Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Das ist dann tatsächlich ein Preis, bei dem für den Entwickler netto was übrig bleibt.
Zwar mag ich auch keine Verschwörungstheorien. Wenn allerdings in großem Ausmaß Dinge zu nicht kostendeckenden Preisen vertrieben werden (die 1,99 kamen ja erst später ins Rennen), muss es andere Gründe als die Gewinnerzielungsabsicht über den Marktpreis für dieses Vorgehen geben.
Und bei diesen anderen Gründen steht die Datengewinnung ganz oben, ohne dass diesem Umstand ein Verschwörung zugrundliegt.
Threema kostete schon immer 1,99 Euro. Die 99 Cent waren ein Einführungsangebot, und das wurde auch klar so kommuniziert.
Deine Verschwörungstheorie hat jedoch einen kleinen Denkfehler: Wenn sie es tatsächlich (nur) aufs Datensammeln abgesehen hätten, dann würden sie die App kostenlos raushauen. Das ist das Geschäftsmodell von Google.
Davon abgesehen: Wie willst du abschätzen, ob 99 Cent oder 1,99 Euro kostendeckend sind? Der App-Preis allein sagt nichts darüber aus, denn die Grenzkosten sind (wurde ja bereits schon erwähnt) nahe Null.
Also geht es nur darum, so viele Kunden wie möglich zu bekommen. Und das ist eben ein Balanceakt mit dem Preis: Wie viele Käufer gäbe es bei 1, 2 oder 3 Euro?
Software-Entwicklung ist immer eine Wette darauf, dass ausreichend viele Produkte verkauft werden können, um die Investitionssumme wieder herein zu bekommen.
Laut Presseberichten hatte Threema Mitte des Jahres rund 3 Mio Nutzer. Wenn man mal grob davon ausgeht, dass vom Kaufpreis etwas über die Hälfte ausbezahlt wird, dann sprechen wir hier von 1,5 Mio Euro.
Und du meinst nicht, dass dies "kostendeckend" sei?