ZitatOriginal geschrieben von travelerMD
Wozu ist beim Bestellprozess eigentlich die Angabe "Country you call the most"? Hat das irgendeine Auswirkung was ich da angebe?
Ja, das jeweilige Land wird für abgehende Anrufe gesperrt.
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ZitatOriginal geschrieben von travelerMD
Wozu ist beim Bestellprozess eigentlich die Angabe "Country you call the most"? Hat das irgendeine Auswirkung was ich da angebe?
Ja, das jeweilige Land wird für abgehende Anrufe gesperrt.
Ich habe neulich festgestellt, daß ich mit dem aus Kundenwerbungen stammenden Guthaben meiner Lidl SIM nicht mehr im Google Play Store bezahlen kann. Ist das bei Euch ebenfalls so? Falls ja, seit wann gibt es diese Restriktion?
ZitatOriginal geschrieben von TSchlabach
Die Frage ist z.B. ob man über einen dieser Befehle hier die Telefonfunktion ausschalten kann. Muss ich mal probieren.[/URL]Da ist leider kein Befehl dabei, der die Telefonfunktion deaktivieren würde.
[QUOTE]Im Moment steckt der ZTE-Stick halt in einem 230V-USB-Steckernetzteil und verrichtet standalone seinen Dienst.
Ist das so ein Stick mit integriertem WLAN-Hotspot? Das scheint jedenfalls nicht der ZTE MF190 zu sein, den ich im Verdacht hatte.
Die andere Frage ist, wie oft man überhaupt die Rahmenbedingungen hat um über 16 MBit/s hinauszukommen. Die tatsächliche Bandbreite eines Up-/Downloads ist abhängig von den folgenden potentiellen Flaschenhälsen:
a) Bandbreite außerhalb des Backbones Deines Mobilfunkanbieters
b) Bandbreite innerhalb des Backbones Deines Mobilfunkanbieters
c) Anbindung der örtlichen NodeB an das Core Network
d) Die Bandbreite auf der Funkschnittstelle muß hoch genug sein
Insbesondere d) ist ein Punkt, der Dich schnell ausbremst. Zwar meinen viele alles hänge von der Last auf der Zelle ab, tatsächlich aber ist auch die Signalqualität und die davon abhängige Modulationsart ganz entscheidend.
Die maximale Bandbreite bei LTE800 (und 10 MHz Frequenzbandbreite) beträgt bei der Telekom 50 MBit/s, bzw. wo schon auf LTE Cat. 3 geupgraded wurde 75 MBit/s. Um diese Bandbreite zu erreichen, benötigt man jedoch die höchste Modulationsstufe 64QAM. Nimmt die Signalqualität - egal aus welchen Gründen - ab, so wird nur noch 16QAM verwendet, wodurch die Bandbreite sofort um ein Drittel einbricht. Das ganze passiert wohlgemerkt nicht erst am Zellenrand, sondern schon ein paar hundert Meter von der NodeB entfernt.
Abgesehen davon würde ich wegen des oben bereits von SebastianBonn ausführlich dargelegten praktisch nicht spürbaren Vorsprungs keinen Cent für zusätzliche Bandbreite oberhalb von ca. 5-10 MBit/s ausgeben.
Der tatsächliche Nutzen von LTE ist, daß es die Gesamtkapazität des Netzes erhöht und auch bei hoher Last noch brauchbare Bandbreiten liefern kann. Dagegen hat der einzelne Teilnehmer von den hohen beworbenen Bandbreiten unmittelbar praktisch überhaupt keinen Nutzen. Trotzdem gelingt es den Netzbetreibern mit geschicktem Marketing viele Kunden vorzuspiegeln, es mache Sinn für höhere Bandbreiten draufzuzahlen.
Deine Theorie geht in die richtige Richtung, allerdings vermute ich etwas anderes:
Du hast wahrscheinlich einen ZTE MF190 (dürfte auf der Rückseite stehen), der sehr wohl telefonieren kann. Das Netz versucht vermutlich den Anruf auf Deinen Stick durchzustellen (was ja schon mal ein Netzfehler ist, denn auf die DatenSIM sollten keine Anrufe signalisiert werden), der Stick signalisiert auch seine Telefoniefähigkeit und die Sprachverbindung wird aufgebaut. Nun läuft auf Deinem Rechner aber keine Telefoniesoftware, was der Stick natürlich mangels Kommunikation auf den virtuellen COM-Ports merkt und deshalb den Ruf doch noch abweist nachdem er aber dem Netz zuvor bereits seine Telefoniefähigkeit signalisiert hat.
Interessant wäre nun natürlich das Verhalten mit Telefoniesoftware, nur hat ZTE meines Wissens nie eine rausgebracht. Der einzige mir bekannte Weg um über einen ZTE-Stick telefonieren zu können, ist der über eine halbwegs aktuelle FritzBox: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=240840&page=17
Lycamobile schenkt jetzt deutschen Kunden polnische Mobilfunkrufnummern, auf denen man selbstredend auch SMS empfangen kann:
http://www.teltarif.de/lycamob…kostenlos/news/55807.html
Simquadrat berechnet für polnische Festnetznummern indessen weiter € 12,95/Monat.
Ein erfolgreicher Unternehmer wie Slim investiert nicht damit er in noch mehr Ländern ein eigenes Mobilfunknetz besitzt, sondern er investiert um eine gewisse Rendite zu erwirtschaften und die wird er in Deutschland nicht bekommen können, denn hier ist der Markt hochgradig penetriert, der Wettbewerb viel zu hart und die Margen zu gering.
Wenn man dazu noch die hohen Markteintrittsbarrieren in Betracht zieht, verstehe ich nicht, wie man überhaupt auf die Idee zu solchen Spekulationen kommt.
Wir sehen gerade überall in Europa Konsolidierungsprozesse, sei es durch Fusionen (Three/O2 in Irland) oder Infrastructure sharing das bis hin zum frequency sharing geht (TeliaSonera/Tele2 und Telenor/Three in Schweden). Vor dem Hintergrund gäbe es überhaupt nur eine Chance für einen Neueinsteiger wenn dieser von Anfang einen infrastructure sharing deal mit einem bestehenden Netzbetreiber eingeht. Daran hat aber keiner der Netzbetreiber ein Interesse. Womöglich wird Telefonica als Auflage für die Übernahme ein Zwang zum infrastructure sharing mit einem allfälligen Neueinsteiger auferlegt aber trotzdem sehe ich keine attraktiven Renditen in Deutschland.
marcelswietza
Laß Dein Stick besser auf automatischen Netzmodus, denn Dein Stick versteht besser wie Mobilfunknetze funktionieren. Von einem Inter-RAT-Handover scheinst Du jedenfalls noch nichts gehört zu haben.
Da sprichst Du einen ganz entscheidenen Punkt an, der auch schon früh gegen das ARP-Modell vorgetragen wurde. Nämlich, daß nur die großen transnationalen Mobilfunkkonzerne ausreichend günstige Einkaufskonditionen haben, um einen EU-weit preislich attraktiven Einheitstarif anbieten zu können. Und genau diese Jungs haben am wenigsten Interesse am Wettbewerb im Roaminggeschäft. Die aggressivsten Netzbetreiber waren und bleiben die kleinen, die meist nur in sehr wenigen, oft nur einem Land, als Mobilfunkanbieter aktiv sind, und die können preislich naturgemäß nur in ihrem Heimatland gute Preise machen. Nicht nur daß sie im Ausland keine eigene Netze haben, sondern durch ihre oft geringen Kundenzahlen ist ihr Roamingvolumen klein und dementsprechend die Einkaufskonditionen schlecht.
Was der Entstehung eines gesunden Wettbewerbs auch entgegensteht, ist der Umstand, daß man mit dem ARP eigens einen Vertrag abschließen muß, der separat und direkt durch den ARP abgerechnet wird, bevor man dessen Dienste in Anspruch nehmen kann.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß das funktionieren wird, denn erstens ist die Hemmschwelle bei den allermeisten Verbrauchern viel zu groß und zweitens wird es sich doch kaum lohnen all diesen Aufwand zu betreiben um dann mit einem durchschnittlichen ARP-subscriber am Ende des Jahres bestenfalls € 20 Umsatz gemacht zu haben.
Ich hatte - auch wenn das als Privatperson relativ zwecklos ist - in den Konsultationen dafür plädiert das ganze komplett anders umzusetzen. Nämlich wäre mein Ansatz gewesen, daß man im Ausland die freie und jederzeit änderbare Auswahl zwischen dem Roamingtarif des heimischen Netzbetreibers und spezieller Tarife der lokalen Netzbetreiber hat.
Man würde im Ausland also erstmal auf einem captive portal landen und dort wählen können, ob man weiter den Heimnetzbetreiber nutzt oder einen nationalen Anbieter.
Das hätte zwar auch allerhand Schwierigkeiten mit sich gebracht, aber das hätte im Gegensatz zum aktuellen Modell funktionieren können. Die erste Schwierigkeit ist technischer Natur: ist der Roamingkunde nun im Netz A eingebucht, mit dem sein Heimatnetzbetreiber auch ein Roamingabkommen hat, und wählt er im captive portal nun den lokalen Tarif von Netz B, so müßte man den Teilnehmer erstens aus dem Netz schmeißen und zweitens sein Endgerät dazu bringen sich in Netz B einzubuchen. Da kann man sicherlich was mit STK basteln, aber 100% stabil hat sowas noch keiner hinbekommen.
Die zweite Schwierigkeit wäre die Abrechnung gewesen. Daß die Inanspruchnahme eines Tarifs eines lokalen Anbieters vom Heimatnetzbetreiber abgerechnet wird, hätte man vermutlich nicht durchkriegen können. Stattdessen hätte man Kreditkartenzahlung oder Guthabencodes als Zahlungswege anbieten müssen, was sicherlich wieder die Akzeptanz geschmälert hätte, trotzdem aber sicherlich weitaus höher wäre als mit dieser regulatorischen Mißgeburt, wo man nun noch weitere Verträge abschließen muß.
Ich denke ARPs werden als eine der zahllosen weiteren Konstruktionsfehler aus Brüssel in die Analen eingehen.
P.S.: Eigentlich sollten wir mal zum Thema ARP einen neuen Thread aufmachen.
Krass. Habe die mögliche Implementierung von ARPs (alternative roaming providers) ja schon länger auf dem Radar, aber ich hatte immer nur vom Wegfall der Roaminggebühren ab 2016 gelesen und war fest davon ausgegangen, daß dies nun eine Alternative zum ARP Modell darstellt, das aufgrund seiner technischen Hürden als zu kompliziert galt.
Anscheinend hat man sich nun doch für das local break-out (LBO) Modell entschieden, das sogar über die ursprüngliche Idee nur Datendienste zu beinhalten hinausgeht, denn laut diesem PDF sind auch SMS und Telefonie erfaßt.
Dann sind wir mal gespannt, ob hier überhaupt ein relevanter Markt entsteht, denn wenn in anderthalb Jahren keine Roaminggebühren mehr existieren, wird der Anreiz einen Vertrag mit einem ARP zu schließen denkbar gering sein. Daß es sich lohnt wegen anderthalb Jahren, in denen man ein bisschen was als ARP verdienen kann, die erforderlichen Investitionen zu tätigen, bezweifele ich sehr, zumal es seine Zeit dauern wird bis die Verbraucher überhaupt von dieser Möglichkeit Kenntnis nehmen.