Beiträge von Senfdazugeber

    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
      Senfdazugeber
    Du gehst davon aus, dass die Radarstrahlen sich gradlinig ausbreiten. Dies ist aber nicht immer so, sondern hängt von der verwendeten Frequenz ab. Jeder Funkamateur kennt die Eigenschaft von Langwellen sich der Erdkrümmung anzupassen. Kurzwellen hingegen haben die Eigenschaft sich an der Ionosphäre zu reflektieren. Zu den Daten der verwendeten Radarstation siehe hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Oborona
    Gab übrigens noch eine zweite auf Rügen

    Hast Du Dir mal Gedanken gemacht wie Radar funktioniert? Mit irgendwelchen abgelenkten Wellen kann man leider überhaupt nichts anfangen, sondern nur mit direkten Reflektionen, die wieder geradlinig zur Radarantenne zurückwandern.

    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Ich selbst habe meinen 18monatlichen Grundwehrdienst Anfang der 1980 Jahre als Funkorter in Altenburg (FUTK312), südlich von Leipzig absolviert und wir konnten mit unserer Radarstation (Baujahr um 1960/70) bis nach England schauen.

    Von Altenburg bis an den äußersten Zipfel der englischen Küste sind es über 750km. Aufgrund der Erdkrümmung müßte ein Flugzeug über 44km hoch fliegen damit man es per Radar erfassen könnte. So hoch ist nicht einmal die SR71 geflogen, deren Dienstgipfelhöhe bei 25,9 km liegt.


    Ein auf 12km Höhe fliegendes Flugzeug kann man aufgrund der Erdkrümmung aus maximal 391km Entfernung per Radar sehen.


    Meine Berechnungen basieren übrigens auf perfekten Bedingungen ohne jedes Hindernis zwischen Radarantenne und Flugzeug.


    Du merkst selbst, daß Deine Ausführungen Unfug sind.

    Re: Flug MH370


    Zitat

    Original geschrieben von Benz-Driver
    2.) Wie konnten einige Angehörige Tage nach dem vermeintlichen Absturz ihre im Flugzeug befindlichen Verwandten noch am Handy anrufen (Klingelsignal, ohne, dass jemand abgehoben hat)?

    Das Freizeichen wird in digitalen Netzen vom Netzbetreiber des Anrufers generiert, der wiederum SS7-Signale in akustische Signale umsetzt. Entweder da lag ein Fehler auf SS7-Ebene vor oder aber der Netzbetreiber des Anrufers hat - aus welchen Gründen auch immer - die SS7-Meldung "not available" nicht in eine entsprechende Ansage umgesetzt. Bei dem teils abenteuerlichen Routing heutzutage und der Vermischung von SS7- und SIP-basierten Netzen ist das keine Seltenheit, v.a. wenn dann auch noch Roaming in Schwellenländern mit ins Spiel kommt.
    Diese Freizeichen haben also absolut keine Bedeutung.



    Zitat

    3.) Hätte man in der gemutmaßten Meeresregion überhaupt Handyempfang?

    Nein, hat man nicht. Selbst über Land bist Du bei Reisegeschwindigkeit unerreichbar, da GSM nur bis 250km/h und UMTS bis 500km/h funktioniert.
    Das verschollene Flugzeug (Registrierung 9M-MRO) hatte übrigens auch weder WLAN noch GSM an Bord. Die einzigen B772 von Malaysian Airlines, die über inflight connectivity (für Passagiere) verfügen sind jene mit den Registrierungen 9M-MRG und 9M-MRQ.

    Wenn ich mich recht erinnere, dann braucht man bei o2 und eplus zwingend eine USIM um ins UMTS-Netz zu gelangen, da UMTS grundsätzlich die mit dem UMTS-Standard eingeführte UEA-Verschlüsselung verwendet. Telekom und Vodafone dagegen erlauben in ihrem UMTS-Netz auch die Verwendung der alten vom GSM stammenden, schwächeren A5-Verschlüsselung und ermöglichen somit die Verwendung uralter SIM-Karten, die vor der UMTS-Einführung ausgegeben wurden. Ob das immer noch so ist, weiß ich allerdings nicht.
    Unabhängig von der Frage der von der SIM-Karte unterstützten Verschlüsselung muß natürlich auch die Spannung passen. Uralte 5V-SIMs werden in aktuellen Geräten wohl nicht mehr funktionieren, da die nur 3V liefern.

    GSM ermöglicht nicht nur Telefonie und SMS, sondern inbesondere auch paketorientierte Datenverbindungen (von Nokia auch "Paketdaten" genannt) nach GPRS oder EDGE, die den Internetzugang ermöglichen. Insofern hast Du bei GSM-Empfang grundsätzlich immer auch paketorientierten Internetzugang solange nicht wichtige Infrastruktur wie GGSN oder SGSN ausfallen.
    SMS wird übrigens nicht über ein paketorientiertes, sondern über ein verbindungsorientiertes Verfahren übermittelt. Paketorientiert sind bei GSM ausschließlich die beiden - ausschließlich für den Internetzugang verwendeten - Verfahren GPRS und EDGE.


    Deine Einschätzung mit Fax per GSM erhöhe man die Verfügbarkeit gegenüber eine internetbasierten Fax-to-Mail Lösung, kann ich nicht teilen. Gründe hierfür sind:
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    [*]Faxverbindungen sind instabiler (die Gegenstelle bricht normalerweise nach drei Sendeversuchen die Sendung ab; gerade bei schlechtem GSM-Empfang oder gestörten Richtfunkverbindungen ist nicht auszuschließen, daß entsprechende CSD-Verbindungen zu hohe Fehlerraten aufweisen als daß ein Fax, v.a. wenn es mehrseitig wird, vollständig übertragen werden kann. Ist das Fax dagegen von einem Server empfangen worden, lagert es langfristig im eMail-Postfach und man kann unzählig viele Versuche unternehmen es abzurufen. Hinzu kommt die höhere Fehlerresistenz von TCP/IP gegenüber V.32 oder V.34)
    [*]Beim Empfang von Faxen per CSD erfolgt die Übertragung mit maximal 14,4 Kbit/s. Ein vom Server empfanges Fax, das anschließend per eMail abgerufen wird, wird dank GPRS oder EDGE deutlich schneller (57,6-236,8 Kbit/s) übertragen. Damit wird auch die Zeitspanne, während der die Kommunikation auf der Luftschnittstelle (zwischen Handy und Basisstation) fehlerfrei bleiben muß, verkürzt und folglich die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns gesenkt. Dieser Umstand gemeinsam mit dem vorigen Punkt machen Fax-to-Mail schon einmal viel zuverlässiger als Fax per GSM.
    [*]Beim Ausfall des verwendeten Mobilfunknetzes kann man mit einer Fax-to-Mail Lösung immer noch Faxe empfangen wenn man sich anderweitigen Internetzugang verschafft (z.B. über einen alternativen terrestrischen Netzbetreiber oder aber per Satellit - Globalstar Sat-Fi dürfte Dir ja inzwischen bekannt sein)
    [*]Da Fax per GSM mangels Nutzer zusehends in der Bedeutungslosigkeit verkommt, steigt die Gefahr, daß die erforderliche Netzinfrastruktur diesen Dienst nicht mehr korrekt unterstützt. Da die Netzbetreiber meist Netzkomponenten verschiedener Ausrüster verwenden, können derartige Einschränkungen auch nur regional vorliegen, sodaß man auch bei regelmäßigen Testläufen keine Sicherheit hat, daß der Dienst überregional zur Verfügung steht.
    [*]Schon heute gibt es Flecken, die ausschließlich per LTE versorgt sind. Per LTE kann man aber keine leitungsorientierten Faxverbindungen nach V.32 oder V.34 aufbauen, sodaß Du mit einer Fax per GSM Lösung schon heute Gefahr läufst trotz Mobilfunkversorgung nicht faxen zu können.
    [*]Spätestens nach der Neuvergabe der 900MHz-Lizenzen im Jahr 2016 werden die Netzbetreiber ehemals für GSM genutztes Frequenzspektrum großteils für LTE umwidmen, wie es auf 1800MHz bereits geschieht (Telekom und eplus verwenden einen Großteil ihres 1800MHz Spektrums nur noch für LTE). GSM wird zwar wegen der zahlreichen M2M-Anwender nicht so schnell ganz abgeschaltet werden, aber die GSM-Kapazitäten werden deutlich reduziert werden. Folglich wird es schneller zu Überlastungen kommen und gerade bei Großschadensereignissen ist zu befürchten, daß Faxsendungen per GSM mangels Netzkapzität scheitern.
    [*]Mit Fax-to-Mail könnte man die Leitstelle mit auf den Verteiler setzen, sodaß sämtliche Faxe dort in Kopie auflaufen und deren wesentlicher Inhalt notfalls fernmündlich per Tetra übermittelt werden kann.
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    Re: Re: LTE Stick mit geringem Stromverbrauch


    Zitat

    Original geschrieben von HSDPA
    Das ist so nicht korrekt. Der Stick arbeitet eben je nachdem mit höherer (max 250mW) oder niedriger Sendeleistung bei LTE, je nachdem wie gut der Signalpegel ist. Ich bezweifle das Du einen Stick finden wirst der weniger Strom verbraucht! Huawei ist bei den mobilen Surfsticks zur Zeit klarer Pionier.

    Die Abwärme kommt nicht vom Transceiver Chip, der bei 250mW kaum nennenswerte Erwärmung aufweisen kann, sondern von den komplexen Berechnungen, die bei LTE erforderlich sind.