Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Struppel
    Mir ist bei meinen Fotos aufgefallen, dass manche Programme hochformatige Bilder in der richtigen Lage anzeigen, andere wiederum nicht. Es muss also nicht unbedingt an der Kamera liegen, wenn es nicht richtig funktioniert. Die Ursache könnte auch das verwendete Programm zum Anzeigen oder Bearbeiten der Fotos sein.

    Manche Kameras speichern das Bild tatsächlich auch hochkant, andere hinterlegen nur die Lage-Information in den Exif-Daten.


    Es hängt dann, wie du schon richtig schreibst, vom Anzeigeprogramm ab, was es daraus macht.

    Merlin: Okay, dann habe ich dich falsch verstanden. Sorry.


    Vor allem sollte man bei all der Fachsimpelei nach weiteren technischen Lösungen eines nicht vergessen: Eine technische Lösung hat erst dazu geführt, dass dies alles möglich war: Die gesicherte Cockpittür.


    Ohne diese Türe hätte der Copilot den Piloten nicht sicher aussperren können.


    Jede Sicherungsmaßnahme hat also wiederum ihre Schattenseiten.

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    Original geschrieben von Merlin
    Da wäre aber schon ganz schön viel kriminelle Energie vorhanden.

    Naja, das ist doch völlig normal, dass man den Preis drücken will. "Kriminell" würde ich das nicht nennen, das ist ganz normales Handeln.


    Pikant ist hier jedoch, dass dem Kunden vorher ein unverbindliches Angebot gemacht wird, um ihn anzulocken. IMHO wäre dieses Gebaren eher was für die Wettbewerbshüter, nicht für den Staatsanwalt.

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    Original geschrieben von Merlin
    Das ganze kann man mit einem Airport-Leitstrahlsystem noch kombinieren, wenn Umgebung passt und Leitstrahl da, dann gut, wenn nicht, dann nicht.

    Wie wäre dann der Pilot damals in der Lage gewesen, den Flieger sauber in den Hudson zu setzen, wenn der Computer sich dagegen gewehrt hätte?


    Irgendwie kommen mir gerade die Worte in den Sinn: "Was tust du, Dave? ... Das darfst du nicht tun ..."


    Nein. Der Pilot muss meiner Meinung nach immer in der Lage sein, das Flugzeug dorthin steuern zu können, was technisch möglich ist.
    Die Airbus-Steuerung ist ja vergleichbar mit dem "P"-Modus einer Spiegelreflexkamera. Sie sorgt dafür, dass das Manöver, das der Pilot über den Stick vorgibt, vom Flugzeug im Rahmen seiner Möglichkeiten ausgeführt wird.


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    Im Prinzip ja, aber dann ist die ganze Gängelung vorher obsolet. Entweder der Pilot kann *immer* selbstständig entscheiden und das Flugzeug fliegen, oder die Elektronik macht das, dann muss aber auch gewährleistet sein, dass der Pilot (und die Elektronik) keinen Blödsinn anstellen kann.

    Du hast das Prinzip nicht verstanden. Bei einem klassischen Flugzeug steuert der Pilot die Steuerelemente selbst, i.d.R. gibt es eine direkte mechanische Verbindung zwischen dem Steuer und den Rudern. Das heißt aber auch, dass er alle Parameter selbst kontrollieren muss. Er muss für die richtige Trimmung, Geschwindigkeit, usw. selbst sorgen.


    Beim Fly-by-Wire-System von Airbus bewegt der Pilot mit dem Stick jedoch nicht das Quer- und Höhenruder direkt, sondern "lenkt" das Flugzeug als Ganzes. Der Steuerungscomputer berechnet daraus dann die jeweiligen Anstellwinkel für die Ruder – und zwar stets innerhalb der Grenzen, die das Flugzeug zu dem Zeitpunkt ausführen kann. Man sagt, dass es – bei ausreichender Höhe – praktisch unmöglich ist, einen Airbus durch ein Manöver zum Absturz zu bringen.


    Im Grunde ist das so wie mit dem Gaspedal beim Auto. Da drückst du auch nur drauf, um zu beschleunigen. Aber du musst dir keine Gedanken über die Kraftstoffmenge, das Luft-Kraftstoff-Gemisch, den Ladedruck und den Zündzeitpunkt machen. Du kannst den Motor durch reines Gasgeben nicht absaufen lassen. Müsstest du alle Werte selbst einstellen, dann schon.

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    Original geschrieben von hottek
    obwohl, eigentlich nicht, die Systeme die im Auto immer aktiv sind funktionieren ja so dass unter allen Umständen die Steuereingaben des Fahrers immer umgesetzt werden.

    Zumindest bei den "besseren" Autos kann man z.B. Traktionskontrolle, ESP, usw. abschalten, wenn der Fahrer dies wünscht.


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    Aber hier wird ja gefordert dass ein System programmiert wird das es nicht ermöglicht außerhalb einer Landebahn eine Bodenberührung zu haben. Das wäre wie wenn es im Auto einen Spurhalteassistent gäbe der verhindert dass man befestigte Straßen verläßt.

    Bei Top Gear hatten sie mal einen Supersportwagen von Nissan gezeigt, der anhand des Navis die Höchstgeschwindigkeit limitiert und nur dann, wenn du dich nicht auf einer öffentlichen Straße befindest (also auf dem Racetrack), auch 300 km/h zulässt.


    Gruselig.

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    Original geschrieben von stanglwirt
    Warum ist das so? Es kann ja schon jeder länger als 20 sek. die Luft anhalten.

    Neben dem Sauerstoffmangel ist die Veränderung des Drucks selbst noch ein Faktor, wodurch -- vereinfacht gesagt -- der Stoffwechsel gestört wird. Gibt da verschiedene Effekte, zudem noch Ödeme, Embolien, usw.


    Aber es tritt eben nicht plötzlich ein. Das Zeitfenster reicht bei Verkehrsflugzeugen bei trainiertem Personal aus, die Gegenmaßnahmen einzuleiten. Und die bestehen bei den Piloten zuallererst darin, die Sauerstoffmasken anzulegen.

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    Original geschrieben von ElChefe
    In über 10km Höhe bleiben Dir vielleicht 20 Sekunden bis zur Ohnmacht.

    Mir sind Werte von bis zu einer Minute bekannt, aber sei's drum. Wie gesagt: Da der Druckabfall in einem so großen Raum wie einem Verkehrsflugzeug nicht schlagartig eintreten kann, erhöht das die Reaktionszeit zusätzlich.
    Druckabfall ist zudem ein regelmäßig trainiertes Szenario, bei dem jeder Handgriff sitzen sollte.

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    Original geschrieben von Merlin
    Damit erscheinen die ganzen KFZ-Assistenzsysteme in einem ganz anderen Licht ... :p

    Hehe... Aber das stimmt. Einige Assistenzsysteme lassen sich beim Auto auch abschalten, andere wiederum nicht.


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    Gerade bei Flugzeugen, bei denen ja so viel automatisiert ist, sollte es hochentwickelte Anti-Kollisions-Systeme geben, die man natürlich auch abschalten können muss, aber dann eben nur durch *zwei* Leute.

    Ähm, besser nicht. In Notlagen muss es schnell gehen. Und wenn tatsächlich einer der Piloten ausgefallen sein sollte, kann der verbleibende ja schlecht sich den Purser kommen lassen, der dann seine Entscheidungen zu verifizieren hat.


    Wenn du anfängst, dem Kabinenpersonal grundsätzlich zu misstrauen, dann kannst du es mit der Fliegerei auch komplett sein lassen. Das gesamte System beruht darauf, dass sich an jedem Posten eine Person befindet, die genau weiß, was sie tut.


    Grundsätzlich sind bereits die ganzen Prozeduren an Bord redundant und mit gegenseitiger Kontrolle versehen. Sie jedoch noch technisch auf eine erzwungene "Doppelbedienung" zu versehen, würde das gesamte System ad absurdum führen.


    Das mag im Supermarkt richtig sein, dass immer die Kassenaufsicht angetrabt kommen muss, wenn die Kassiererin ein Storno vornehmen möchte. Aber in einem Flugzeug mit per Definition gut ausgebildetem und integerem Personal, wäre das ein Widerspruch.

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    Original geschrieben von SilentBoB
    viell. machen die solch 'krasse' abwerrtungen auch nur, weil sie grad nicht ankaufen wollen? ähnlich wie bsplw. amazon händler, die zeitweilig z.b. 1m hdmi kabel für 9000€ anbieten...?!

    Dann hätten sie vorher den Wert schon niedriger taxiert, statt den Kunden das Gerät einschicken zu lassen.


    Ich bewerte das ganze schon als System, das auf einem ähnlichen Level rangiert, wie manche Leasingfirmen anfangs vollmundig versprechen, dass "leichte, nutzungstypische Mängel" akzeptiert werden, aber dann bei der Rückgabe jeden Krümel als Grund zur Minderung des Restwerts ansehen. Da gibt es ja auch bei den verschiedenen Leasing-Firmen sehr, sehr große Unterschiede.


    Juristisch bewegt sich das in einer Grauzone.