SO viel Verständnis ich für Jochen habe, so sehr geht es doch ein bißchen in Richtung utopisches Wunschdenken.
Sport funktioniert primär über Identifikation mit einem Verein oder einem Land. So wie fast alles im leben über Identifikation geschieht. Wäre jetzt die Diskussion "ist Identifikation notwendig, ist sie positiv" etc...wäre ich genau seiner Meinung, denn Identifikation steht für mich für ein Grundübel des Lebens. Bin ich katholik, bin ich Europäer, bin ich schwarz oder weiß? immer identifiziere ich mich mit etwas, fühle mich dadurch zugehörig und grenze fast automatisch andere aus. Ich gut du Böse. So funktioniert noch Heute Politik (siehe die Achse des Bösen).
Dies jetzt allerdings im Sport ändern zu wollen, ist IMO des Guten zu viel. Ich schaue mir manchmal Partien von "Identifikationsfernen" Teams an....langeweile pur (es sei denn, es ist ein Fußball Leckerbissen). Tennis seit Becker...nada...
Ustinov hat gesagt, er ist sehr dankbar über den Sport, seinen Hymnen, Fangesängen, weil es den Identifikationskrieg der Menschen vom Schlachtfeld wenigstens in die Stadien transportiert.
Ohne Identifikation leben zu können ist ein Traum und vielleicht das Ideal des menschlichen Zusammenseins, aber dafür bedarf es nahezu erleuchtete Menschen und die sehe ich leider nirgends.
Also bei allem Verständnis, so schlimm geht es hier absolut nicht zu! Fußball ohne Emotion ist kein Fußball und wenn diese Emotionen mal kurz hier reinschwappen ist es noch lange kein Grund die Diskussions und Abstraktionsfähigkeit der hier vertretenen Personen anzuzweifeln (oder daran zu verzweifeln) ![]()
Nichts für ungut, möge Bayern Bremen schlagen und Schalke gegen hannover verlieren, Muhahahaha :p ![]()