Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von archie83
    Wovon soll derjenige dann leben? Bei Arbeitsunwilligkeit gibt's kein Arbeitslosengeld.

    Hier ging es darum, ob jemand einen bestimmten Job nicht machen will, nicht ob er generell arbeiten will.


    Ich kann Klos putzen, aber ich will es nicht.


    Darum suche ich mir einen anderen Job.


    Wenn jemand überhaupt nicht arbeiten will, dann hat er in meinen Augen kein Anrecht auf eine Unterstützung.

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    Original geschrieben von cyberman
    Es ging nicht um die Höhe des Gehaltes.
    Es ging darum was das Einstellungskriterium in den höheren Positionen ist.

    Hier geht es ums Gehalt und nichts anderes.


    Dass höher dotierte Positionen speziellere Einstellungskritieren haben, ist doch genau das Thema. Ob das nun die eine besondere Fähigkeit oder die Nasenlänge ist – völlig egal. Wieviel derjenige bekommt, entscheidet im freien Markt, wie viele Kandidaten für einen solchen Posten verfügbar sind.

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    Original geschrieben von Goyale
    Was sollen diejenigen AN machen, welche einen super Job z.B. in der Produktion machen, aber intellektuell oder sprachkenntnismäßig nicht in der Lage sind, selber auf Augenhöhe mit dem AG das Gehalt zu verhandeln? Irgendjemand muss auch deren Interessen vertreten.

    Klar. Das kann nicht jeder einzeln machen. Da ist es ja auch durchaus legitim, wenn es Vertreterschaften gibt, die dort Verhandlungen führen. Da spricht ja auch absolut nichts dagegen.


    Mir geht es ja nur darum, dass ein Streik, also erpresserische Arbeitsverweigerung, nicht das probate Mittel darstellen. Insbesondere dann, wenn eben eine öffentliche Infrastruktur dadurch beeinträchtigt wird.


    Alternativ könnte man auch einfach einführen, dass die Gewerkschaften für die durch ihren Arbeitskampf verursachten Schäden in voller Höhe aufzukommen haben. Dann können sie ja abwägen, ob es das tatsächlich wert ist.


    Denn momentan haben sie ja die unglaublich bequeme Situation, dass es ihnen völlig egal sein kann, ob durch die Streikfolgen Dritte geschädigt werden.

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    Original geschrieben von cyberman
    Ich übernehm hier mal das Antworten.
    In Konzernen zu 99,9% Vitamin B.
    Können, Leistung oder Angebot und Nachfrage ist es eher nie.

    Nur weil eine Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben wird (um es mal höflich auszudrücken), bedeutet das doch lange nicht, dass sich die Höhe des Gehalts nicht nach den Marktregeln richtet.


    Was habt ihr da für seltsame Vorstellungen?

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    Original geschrieben von berry2
    Insbesondere interessant, ob mit dem Update auch das "Freeze-Problem" behoben wurde, so wie von Microsoft im November angekündigt. (wobei da ja nicht stand, mit welchem Update das wann behoben wird).

    Da es kein Firmware-Update ist, dürfte das unwahrscheinlich sein. Aber ich kann mich da auch irren.

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    Original geschrieben von Pitter
    Wo habe ich was zur Intelligenz von bestimmten Managern geschrieben?

    Ich nahm an, dass du, wenn du von "Nullen" spricht, damit auf ihren Geisteszustand anspielst. Zumindest verstehe ich das so, wenn ich jemanden als "Null" bezeichne.


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    Die sind, zumindest beim Wirtschaften in die eigene Tasche, sehr clever, was man von der Arbeit für das Unternehmen oft nicht sagen kann.
    Ich behaupte nur, dass dort Angebot und Nachfrage eher selten zum Zuge kommen, sondern andere Kriterien eine Rolle spielen.

    Welche?


    Wenn du behauptest, dass Angebot und Nachfrage nicht zum Zuge kommen, dann bedeutet dies ja, dass praktisch jeder diese Kritieren erfüllen könnte.


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    Warum denkst du zum Beispiel, hat Daimler Milliarden für das Chryssler-Abenteuer in den Sand gesetzt? (Bei dem man ganz nebenbei auch noch den Namen des Automobil-Erfinders aus dem Unternehmensnamen getilgt hat.)
    Da hatte die exorbitante Erhöhung des Vorstandssalärs nach der Fusion - begründet mit der Anpassung an die Gehälter der Chryssler-Vorstände - nichts zu tun, nie-niemals-nicht.

    Du nimmst es mir sicherlich nicht übel, dass ich mich aus derartigen plumpen Verschwörungstheorien heraushalte.


    Kleiner Denkanstoß: Der Vorstand kann eine solche Entscheidung dieser Tragweite nicht eigenmächtig entscheiden. Und wenn er es tatsächlich könnte, dann ist auch das die Verantwortung der Eigentümer, derartiges zuzulassen.

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    Das war ganz sicher nur eine Frage von Angebot und Nachfrage. ;)

    Ähm... Was bitte hat das eine mit dem anderen zu tun?


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    Und das man für die fürstlichen Einkommen niemand finden konnte, der ein Unternehmen weniger als Nonnenmacher, Middelhoff und Co. an die Wand gefahren hätte, glaubst auch nur du.

    Was ich "glaube", steht hier überhaupt nicht zur Diskussion.

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    Original geschrieben von khaos
    Das mit der Angebot und Nachfrage ist doch Unsinn, klar muss man für gefragtere Jobs die wenige machen oft was drauf legen als Chef um jemand zu finden, aber was ist denn zB mit Erziehern. Da wird doch auch Händeringend nach Nachwuchs und Fachkräften gesucht, aber gut bezahlt wird trotzdem nicht.

    Auf dem freien Markt verdienen die Erzieher gutes Geld.


    Aber ich schrieb ja bereits, dass es in vielen Bereichen eben keinen Markt gibt, der das reguliert, sondern die Preise "diktiert" werden, was dieses Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage empfindlich stört.


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    Anders bei Akkord/Schichtarbeit im Lager beispielsweise. Warum verdient einer bei Amazon im Lager nur ein Apfel und ein Ei und bei Porsche beispielsweise deutlich mehr trotz geringerer Wochenarbeitszeit obwohls beides Arbeit im Lager und komissionieren von Teilen ist.
    Weil die einen eben bessser Organisiert sind als die anderen, sei es durch ein besseren Betriebsrat oder durch die Gewerkschaft oder was auch immer.

    Genau. Und das hat dann nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun.


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    Nur weil jeder einen Job machen kann bedeutet es nicht das auch jeder ihn machen will für das Geld.

    Jemand, der einen Job nicht machen will, der kann ihn auch nicht machen. Es ist bei der Frage irrelevant, ob die Gründe in körperlichen, geistigen Fähigkeiten oder der Motivation liegt.


    Wobei sich ein Teil davon ja mit Geld durchaus beeinflussen lässt.

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    Wenn gerade an dem aktuellen Beispiel jeder Trottel Sicherheitsfachkraft werden kann, warum entlässt dann der Flughafen nicht einfach die Streiker und holt sich neue dümmere Leute die den Job für weniger Geld machen würden? Vielleicht weil sie keine finden die es für weniger Geld machen?

    Weil dies das Streikrecht verbietet.


    In einer freien Marktsituation wäre das auch genau so. Die "Erpresser" würden einfach vor die Tür gesetzt und durch Arbeiter ersetzt, die keine solchen Ansprüche hätten.


    Aber diese Möglichkeit hat der Arbeitgeber nicht, so dass die Gewerkschaften hier nahezu freie Hand haben.


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    Ich war selbst auch schon davon betroffen, von Bahn sowie auch Flug Streiks. Nur wenn ich mir selbst das Recht herausnehme streiken zu dürfen, dann muss ich das auch bedingungslos allen anderen zugestehen und nicht weil es mir unbequem ist manchmal von anderen fordern dies zu unterlassen oder sogar vom Gesetzgeber Streikverbote zu verlangen.

    Ich nehme mir nicht das Recht heraus, streiken zu dürfen. Bisher habe ich mein Gehalt mit meinem Arbeitgeber immer direkt verhandelt. Und statt ihn mit Arbeitsverweigerung zu erpressen, habe ich ihm statt dessen dargelegt, welchen Mehrwert ich für das Unternehmen darstelle. Ich habe auch schon den Arbeitgeber gewechselt, um mehr Geld zu bekommen. Angebot und Nachfrage – so einfach ist das.