Beiträge von Senfdazugeber

    Zitat

    Original geschrieben von skybird1980
    Cat IQ ist aber kein VoIP Feature. Und Voice HD ist doch ein Handy Netz Feature?


    Es sei denn Du sprichst von den Codec wenn da zwei Fritzboxen sind. Was aber auch nur dann funktioniert wenn beide Gesprächspartner sich im selben Netz unterhalten.

    Das ist so nicht ganz richtig.


    In Mobilfunknetzen wird HD-Audio mit dem Codec AMR-WB (9 Bitraten-Stufen von 6,6 bis 23,85 kbps) realisiert.


    Im Festnetz hat sich dagegen der Codec G.722 etabliert, der drei verschiedene Bitraten zu 64 kbit/s (Mode 1), 56 kbit/s (Mode 2) und 48 kbit/s (Mode 3) kennt - die können im Gegensatz zu AMR-WB nicht während eines laufenden Telefonats gewechselt werden.


    Schon zu ISDN-Zeiten gabe es G.722-fähige Endgeräte, allerdings waren diese schon wegen der hohen Preise professionellen Anwendungen wie z.B. Radio-Zuspielungen vorbehalten. Bei ISDN tragen HD-Telefonate übrigens den Service Indicator "digitale Sprache (7 kHz)" (0x01).


    Erst durch VoIP findet G.722 nun Einzug in den Heimbereich. Um per VoIP und G.722 telefonieren zu können, muß der Teilnehmer entsprechende Hardware (z.B. aktuelle FritzBox und HD-fähiges Schnurlostelefon) vorhalten. Auf jeden Fall kommt G.722 zum Einsatz wenn entsprechend ausgerüstete Kunden desselben Anbieters untereinander telefonieren. Auch netzübergreifend sind G.722-Telefonate vereinzelt möglich - das setzt jedoch voraus, daß die Gateways der beteiligten Netzbetreiber bereits G.722 unterstützen und das Gespräch per IP statt klassischem TDM geroutet wird.


    Übrigens kann man mit einer aktuellen FritzBox und HD-fähigen Schnurlostelefonen auch per ISDN mit G.722 telefonieren (siehe http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=231466).


    Möglich ist es auch zwischen Festnetz und Mobilfunk in HD-Qualität zu telefonieren, jedoch muß das VoIP-Gateway hierfür die unterschiedlichen Codecs, die hier zum Einsatz kommen, AMR-WB und G.722, in Echtzeit umwandeln (sog. Transkodieren). Das geht soweit ich weiß schon zwischen Telekom Mobilfunk- und IP-Anschlüssen und ich meine bei O2 ginge das auch schon. Es gab da auch mal eine Übersicht, die hier veröffentlicht war, jedoch nicht mehr zugänglich ist und die zuletzt von archive.org archivierte Version der Seite ist leider zu alt. Darin waren jedenfalls einige funktionierende Kombinationen unter deutschen Netzen aufgeführt.


    CatIQ ist tatsächlich eine Spezifikation für HD über DECT und verwendet für die Sprachkodierung ebenfalls G.722. Hierbei handelt es sich also nicht um einen alternativen Codec, sondern vielmehr die Implementierung des etablierten G.722 Codecs in den DECT-Standard.


    Auch wenn momentan noch relativ wenig Gespräche mit G.722 aufgebaut werden, wird die Verbreitung von AMR-WB durch VoLTE sicherlich zu einer rascheren Verbreitung von HD-Audio führen und zwar auch im Festnetz, da AMR-WB die Verbraucher für die Sprachqualität sensibilisieren wird. Es ist jedenfalls kein Fehler schon heute HD-fähige Hardware zu beschaffen.




    @Strommaster
    Motte Dein Gigaset DX600A einfach ein und melde die vorhandenen S79H Mobilteile direkt an der DECT-Basis Deiner FritzBox 7390 an und schon hast Du die Voraussetzungen für HD-Telefonie geschaffen.
    Gegenüber der Verwendung des DX600A als Basis hast Du übrigens folgende Vorteile wenn Du die Mobilteile direkt in die FritzBox einbuchst:

    • Bessere Sprachqualität, da G.722-Fähigkeit hergestellt
    • Bessere Sprachqualität sofern Gegenseite G.722 (HD-Telefonie) unterstützt und ein geeignetes G.722-fähiges Schnurlostelefon eingesetzt wird
    • CLIP-Anzeige mit Klarnamen sofern Telefonbuch in der FritzBox befüllt ist
    • Synchronisation des Telefonbuchs in Mobilteilen mit diversen Online-Diensten (u.a Google)
    • Zugriff auf das DECT-Menü (Anrufliste für ein- und ausgehende Anrufe)
    • 3 statt 2 gleichzeitige Telefonate
    • Unterschiedliche Klingeltöne abhängig von angewählter Rufnummer
    • Anzeige bei ankommenden Anrufen auf welche Rufnummer bzw. welchen VoIP-Anbieter der Anruf erfolgt
    • Anzeige bei ausgehenden Anrufen über welcher Rufnummern bzw. welchen VoIP-Account Anruf erfolgt
    • Anzeige neuer Anrufbeantworternachrichten
    • Bestätigung der ausgeführten Aktion nach Eingabe von FritzBox-Tastencodes (z.B. "Wecker ein" nach #881**)
    • Komfortmerkmale über im Display klar dargestellter Menüs bzw. Softkeyfunktionen statt kryptischer Tastencodes
    • reduziert Kabelsalat und reduziert Stromverbrauch
    Zitat

    Original geschrieben von peterdoo
    Damit das Netz von der Liste entfernt wird, gibt es 2 Möglichkeiten:
    - Im Service Mode die ganze Liste löschen.
    - So oft per Hand das Netz A1 wählen bis sich das Handy einmal einbucht.


    Die sog. "PLMN Selector list" befindet sich auf der SIM-Karte und läßt sich normalerweise nur vom Netzbetreiber per OTA-Update verändern.
    Ich erinnere mich aber an frühe GSM-Telefone (z.B. Siemens S4), in denen man tatsächlich auch eine Liste bevorzugter Netze bearbeiten konnte. Ich vermute aber ganz stark, daß man hier nicht die Netzliste auf der SIM-Karte bearbeiten kann, sondern es sich um eine nachrangige Prioritätsliste handelt, die erst angewandt wird, wenn die Liste "PLMN Selector list" auf der SIM-Karte keinen Treffer liefert.

    VPN ist natürlich aus Gründen der Sicherheit vorzugswert, allerdings oft auch gesperrt. Aus der Türkei konnte ich beispielsweise keine VPN-Verbindung zu meiner FritzBox aufbauen und dieselbe Erfahrung habe ich auch in zahlreichen Hotels gemacht.

    Hol Dir einfach eine FritzBox. An der kannst Du Dich nämlich von externen VoIP-Clients aus anmelden und alle ihre VoIP-Accounts sowie ggf. auch Festnetz (analog oder ISDN) oder Mobilfunk (per Stick) nutzen und die Telekom hat praktisch keine Chance das zu unterbinden (sog. "deep packet inspection" werden sie nicht machen).

    In 73207 Plochingen ist seit über zwei Monaten eine eNodeB mit zwei LTE800-Sektoren in Betrieb, die allerdings mit minimaler Sendeleistung operiert und so nur einen Radius von etwa 500m abdeckt. In der neuen Netzabdeckungskarte vom 11.11.2015 ist sie auch noch nicht eingerechnet.


    LAC/CID: 50951/23067649 und 50951/23067650
    Adresse: Filsweg 42, 73207 Plochingen (Bürogebäude "Lutz")
    STOB-Nr: 751041


    Ist das normal, daß man eine eNodeB solange nicht vollständig einmißt/konfiguriert?


    Wartet man hier womöglich auf das LTE-Upgrade des benachbarten Standortes mit der STOB-Nr. 750988 (Am Nordseekai 14, 73207 Plochingen), das erst am 10.08.2015 genehmigt wurde? Da sollen drei LTE800-Sektoren von O2 drauf.

    flamesoldier
    Schon mal darüber nachgedacht, was der faradaysche Käfig namens S-Bahn, das elektromagnetische Feld der 15kV-Oberleitung sowie die Bewegungsgeschwindigkeit aus der Signalqualität macht? Daß unter solchen Bedingungen nur noch ein paar Mbps auf Deinem Smartphone ankommen, liegt viel eher daran, daß die Modulation von 16-QAM auf QPSK zurückfällt als daß die Zellen überlastet sind.

    "Rufnummer ist nicht vergeben" bei Anrufen mit AldiTalk aus dem Ausland


    Hat hier jemand auch die Erfahrung gemacht, daß im Ausland extrem viele Anrufversuche mit der Ansage, daß die gewählte Rufnummer nicht vergeben sei, scheitern?
    Ich beobachte das seit Monaten mit zunehmender Häufigkeit und zwar quer durch Europa bis in den Kaukasus und zwar unabhängig von der angewählten Rufnummer (darunter waren Mobil- unf Festnetznummern im In- und Ausland).

    Das von Kaspersky in reißerischer Art geschilderte Problem ist kein grundsätzlicher Architekturfehler von VoLTE sondern liegt an der Implementierung des jeweiligen Netzausrüsters und die sind mit Sicherheit nicht alle im selben Maße betroffen.
    Und Du glaubst doch nicht ernsthaft man investiert nun nur wegen dieses rein software-basierten Sicherheitsproblems Millionen in eine veraltete Technologie statt den Netzausrüster zur für den Netzbetreiber kostenlosen Nachbesserung aufzufordern?

    Weil man bei GSM benachbarte Zellen zwingend unterschiedliche Frequenzen verwenden müssen, man mit einem Repeater die Signalreichweite erhöht und so den minimalen Frequenzwiederholabstand unterschreitet und letztlich Interferenzen zwischen eigentlich ausreichend weit voneinander entfernten Zellen verursacht. Genau deshalb arbeiten vernünftige GSM-Repeater (die allerdings meist auch ortsfest eingesetzt werden) "channel-selective", also nur für einen oder mehrere 200kHz breite Kanäle.


    Im Zug muß man allerdings die Kanäle mehrerer Netzbetreiber durchlassen und da sich der dazu bewegt muß man zwecks Handover auch noch mehrere Kanäle einzelner Netzbetreiber verstärken, sodaß eine selektive Verstärkung hier wohl aufwendiger wäre. Günstig ist im Zug allerdings, daß man durch die starke Abschirmung des Waggons (faradayscher Käfig mit metallbedampften Scheiben) eine starke Dämpfung hat und somit das nach innen verstärkte Downlink-Signal kaum nach außen dringt, sodaß ich nur im Uplink Interferenzrisiken sehe.