Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Goyale
    Weil ich für irgendeinen dieser Ausbeuter arbeiten muss, damit ich Geld verdiene. Und weil es keine fairen AG gibt ;) .

    Achso, richtig... Das sind ja immer "die da oben"... :rolleyes:


    Manchmal beneide ich die Menschen, die eine so eingeschränkte Wahrnehmung und klare Feindbilder haben. Damit muss es sich doch viel, viel einfacher leben, oder?

    Re: E-Post Travelscan, Meinungen, Dikussionen


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    Original geschrieben von Tetovar
    ich wollte euch mal kurz von meinem Test mit dem Scandienst der Post erzählen.

    Danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich hatte diesen Dienst auch mal gesehen und mir überlegt, das für den Urlaub zu buchen.

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    Original geschrieben von Goyale
    100% Zustimmung. Aber das ist Wesselsky sowas von scheissegal, weil er sein Geld dann reinhat. Ob in 10 Jahren die Bahn massiv Jobs abbauen muss, weil wegen der Streiks viele Kunden abgewandert sind, interessiert ihn nicht die Bohne.

    Man könnte hier ja sogar eine Verschwörung wittern, dass er mit den Betreibern der Fernbusse unter einer Decke steckt. Denn die sind die Profiteure dieses Arbeitskampfs.

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    Im Endeffekt macht er damit aber genau das gleiche, wie ein "Bonze da oben", der ein Unternehmen für eine kurzfristige Rendite / Dividende gnadenlos auspresst, nur um es danach abzuwickeln...

    Ja, das ist die Ironie dabei. Und das "dumme Volk" merkt es nicht, weil er ja schließlich für die "gute Sache" kämpft.


    Das ist halt so wie wenn Entwicklungshelfer in Afrika einen Brunnen bohren, der das Dorf dann schlagartig in eine blühende Oase verwandelt -- damit es dann ein paar Jahre später, wenn das Grundwasser aufgebraucht ist, noch schlimmer dran ist als vorher.


    "Gut gemeint" ist eben das Gegenteil von "gut gemacht".


    Aber sobald sich ein Arbeitnehmervertreter ja auch mit den Auswirkungen seiner Forderungen auf das Unternehmen beschäftigt, gilt er ja gleich als Verräter. Schließlich ist das Unternehmen, für das man arbeitet, der Feind.


    Ich frage mich da immer: Wenn ich meinen Arbeitgeber als "Feind" ansehe, warum arbeite ich für ihn?


    Schon ziemlich meschugge, oder?

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    Original geschrieben von Goyale
    Der Wesselsky macht, kurzfristig betrachtet, seinen Job sehr gut, denn er holt das Maximum an Geld für seine Gewerkschaftsmitglieder raus. Er führt den Bahnkonzern am Nasenring durch die Manege. Dasselbe betrifft auch sinngemäß die Piloten, Fluglotsen etc.

    Gib dem Menschen Macht, und er wird sie missbrauchen.


    Ich finde es ja bezeichnend, dass dieses Vorgehen ja sogar von seinem Vorgänger Schell scharf kritisiert wurde.

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    Langfristig gesehen hat die Bevölkerung hoffentlich irgendwann die Nase voll davon, dass eine kleine Gruppe kaum austauschbarer Spezialisten alles lahmlegt, so dass hoffentlich bald eine gesetzliche Regelung dagegen geschaffen wird.

    Dank des Streikrechts geht es ja noch nicht einmal um die Frage, ob jemand "kaum austauschbar" ist, da er ja nicht ausgetauscht werden darf.


    Einen Lokführer kannst du leicht ersetzen. Das Sicherheitspersonal sogar noch schneller. Bei Piloten und Fluglotsen sieht das schon anders aus. Da sind allein schon die körperlichen Voraussetzungen so hoch, dass es nicht viele Menschen gibt, die das leisten können. Von der langwierigen und kostspieligen Ausbildung mal ganz zu schweigen.

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    Mir würde es ja schon reichen, wenn er wenigstens auf die Argumente eingehende Stammtischparolen ablassen würde...

    Naja, das zeigt immerhin, wie einfach es Gewerkschaften haben, solche Leute einzufangen und vor ihren Karren zu spannen. ;)

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    Um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht mehr wirklich, worum es denen noch geht. Für das Umsetzen der eigenen Ziele wäre ja eher "größtmöglicher Schmerz für das Unternehmen" die richtige Strategie. In den letzten Monaten lief es ja eher auf "Bevölkerung gegen uns aufbringen" und "Begründung für Tarifeinheit liefern" hinaus.


    Oder läuft das eher frei nach Brendan Behans "There's no bad publicity except an obituary"? ;)

    Ich habe den Eindruck, dass es den Gewerkschaften vornehmlich um die Rechtfertigung ihrer selbst geht. Der ganze Zirkus wird meines Erachtens nur veranstaltet, um neue Mitglieder zu werben und bestehende zu befriedigen. Die sollen für ihr Geld ja was ordentlich geboten bekommen. Die Mitglieder (oder potenzielle) sehen ja auch nicht die schlechte Presse, da sie sich ja selbst im Recht wähnen. Da ist das nur noch mehr Bestätigung.


    Das schlimmste, was eine Gewerkschaft passieren kann, ist eine einvernehmliche Gehaltsrunde. Zack, fertig. 5% mehr. Kein Streik, kein Aufhebens. Wenn sowas passiert, dann fragen sich die Mitglieder und die neu ins Berufsleben eintretenden Angestellten, wozu sie denn überhaupt eine Gewerkschaft brauchen.


    Sowas kann eine Gewerkschaft nicht zulassen, denn schließlich lebt sie ja von den Mitgliedsbeiträgen. Ironischerweise herrscht dort in den Führungsetagen nicht mehr oder weniger Klüngel als in anderen Organisationen und Unternehmen.


    Um die "große Sache", also den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen, geht es doch schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

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    Original geschrieben von Pitter
    Genau, die sind im gleichen Boot. Der Arbeitnehmer muss sich seine Abfindung, wenn er denn eine erhält, auf das Arbeitlosengeld anrechnen lassen und der Geschäftsführer/Vorstand, muss sich ggf. mit ein paar Milliönchen begnügen, wenn er denn keine Lust mehr hat weiterzumachen.

    Entschuldige bitte, aber geht es nicht noch eine Stufe platter?


    Was genau erwartest du von dieser Diskussion hier, wenn du fortwährend eine Stammtischparole nach der anderen ablässt?

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    Original geschrieben von Ma-Dai
    Zumal ein (längerer) Streik im Güterverkehr wegen Konventionalstrafen und Abwanderung der Kunden auf sicherere Liefermöglichkeiten deutlich schmerzhafter für die Bahn, Lufthansa, etc. wäre.

    Das sehe ich genauso. Das zeigt doch letztlich, um was es den Gewerkschaften tatsächlich geht.