das alles auf Ebene des proprietären Radio ROMs geschieht und man betriebssystemseitig weder eine API noch andere Einwirklungsmöglichkeiten auf den Codec hat.

    Nun gut. Wenn das Modem eigentlich ein Router ist, dann nutzen meine Hinweise natürlich nichts. Daß Du dem vermeintlichen Modem bereits Zugangsdaten gefüttert hattest, habe ich überlesen.


    Entweder Du stellst das Versatel-Gerät in einen reinen Modem-Modus sodaß die Linksys-Kiste über das Modem die PPPoE-Verbindung herstellt oder Du beläßt das Versatel-Gerät im Router-Modus und machst mit dem Linksys folgendes:
    Unter Setup > Basic Setup > DHCP Server wählst Du "disabled" damit die Linksys-Kiste keine IP-Adressen mehr an angeschlossene Geräte verteilt (denn das macht bereits der Versatel-Router) und danach steckst Du das LAN-Kabel auf Seiten der Linksys-Kiste in einen der vier LAN-Ports statt in den mit "Internet" gekennzeichneten WAN-Port.

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    Original geschrieben von cem_kara34
    In dem Zusammenhang wären mal Reichenweitenrekorde auf der Ostsee / Nordsee bei den Vodafoe GSM
    extended Range Zellen interessant, mit welchem TA Wert man eine Verbindung aufgebaut hat.
    TA 63 = 35 KM (normale Konfiguration)
    TA 126 - 70 Kilometer. (halbe Kapazität, extended Range)
    Vodafone hatte solche Zellen wohl vor Jahren mal konfiguriert, um die Küstengebiete etwas "flächiger" zu versorgen.

    Das TA kann keinen Wert über 63 annehmen, weil das schlicht nicht spezifiziert ist und kein Handy mit mehr als 233 µs Zeitvorsprung senden kann. Bei diesen reichweitengesteigerten GSM BTSen wird einfach auf jeden zweiten Timeslot verzichtet, sodaß jeder Teilnehmer praktisch noch in den nächsten, bewußt freigehaltenen Timeslot reinsenden kann, sich das Zeitfenster also auf 466 µs verdoppelt, wodurch eine Reichweite von 70km möglich wird. Das ist also streng genommen gepfuscht und bedeutet zwangsläufig, daß sich die Kapazität des Kanals halbiert, da man nur 4 statt 8 Timeslots nutzen kann. Deshalb setzt man sowas auch nur dort ein, wo man wenig Gesprächsaufkommen hat.


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    Gibts bei UTMS so etwas wie Timing Advance ? Wie schauts bei LTE aus ?

    Bei UMTS gibt es kein TA weil das ein reines CDMA-Verfahren ist (was in Australien in der Praxis Überreichweiten von bis zu 200km ermöglicht) und bei LTE kommt TA wieder zum Einsatz, wodurch eine Maximalreichweite von rund 100km erreichbar ist (hierzu siehe http://howltestuffworks.blogsp…time-alignment-timer.html).