Beiträge von Gaestle

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    Original geschrieben von Tala
    Das trifft vielleicht auf Google zu. Bei Microsoft solltest du vielleicht etwas differenzieren.
    WP7/8 bieten das EAS Protokoll zur Synchronisation an. Damit ist _KEIN_ Cloudzwang gebunden. Man braucht lediglich serverseitig ein Produkt, was ebenfalls EAS unterstützt. Das kann im Zweifel auch ein Exchange Server sein, bei welchem Microsoft direkt wieder Geld verdienen würde. Mit anderen Worten Microsoft ist es so ziemlich Latte ob du dein Leben in der Cloud feilbietest oder nicht. Am meisten verdienen sie, wenn du es nicht tust und dir eine Exchange Lizenz zulegst.


    Bei Google ist das natürlich etwas anderes, da sie ihren Umsatz hauptsätzlich über Ausspionieren von Userdaten (aka User spezifische Werbung) machen. Interessanterweise hat Google gleichzeiti aber die meisten (mobilen) Nutzer. Davon kann man ableiten, dass es den meisten völlig egal ist ob sie gläsern sind oder nicht.


    Ich persönlich nutze aber keine Google Dienste. Und das fängt schon bei der Suche an...



    Wie ich schon schrieb, betrifft das auch Google, aber wahrscheinlich auch Apple.


    Die technische Lösung, die Du beschreibst, ist (das behaupte ich jedenfalls) für 99,9% der Standard-Privatuser irrelevant. Dazu zähle ich mich übrigens auch. Die wissen weder, dass das EAS-Protokoll existiert, noch was das ist und schon gar nicht, was der Unterschied zu anderen Protokollen ist. Ergo ist diese EAS-Lösung ein "Schlupfloch" für Insider. Um das zu nutzen, muss man erstmal Insider sein. Man muss also Zeit und Energie aufwenden, um zum Insider zu werden. Auch bei Android gibt es Schlupflöcher für Insider, bei iOS weiß ich es nicht.


    Microsoft hat BISLANG nichts vom Datenkuchen abhaben wollen. Die Bing-Suchmaschine ist IMHO eher ein halbherziges (und deshalb bislang erfolgloses) Statement gewesen, "hallo, wir existieren auch noch". Da der Datenkuchen nun aber immer wichtiger wird und andere Unternehmen (Google, Facebook, Twitter, Yahoo habe ich ja schon aufgezählt, die Liste kann beliebig erweitert werden) sehr deutlich aufgezeigt haben, was für ein wirtschaftliches Potential dieser Markt hat, wird der Datenkuchen sicherlich auch für MS immer attraktiver. Und diese steigende Attraktivität wird noch beschleunigt, wenn der alte Kernmarkt (PC) schwächelt und die möglichen Erträge aus dem Ersatzmarkt (OS für Mobil und Anwendungen für Mobil) nicht die gleichen Erträge generieren können (die Preise für Softwarelizenzen für mobil sind viel niedriger als beim PC). Diese mangelnden Erträge muss MS versuchen auszugleichen.



    Der große Marktanteil von Android hat sicherlich mehrere Gründe.
    iOS-Geräte sind sehr teuer und Symbian wurde immer als extrem ruckelig dargestellt. Blackberry hatte kaum Touch und hat(te) das Business-Image.


    Für viele Insider war zudem die "Freiheit" von Android interessant (zumindest im vergleich zu iOS). Diese Indsider erstellten auch Apps. Ich rede hier von zeiten von 1.5 und 1.6. Mit 2.0 wurde Android Massenfähig. Es gab Apps, die Geräte hatten wahnsinnig tolle Specs (1GHz!), die Geräte waren deutlich bezahlbarer als iOS und die "Fachpresse" sprang begeistert auf den Zug auf. Die Standard-Tagesmedien blieben aber weiterhin iOS treu, wei alles so schön simpel war (Medienleute lieben es, wenn etwas simpel ist, seien es Hintergrundzusammenhänge in Nachrichten, oder technische Dinge, alles muss in 90Sekunden erklärbar sein).
    Symbian wurde mit Erscheinen des N8 durch die "Fachpresse" abgeschrieben und zusammen mit MeeGo seit 2008 durch OPK systematisch ruiniert, Blackberry kam nicht aus seiner Nische. Bereits Mitte 2010 hatte Android ca. 25% Marktanteil. damit war die "kritische Masse" offenbar überschritten, damit auch große Unternehmen in entsprechende Apps investieren. Der ADAC, die Post etc. Alltagsdinge, die auch Opa Erwin interessieren. Gleichzeitig sanken die Preise für Android 2011 bis runter auf 200Euro.


    Android füllte auch die Lücke, die OPK geöffnet hat und die Profiteure wollten ihr goldenes Kalb nicht kritisieren.


    Zu keinem Punkt in dieser Entwicklung wurde der Umgang mit persönlichen Daten in relevanter Weise thematisiert. Beim Standard-User kann ich das noch nachsehen, weil man ja ein bißchen Hintergrundinfos braucht und Naivität hat ja auch was bequemes, besonders wenn Nachfragen konsequenterweise Verzicht bedeuten müsste. Ich sehe das Problem viel stärke, dass auch die "Fachpresse" das thema als irrelevant abgerstempelt hat. Kein wunder, auch die "Fachpresse" hat sehr gut am Aufstieg von Android verdient. Wie hätte man sonst monatlich tolle neue Geräte haben können, über die man ein Review schreiben kann. iOS kommt nur einmal im Jahr und bei Symbian weiß man es nie, in welchem Jahr überhaupt irgendwas kommt.


    Und die Nerds bei den Piraten sind wahrscheinlich selbst so Androidifiziert, dass sie das auch nicht mehr hinterfragen, oder sie halten es für irrelevant, weil es ja Custom-ROMS gibt.

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    Original geschrieben von joschi
    Denen ist es möglicherweise zunehmend egal. Da wächst gerade die erste Generation Smartphone-User heran, die eine Welt ohne Facebook & Co. gar nicht mehr kennen. Sync mit Outlook? Völlig uninteressant für diese Nutzer, die Integration mit den angesagten sozialen Netzen muß nahtlos funzen, Rest ist sekundär. Ein NAS zuhause für Datenablage und -sicherung? Wozu, wenn's doch Dropbox gibt?


    Ich hab' ein bißchen gegooglet nach irgendwelchen Analysen, wieviele Smartphone-Nutzer ihre privaten Daten der public cloud anvertrauen - leider erfolglos. Mutmaßen allein ist eigentlich substanzlos und keine Grundlage für 'ne sachliche Diskussion. Deshalb formuliere ich's mal so: Wenn meine Vermutung zutrifft und inzwischen die weit überwiegende Zahl der privaten Smartphone-Nutzer eh ihre Daten in die public cloud migriert hat, gehören Du und ich gleichermaßen einer aussterbenden Spezies an, die von den Controllern bei Hard- und Software-Herstellern eines mit dem Rotstift übergebraten bekommen. Wobei ich mit meiner private cloud halt immer noch eine etwas höhere "Lebenserwartung" hab' :p


    ich sehe das deutlich skeptischer. Wenn es wem auch immer egal ist, nachträglich geschröpft zu werden, bedeutet das noch lange nicht, dass ich das auch akzeptiere.



    Außerdem vermute ich, dass es viele nicht wissen, weil es systematisch verschleiert wird. Nirgends wird ehrlicherweise gesagt, dass man bitteschön sein komplettes privatleben hochladen soll. Ist auch klar, weil die hersteller wissen, dass das nicht alle wollen. Verweigerung ist aber schlecht für's geschäft. Deswegen hält die "fachpresse" von ausnahmen abgesehen auch den rand und solche dinge wie die warentest-ergebnisse werden überwiegend ignoriert.

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    Original geschrieben von joschi
    Aktuell kannst Du das ja über Brückenlösungen wie Akruto Sync - aus Nutzer-Sicht kein Unterschied zu einem herkömmlichen lokalen Sync-Client, aber eben nicht mitgeliefert vom Hersteller, sondern separat zu erwerben von einem Drittanbieter.


    Das meinte ich ja mit "und müssen einiges an Energie aufwenden (Recherche, ausprobieren etc.) um eben diesen Zwang zu umgehen."



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    Original geschrieben von joschi
    Ich kenn' die internen Abläufe bei den Smartphone-Herstellern nicht. Vernünftig wäre anzunehmen, daß dort auf Basis von Marktanalysen entschieden wird, ob Entwickler für die Arbeit an einem eigenen Sync-Client bezahlt werden. Ich würde jetzt keine umfassende, weltweite Verschwörung der Software-Industrie annehmen wollen, die Nutzer alle gnadenlos in die public cloud zu zwingen.


    Ich würde das nicht so kategorisch ausschließen wollen, wie Du. Yahoo, Twitter, Facebook und Google verdienen mit genau diesem Geschäftsmodell nicht schlecht. Ich sehe das nicht als "Verschwörung", sondern vor allem als wirtschaftliches Interesse an einem offenbar sehr lukrativen Markt, der nun durch Smartphones technisch noch näher an die zu melkenden Kühe ranrückt.


    BTW: Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die verschiedenen Android-Versionen alle Süßkram-Namen tragen. Vielleicht interpretiere ich zuviel rein, aber mit Süßkram lockt man Fliegen an.


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    Original geschrieben von joschi
    Vielmehr ist's halt höchstwahrscheinlich so, daß die Nachfrage nach einem lokalen Sync-Client vor zehn Jahren noch riesig groß war und heute nur noch von einer Minderheit der Kunden kommt, Tendenz weiter fallend; selbst lokale PIM-Software wie Outlook interessiert immer weniger Nutzer, verwaltet wird direkt online über einen web-basierten Client. Soll heißen: Das, was früher selbstverständlich war, ist heute halt ein kostenpflichtiges Extra, weil für die Masse der Kunden nicht mehr kaufentscheidend. Also zahlst Du eben 'nen Aufpreis. Oder Du gehst mit der Zeit und damit in die Cloud.


    Damit sich der Kreis schließt: Bevor ich für meinen Kleinbetrieb jetzt das Geld locker mache für fünf Lizenzen eines lokalen Sync-Client, investiere ich doch lieber in meine selbstadministrierte und zukunftssichere private cloud, z.B. in Gestalt eines NAS. Bevor ich als Privatanwender, der alle sechs Monate das neueste und tollste Smartphone sich holt, in gleichen Zeitabständen neue Sync-Software kaufe, setz' ich doch auch lieber auf eine private cloud.


    Aber es ist nicht nur nicht meine IT, über die wir hier reden. Es ist auch nicht mein Geld, das hier ausgegeben wird :cool:


    Ich vermute, die meisten Smartphones werden als Privatspielzeug genutzt.
    Die von Dir genannten Punkte sind möglicherweise (ich habe da keinen Überblick) für Unternehmen zutreffend. Aber wie sieht es mit Privatusern aus? Ich vermute, dass das Interesse der OS-Hersteller, die User (und Infos über deren Interessen) in die Cloud zu bekommen, ist größer, als das von sich aus explizit artikulierte Interesse der Privatuser an totalintegrierten Cloudlösungen.

    Hier gibt es 'ne ganze Reihe weiterer Bilder vom 920:
    http://www.flickr.com/photos/pureviewclub/


    Viele sehen wirklich gut aus, solange man sie nicht in der Originalauflösung anschaut.



    In der Originalauflösung kommt dann manchmal das Grausen:
    http://www.flickr.com/photos/p…2/sizes/o/in/photostream/


    http://www.flickr.com/photos/p…4/sizes/o/in/photostream/


    Also bei Tagesbildern sehe ich persönlich keine Vorteile zu anderen Winzkameras wie dem iPhone4S/5/SAMSUNG/HTC/SONY.


    Und bei den 920er Nachtbilder vom ersten Link in diesem Post habe ich auch zu nörgeln, denn die sehen für mich so aus, als wäre nur das Bildzentrum unverblurrt, während die Außenzonen der Nachtbilder trotz OIS ganz schön verwaschen daher kommen.


    Das bringt mich zu dem Schluss, dass OIS eben doch kein Stativ ersetzen kann (leider!!!). Und wenn ich sowieso ein Stativ nutzen muss, warum dann nicht ein 808 nutzen?


    Ich stelle aber nicht in Abrede, dass das 920 ein interessante Richtung einschlägt.

    Ich glaube nicht, dass jemand den Cloudwilligen die Cloud verbieten will. Cloud hat ja Vorteile, die auch immer wieder zutreffend beschrieben werden.


    Aber manche User wollen einfach die WAHL haben dürfen, ob sie die Cloud nutzen WOLLEN oder nicht. Momentan werden diese User in die Cloud gezwungen und müssen einiges an Energie aufwenden (Recherche, ausprobieren etc.) um eben diesen Zwang zu umgehen.


    Ich glaube das Thema würde viel entspannter angegangen, wenn eine Alternative wenigstens existieren würde. Ob man die dann nutzt, steht doch auf einem anderen Blatt. Ich synce ein einziges Mobilgerät mit zwei PCs. Das war's, mehr Sync gibt's bei mir nicht. Als Privatnutzer MUSS ich die Cloud warum nochmal nutzen? Warum DARF ich keine Alternative haben?


    Es geht also nicht um entweder-oder, sondern um sowohl-als-auch.

    Hier gibt es einen netten Artikel, der sich mit potentiellen Alternativen zu Symbian beschäftigt:
    http://www.allaboutsymbian.com…an_fans_platform_swit.php


    Und nicht vergessen, die Kommentare zu lesen, zumindest die langen!


    Zitat

    Original geschrieben von Benz-Driver
    Ja, schon, aber Opera Mobile (nicht Mini) ist auf Android selbst mit einem 1GHz Single-Core sauschnell.


    Dafür ruckelt bei Android auf 1GHz alles Andere wie 'ne Diashow ... *SCNR*

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    Original geschrieben von fiv
    Nokia sollte einfach in solchen Märkten irgendwo einen eigenen Stand aufbauen, schließlich hat Apple eine eigene Abteilung. Schön ein Stand mit Lumias in allen Farben und kompetenten Nokia-Mitarbeitern welche die Premium-Features hervorheben und auf Fragen fachgerecht antworten.


    das bringt wenig, da nichtmal explizit von nokia engagierte agenturen ihre leute schulen. Als ich mich für das 808 interessierte, war da eine komplett in nokia eingekleidete dame (die sonst nicht da war), die absolut null plan hatte. Sie konnte keine frage beantworten. Sie hat es zwar versucht, aber sie tat mir richtig leid, wie hilflos sie auf dem telefon rumscrollte. Es war so deutlich, dass sie noch nie im leben irgendwas mit symbian zu tun hatte. Als sie mir das 800 "demonstrierte", war es das gleiche peinliche desaster.