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Original geschrieben von chefkoch01
Warum sollte man in eine alte Technologie (wie UMTS) noch einmal massiv Geld investieren und sogar eventuell bisher reine GSM Standorte dann per Glasfaser oder breitbandigem Richtfunk anbinden...
In den allermeisten Fällen trägt der Glasfasernetzbetreiber die Kosten der Faserverlegung, die er sich dann über die Monatsmiete vom Mobilfunkbetreiber zurückholt. Da ist jedenfalls nicht so viel Geld im Spiel, wie man annimmt. In bereits versorgten Gebieten, zahlen die Mobilfunker übrigens nur um die € 500 pro Standort und 10G Glasfaser-Kapazität zum nächstgelegenen NNI.
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um dann nur 5-10 MHz UMTS zu schalten ?
Warum nicht? 5MHz wird man noch für GSM benötigen und die spektrale Effizienz von UMTS in seiner höchsten Evolutionsstufe ist nur unwesentlich geringer als LTE (zumindest solange man auf 4*4 MIMO verzichtet, was sowieso kein Handy unterstützt).
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Von eventuellen Techniktausch etc mal ganz abgesehen.
Was Ihr scheinbar nicht versteht, ist daß die Hardware nur einen kleineren Teil der Kosten für Netzausrüstung darstellt. Vielerorts stehen auch bereits Single-RAN (e)NodeBs, mit denen man nach Antennenmontage sofort LTE senden könnte. Was nun aber wirklich teuer wird, sind die Lizenzgebühren für jede eNodeB, die man in Abhängigkeit von ein paar Parametern regelmäßig zahlen muß.
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Dann passt das auch mit DSL via Funk, Hybrid und Mobilfunkkunden etc alles prima ohne Engpässe.
Die findest Du aber in manchen Regionen Deutschlands nicht die erforderliche Kundendichte um die Investition zu rechtfertigen.
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Das sind doch dann nur unnötige Kosten, wenn man dann eh in 2-3 Jahren auf LTE mit CA umrüsten müsste.
In 2-3 Jahren müssen die Jungs sowieso nochmal wegen LTE700 und LTE1500 auf den Mast klettern. In diesem Zuge kann man dann auch noch UMTS900 auf LTE900 upgraden, sollte das je nötig werden.
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Dann lieber es direkt richtig machen ! Das wird definitiv günstiger. Das ist doch lachhaft jetzt in einen Flächenausbau nochmal zu investieren, wo der Nachfolger LTE bereits schon so eine hohe Flächenabdeckung ausweist.
Du kannst davon ausgehen, daß die Netzplaner über eine etwas bessere Informationsgrundlage, Berufserfahrung und entsprechendem Sachverstand verfügen um hier richtig zu entscheiden. Wenn sie tatsächlich noch UMTS900 anknipsen, dann wird das gute Gründe haben, u.a. die fehlende VoLTE-Unterstützung der meisten Telefone, fehlendes LTE-Roaming und die höheren Kosten von LTE.