Beiträge von Senfdazugeber

    Gestern habe ich in bei meiner Fahrt mit einem ICE3 durch Frankreich festgestellt, daß die intrain-Repeater der Deutschen Bahn das 900MHz-Band offenbar so breitbandig verstärken, daß der gesamte 5MHz breite UMTS-Träger durchkommt:


    UMTS900 wäre also auch eine Möglichkeit sofort die Mobilfunkversorgung in Zügen zu verbessern, ehe die Bahn ihre Repeater zur Unterstützung der LTE-Frequenzbänder upgradet.

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    Original geschrieben von meisterroerig
    Warum baut man nicht 3g als Dualbandsender! Der kleine Umkreis bekommt 2100 und der große 900.
    Hat man bei GSM doch auch gemacht. 900 er und 1800er auf enen Standort.

    Das macht man doch praktisch auch überall, wo UMTS900 verwendet wird. Im übrigen geht bei UMTS auch inter-band carrier aggregation, sodaß Träger auf 900 und 2100MHz zu einem logischen Kanal zusammengefasst werden können und eine Lastabwehr nach 2100MHz stattfindet.
    Zufälligerweise habe ich erst vorhin hier in Georgien bei Magti (282-02) ebensolches inter-band DC-HSPA+ gesehen, bei dem Träger in Band 1 und 8 gebündelt wurden. Leider bin ich gerade wieder Tiflis, wo anscheinend kein UMTS900 existiert, sodaß ich keinen Screenshot des Samsung Nemonitors (*#0011#) liefern kann.

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    Original geschrieben von MarkusMeissner
    ...seitdem die Leistung der Nodes vor ca. 1,5 Jahren reduziert wurde.

    Was ist das denn für eine Behauptung? Kann schon sein, daß stellenweise die Sendeleistung abgesenkt wurde um entweder im Zuge der Netzverdichtung Interferenzen abzumildern oder aber um im Falle von LTE-Aufrüstung die Grenzwerte für den Standort einzuhalten. Mitnichten gab es aber eine generelle Absenkung der Sendeleistung aller UMTS-Standorte.


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    Wo LTE 800 anliegt, ist die Indoor-Versorgung meist deutlich besser.

    Gratulation zu dieser Erkenntnis! Übrigens wird man aber auch bei LTE800-Standorten im Zuge der Netzverdichtung noch die Sendeleistungen herunterfahren müssen und dann wird es auch wieder Gebiete geben - nämlich am Zellrand zwischen bestehender und neuer eNodeB -, wo die Feldstärke dann nachläßt. Deshalb bastelt Tante T auch an sog. Inter-Sector MIMO: http://www.teltarif.de/telekom…besserung/news/61365.html

    Freunde der Funktelefonie,


    Das Problem bei VoLTE ist weniger die Konfiguration, sondern, daß VoLTE über den Baseband-Prozessor laufen muß damit es nicht den Akku leerfrisst (mehr dazu unter http://mobilesociety.typepad.c…ck-into-the-baseband.html).
    Damit man die entsprechenden Logiken in Silizium gießen kann, muß der Standard aber erst einmal tadellos funktionieren und das tut er nicht. Bis heute ist beispielsweise noch nicht abschließend spezifiziert, wie VoLTE im Roaming gehandhabt wird. Hierzu gibt es zwei Ansätze, nämlich RAVEL und S8HR.
    Bei RAVEL erfolgt ein local break-out, sprich Anrufe verwenden direkt vom visited network vermittelt, was allerdings eine komplexe Interaktion zwischen den IMS Komponenten im home network und visited network erfordert.
    Da das sicherlich nicht so bald implementiert werden kann, gibt es den Vorschlag namens S8HR bei dem einfach alle Gespräche direkt zum heimatlichen IMS-Netz getunnelt werden. Damit allerdings ist kein CSFB mehr möglich, was insbesondere mit Hinblick auf die Notruffunktionalität aber auch die allgemeine Benutzererfahrung höchstproblematisch ist. Hierzu vertiefend:
    https://www.nttdocomo.co.jp/en…vol15_2/vol15_2_037en.pdf


    Solange dieses und zahlreiche andere Probleme nicht gelöst sind, wird es keine vernünftige VoLTE-fähigen Baseband-Chips geben und ohne die keine VoLTE-Telefone für die breite Masse.

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    Original geschrieben von chefkoch01
    Warum sollte man in eine alte Technologie (wie UMTS) noch einmal massiv Geld investieren und sogar eventuell bisher reine GSM Standorte dann per Glasfaser oder breitbandigem Richtfunk anbinden...

    In den allermeisten Fällen trägt der Glasfasernetzbetreiber die Kosten der Faserverlegung, die er sich dann über die Monatsmiete vom Mobilfunkbetreiber zurückholt. Da ist jedenfalls nicht so viel Geld im Spiel, wie man annimmt. In bereits versorgten Gebieten, zahlen die Mobilfunker übrigens nur um die € 500 pro Standort und 10G Glasfaser-Kapazität zum nächstgelegenen NNI.


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    um dann nur 5-10 MHz UMTS zu schalten ?

    Warum nicht? 5MHz wird man noch für GSM benötigen und die spektrale Effizienz von UMTS in seiner höchsten Evolutionsstufe ist nur unwesentlich geringer als LTE (zumindest solange man auf 4*4 MIMO verzichtet, was sowieso kein Handy unterstützt).


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    Von eventuellen Techniktausch etc mal ganz abgesehen.

    Was Ihr scheinbar nicht versteht, ist daß die Hardware nur einen kleineren Teil der Kosten für Netzausrüstung darstellt. Vielerorts stehen auch bereits Single-RAN (e)NodeBs, mit denen man nach Antennenmontage sofort LTE senden könnte. Was nun aber wirklich teuer wird, sind die Lizenzgebühren für jede eNodeB, die man in Abhängigkeit von ein paar Parametern regelmäßig zahlen muß.


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    Dann passt das auch mit DSL via Funk, Hybrid und Mobilfunkkunden etc alles prima ohne Engpässe.

    Die findest Du aber in manchen Regionen Deutschlands nicht die erforderliche Kundendichte um die Investition zu rechtfertigen.


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    Das sind doch dann nur unnötige Kosten, wenn man dann eh in 2-3 Jahren auf LTE mit CA umrüsten müsste.

    In 2-3 Jahren müssen die Jungs sowieso nochmal wegen LTE700 und LTE1500 auf den Mast klettern. In diesem Zuge kann man dann auch noch UMTS900 auf LTE900 upgraden, sollte das je nötig werden.


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    Dann lieber es direkt richtig machen ! Das wird definitiv günstiger. Das ist doch lachhaft jetzt in einen Flächenausbau nochmal zu investieren, wo der Nachfolger LTE bereits schon so eine hohe Flächenabdeckung ausweist.

    Du kannst davon ausgehen, daß die Netzplaner über eine etwas bessere Informationsgrundlage, Berufserfahrung und entsprechendem Sachverstand verfügen um hier richtig zu entscheiden. Wenn sie tatsächlich noch UMTS900 anknipsen, dann wird das gute Gründe haben, u.a. die fehlende VoLTE-Unterstützung der meisten Telefone, fehlendes LTE-Roaming und die höheren Kosten von LTE.

    @Telekom_hilft
    Ihr werdet mit 100%iger Sicherheit nicht 2*15MHz im 900MHz-Band, die Ihr Euch in der diesjährigen Frequenzauktion gesichert habt, komplett für GSM nutzen. Das wäre völlig ineffizient und unökonomisch. Mittelfristig werdet Ihr 2*10MHz davon für UMTS oder LTE nutzen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Warum sollte man diese für einen Ausbau der veralteten UMTS-Technik nutzen und nicht für LTE?


    Weil UMTS-Equipment viel günstiger ist (wegen der Lizenzgebühren selbst bei Multi-RAN Basisstationen, die hardwaremäßig schon LTE können) und man für UMTS900 im Gegensatz zu LTE900 nichts an den Antennen verändern müßte. Wir erinnern uns, daß LTE zwingend MIMO und entsprechende Dual-Antennen benötigt, UMTS dagegen nicht zwingend.
    Ferner könnte man über UMTS900 sofort in großem Umfang Sprachverkehr abwickeln, was mit LTE900 noch unmöglich ist, da nur verschwindend wenig Geräte im Umlauf sind, die LTE900 und VoLTE unterstützen.

    Mit der HFA-Version kann das auch nichts werden. Das Telefon müßte zunächst auf SIP umgeflasht werden: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=207696


    Und danach für die FritzBox konfigurieren:
    http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=207693


    Egal welche Firmware auf dem Telefon läuft und ob es korrekt konfiguriert ist, dürfte es aber keinerlei Einfluß auf die analogen Telefone haben, sofern es denn richtig angeschlossen wurde.