Beiträge von Senfdazugeber

    Wenn Deine Tochter drüben per Mobilfunk ins Internet möchte, sollte sie unbedingt ein Gerät mit Unterstützung für die amerikanischen UMTS-Frequenzen verwenden. Zum Telefonieren wären beide Telefone geeignet, da sie mit GSM850 und GSM1900 beide amerikanischen GSM-Frequenzen unterstützen.
    Anders sieht es bei UMTS aus: AT&T verwendet UMTS850 und UMTS1900 und T-Mobile vorwiegend UMTS1700/2100 (sog. AWS, was nicht mit unserem europäischen UMTS2100 kompatibel ist) und seit kurzem mancherorts (v.a. in den Ballungsräumen) auch UMTS1900.


    Mit dem SE Arc S könnte sich Deine Tochter folglich in kein einziges amerikanisches UMTS-Netz einbuchen und wäre für den mobilen Internetzugang auf EDGE angewiesen, was oft quälend langsam ist.


    Das Zopo ZP810 ließe sich dagegen vielerorts im UMTS-Netz von AT&T verwenden, allerdings könnte die fehlende UMTS1900-Unterstützung auch bei AT&T manchmal schlechten oder gar keinen UMTS-Empfang bedingen.


    Im UMTS-Netz von T-Mobile könnte man aber beide Geräte nicht verwenden und das ist suboptimal, denn die günstigsten amerikanischen Mobilfunkanbieter funken im T-Mobile Netz.


    Am besten wäre Du besorgst Deiner Tochter ein Gerät, das alle fünf weltweit verwendeten UMTS-Frequenzen unterstützt, nämlich: 850, 900, 1700/2100, 1900, 2100


    Hier meine persönliche Auswahl an empfehlenswerter sog. "Pentaband" UMTS-Smartphones:
    Nokia Asha 302 für € 85,-
    Huawei P1 für € 199,- (unbedingt die neue EmotionUI Firmware installieren)
    LG Nexus 4 für € 299,- (gerüchteweise ab 10. Juni auch in weiss lieferbar)
    Sony Xperia ZL für € 449,-


    P.S.: Dieser Thread gehört eigentlich in Kaufberatung!

    0171 war schon immer uncool weil diese Vorwahl dem - zumindest früher - beamtengeführten Staatsmonopolisten zugeteilt war. In den 90ern war man heilfroh sich aus dem Würgegriff der Telekom befreien zu können.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Weil wenn man sich damit nur bei Vodafone D2 einbuchen kan, dann kan man gleich eine Vodafone D2 Prepaidkarte nehmen.

    Hast Du mal die Auslands- und Roamingtarife von toggle mit denen von Vodafone verglichen?


    Zitat

    Und wenn man keine lokale Rufnummer bucht, dann ist es auch nicht anders als bei jeder anderen Roaming-SIM.

    Doch, denn toggle ist in den toggle Ländern viel günstiger als jede Roaming SIM.


    Zitat

    Sensationell waere nur die Kombination aus lokaler Rufnummer und trotzdem alle Netze nutzen koennen. ;)

    Genau, samt kostenlosem Roaming bei Iridium, Thuraya und Globalstar.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Wenn ein Netz bestimmte Dienste wie Packetdata, MMS oder USSD nicht unterstuetzt, dann kann man auch einfach die Kunden in der Begruessungs-SMS darauf Hinweisen, das welche Netze der fuer diese Dienste wahlen muss.

    Klar könnte man, aber wozu? Und wieviele Kunden bekämen denn einen manuellen Netzwechsel hin? Wieviele Kunden würden sich später bei der Kundenbetreuung beschweren weil ihr Handy kein Empfang hat da sie nicht verstehen, daß man nach einmaliger manueller Netzwahl fortan immer manuell wählen muß oder die automatische Netzwahl reaktivieren muß. Und wozu überhaupt sollte man auf das Steering verzichten? Worin liegt der Vorteil?


    Zitat

    Ausserdem koennten die Netzbetreiber ja Roaming bei Partnernetze und Betreibern wo sie besonders guenstige Konditionen bekommen guenstiger machen als die EU Konditionen. Vielleicht sowas wie Roam-Like-Home bei 3 anbieten.

    Klar, aber dann hast Du gleich wieder die Verbraucherschützer am Hals weil das Tarifgefüge zu kompliziert und intransparent würde und tausende Kunden würden sich beschweren, weil sie versehentlich im falschen Netz geroamt haben und sich nun über ihre hohe Rechnung wundern. Im übrigen war es früher der Regelfall, daß sich die Roamingtarife für das jeweilige Land abhängig vom Roamingpartner unterschieden - das hat man aus guten Gründen abgeschafft.


    Zitat

    Aber Roaming Steering hat fuer die Kunden nur Nachteile!

    Das behauptest Du nun schon zum dritten mal, hast aber keinen einzigen Vorteil aufgezählt, während ich Dir eine ganze Reihe Argumente für Steering aufzähle.


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    Denn wenn der Kunde in ein Land mit drei Roamingpartnern reist, wo bei zweien Roaming Steering eingesetzt wird, und das bevorzugte Netz nicht verfuegbar ist, dann bucht sich das Handy ja nirgendwo mehr ein, weil die beiden anderen Netze nach dem Fehler in der Verbotsliste landen. Damit stehen viele Kunden dann schon ohne Netz da.

    Falsch. Du hast Steering nicht verstanden. Wenn das priorisierte Netz nicht verfügbar ist, bucht sich das Gerät sehr wohl in die unterpriorisierten Netze ein, allerdings dauert das sicherlich 1-2min länger, da die ersten drei location updates im time out enden. Falsch ist auch Deine Vorstellung die unterpriorisierten Netze würden in der Verbotsliste landen. Das passiert eben nicht, denn die Einbuchungsversuche werden nicht abgewiesen, sondern lediglich das location update scheitert, wodurch das Endgerät beim dritten scheiternden location update einfach zum nächsten Netz wechsel.t


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    Und auch die Kunden die die manuelle Netzsuche kennen, versuchen jedes der beiden Netze nur ein oder hoechstens zweimal manuell und geben dann auf.

    Einmal reicht ja, wenn vorher das location update durch Steering gescheitert ist, denn das macht in der Summe drei automatische Versuche des location updates plus einem manuellen Versuch vier und beim vierten Versuch kommt man ja rein. Außerdem sehen die oben verlinkten 3GPP-Spezifikationen vor, daß der Steering Server irgendwann einmal aufgibt um nicht unnötig Signalisierungsverkehre zu verursachen.


    Zitat

    Wirklich jedes Netz viermal, bzw. nach automatischer Netzsuche noch dreimal manuell versuchen, das macht doch kaum jemand.

    Soll ja auch niemand machen.


    Zitat

    Noch schlimmer wird es, wenn beim Grenzuebertritt oder der Landung das Partnernetz verfuegbar ist, aber man dann in ein Funkloch geraet. Ohne Roaming Steering wuerde es dann in die Netzsuchen gehen und das naechste Netz nehmen. Aber dann geht das nicht mehr. Und wenn man das Handy dann nicht gerade in der Hand hat, bekommt man es nichtmal mit, das man manuell waehlen koennte.

    An Grenzübergängen, Häfen und Flughäfen sollten immer alle Netze mit maximalem Pegel zur Verfügung stehen. Aber angenommen das priorisierte Netz ist tatsächlich nicht verfügbar, so würde das Handy sehr wohl wieder versuchen sich ins erste Netz einzubuchen, bei dem die ersten drei location updates gescheitert sind, falls sich kein anderes erlaubtes Roamingnetz findet.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Wenn ein Netzbetreiber Roamingabkommen mit mehren Anbietern in einem Land hat, dann sollten alle zumindest bei der manuellen Netzwahl dem Kunden alle Netze sofort zur Verfuegung stehen, nicht das der Kunde da getaeuscht wird.

    Du kannst ja Deinen Willen durchsetzen indem Du einfach vier manuelle Einbuchungsversuche vornimmst und damit das Steering austrickst. Dann hast Du Deinen MNO wiederum getäuscht.


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    Ansonsten gibt es ja die Netzvorzugsliste, um Partnernetze bei der automatischen Netzsuche zu bevorzugen. Das muss definitiv reichen!

    Tut es aber nicht, weil Du mit der PLMN list keinen bereits in einem bestimmten Fremdnetz eingebuchten Kunden in ein anderes Netz lenken kannst solange er nicht in ein Funkloch gerät oder sein Gerät ausschaltet und anschließend das priorisierte Netz verfügbar ist.


    Zitat

    Finde deshalb auch das Anti-Steering legitim ist.

    Ist es aber absolut nicht und im übrigen gibt es oft auch abseits der Einkaufskonditionen gute Gründe Roamingkunden in bestimmte Partnernetze zu lenken, so z.B. CAMEL-Unterstützung und damit Paketdatendienst sowie einen allgemein besseren QoS. Anti Steering verwenden meist die underdogs, die oft das schlechtere Netz haben, gerne auch mal USSD blockieren um USSD-getriggertes Callback zu unterbinden und ausgehende Telefonate über die billigsten Carrier routen, wodurch die Sprachqualität beeinträchtigt wird.