Beiträge von Senfdazugeber

    Habe endlich eine Möglichkeit entdeckt die Equivalent PLMN Liste der SIM-Karte auszulesen und zwar mit einem alten Nokia N95. Wer noch ein altes Nokia mit S60-Betriebssystem und der FieldTest App in der Schublade hat, findet die Liste im Menü 01.15:

    Meine uralte O2 Genion Card S SIM-Karte hat allerdings noch kein OTA-Update erhalten. Die Netzsuche listet 26203 noch als "E-Plus" und der manuelle Einbuchungsversuch scheitert sofort.

    Für gute Sprachqualität mußt Du notgedrungen zu VoIP/G.722 wechseln. Mit dem stark beschnittenen Frequenzspektrum der analogen Festnetztelefonie oder G.711 gibt es kein Verbesserungsmöglichkeit. Viele bessere Gigaset Geräte unterstützen bereits G.722 (was allerdings ohne entsprechendes VoIP-CPE nur bis zur Basisstation zum Einsatz kommt) - Gigaset nennt das dann "HDSP".

    Eine Meinung habe ich mangels Testgelegenheit noch keine, aber man sollte aufpassen welche Variante des Gerätes man erwischt, denn die asiatischen Händler geben folgende LTE-Frequenzen an:
    1800/2600/900/700MHz


    ZTE Deutschland führt in der Pressemitteilung folgende Frequenzen auf:
    LTE 1800/2600/900/700 (800)


    Ich vermute ganz stark, daß es zwei Versionen gibt, worauf auch die Klammer in der deutschen Pressemitteilung hindeutet: eine europäische mit 800MHz und eine asiatische ohne 800MHz, da es in Asien praktisch keine LTE800-deployments gibt (den Kaukasus einmal ausgenommen).


    Gerade bei Grauimporten aus Fernost sehe ich ein recht hohes Risiko, daß es sich um die asiatische Version ohne LTE800 handelt, wodurch man außerhalb der Ballungsräume in Deutschland weitestgehend auf LTE-Versorgung verzichten muß und selbst innerhalb der Ballungsräume muß man dann mit einer schlechteren LTE-Versorung leben.

    Zitat

    Original geschrieben von n0head
    netzwerk über telefondraht, da wird mir teilweise schlecht.


    die schirmung hat schon seine daseinsberechtigung und ist nicht nur deko.
    ne hohe frequenz über ungeschirmte leitung: sollte wohl klar sein, dass ihr da meterlange antennen in den wänden habt.

    Und was für eine EIRP soll da bitte schön rauskommen? Hier ist nicht der richtige Ort für irgendwelche Strahlungsesoterik. Mach Dir mal lieber Gedanken über die ungeschirmten 230V-Kabel in Deinem Haus als über die paar mW.

    Zitat

    Original geschrieben von skybird1980
    Ergänzend muss man noch sagen das über dieses Krüppellan höchstens Fast Ethernet (100 Mbit) möglich ist.
    Das wird für die meisten Anwendungen reichen, jedoch wird es bei richtigen HD Streams schon sehr eng.
    Das sind "theoretische" 11,7 MB/sek. Praktisch wirst du eher bei 7 Mb/Sekunde liegen.

    Ich weiß nicht, wie Du zu diesen Zahlen kommst, aber ich habe bei meinen Instalaltionen und insbesondere in jenem Haus aus den 60ern mit jperf über 90 MBit/s netto gemessen. Performanceeinbußen konnte ich also nicht feststellen, wobei die Bandbreite/Störanfäligkeit sicherlich auch mit der Qualität der verwendeten aktiven Komponenten (Switches, LAN-Adapter) korelliert.

    LAN über Telefondraht klappt in 95% aller Fälle problemlos. Die fehlende Schirmung ist kein Problem und im übrigen verlangen die einschlägigen Standards überhaupt keine Schirmung. Ungeschirmtes (UTP) Kabel genügt sogar bis hin zu Cat.6.
    Selbst habe ich hier im Haus sehr viel UTP-Kabel verlegt, über das problemlos Gigabit-Ethernet läuft, da ich UTP-Kabel dank dessen geringen Durchmessers problemlos durch vorhandene Decken- und Wandbohrungen führen konnte.
    Theoretisch problematisch beim Telefondraht ist lediglich die fehlende Verdrillung, aber wie gesagt ist das meistens kein Problem. Ich habe z.B. in einem Haus aus den 60ern vier Telefondrahtsegmente durch simple Verdrillung (und Isolierung per Schrumpfschläuchen) miteinander verbunden und darüber läuft über gute 40m Leitungsweg absolut stabiltes Ethernet.
    Das ganze habe ich bestimmt in einem halben dutzend Fällen mit Erfolg gemacht. Nur in einem einzigen Fall, wo der Leitungsweg auch noch sehr kurz war (<10m), wollte es nicht klappen, obgleich die Adern definitiv durchgängig waren. Vermutlich haben hier Störungen aus parallel verlaufenden Stromkabeln und/oder ein 100m entfernter Mobilfunkantennenstandort (mit 4*GSM + 4*UMTS + 2*LTE) eine Rolle gespielt.

    Zitat

    Original geschrieben von Mondhandy
    Wieso sollte das Apple dauerhaft blocken? Sollen ja weitere Hersteller folgen...

    Aus demselben Grund, aus dem sie LTE grundsätzlich blockieren. Freigeschaltet wird LTE nur für Netze, die die Kompatibilität und Zuverlässigkeit dargelegt habe - das zumindest ist die offizielle Begründung. Viel entscheidender als die user experience werden allerdings kommerzielle Erwägungen sein. Vermutlich gibt's die VoLTE-Freischaltung erst wenn man gewisse Abnahmeverpflichtungen oder sonstige für Apple einträgliche Geschäftsbeziehungen eingeht.