Zitat
Original geschrieben von Ma-Dai
Im Endeffekt macht er damit aber genau das gleiche, wie ein "Bonze da oben", der ein Unternehmen für eine kurzfristige Rendite / Dividende gnadenlos auspresst, nur um es danach abzuwickeln...
Ja, das ist die Ironie dabei. Und das "dumme Volk" merkt es nicht, weil er ja schließlich für die "gute Sache" kämpft.
Das ist halt so wie wenn Entwicklungshelfer in Afrika einen Brunnen bohren, der das Dorf dann schlagartig in eine blühende Oase verwandelt -- damit es dann ein paar Jahre später, wenn das Grundwasser aufgebraucht ist, noch schlimmer dran ist als vorher.
"Gut gemeint" ist eben das Gegenteil von "gut gemacht".
Aber sobald sich ein Arbeitnehmervertreter ja auch mit den Auswirkungen seiner Forderungen auf das Unternehmen beschäftigt, gilt er ja gleich als Verräter. Schließlich ist das Unternehmen, für das man arbeitet, der Feind.
Ich frage mich da immer: Wenn ich meinen Arbeitgeber als "Feind" ansehe, warum arbeite ich für ihn?
Schon ziemlich meschugge, oder?