Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von HHFD
    Jeder Verbrenner hat ebenfalls ein Motorsteuergerät (MSG), was kaputt gehen kann (und kaputt geht, wie man in diversen Foren nachlesen kann).

    Ja, eben. Also warum sollte sich dann bei den Stromern irgend etwas ändern?

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    Bei Verbrenner müssen eben zusätzlich zum MSG-Risiko alle xx Tkm die Zündkerzen, Öl usw. gewechselt werden.

    Den Löwenanteil der Werkstattrechnung machen doch die Arbeitsstunden aus. Da spielen die zu wechselnden Verschleißteile kaum eine Rolle. Und viele Verschleißteile, die die Kühlung, Lüftung, Lenkung, Bremsen und Fahrwerk betreffen, hat ein Stromer genauso.


    Wenn ich auf meine Inspektionsrechnung schaue, dann betrifft nur ein Bruchteil davon wirklich spezifische Teile, die nur ein Verbrennungsmotor hat.


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    Und wenn der ADAC wegen elektrischer Probleme gerufen wird, dann ist das wohl zu einem Großteil Starthilfe infolge schwacher Batterie oder Lichtmaschine (hat ein Elektroauto beides nicht). Oder es kann durchaus eines der tausenden Kabel, die ein Verbrenner im Motorraum hat, durch Feuchtigkeit, Ölaustritt oder infolge Durchscheuerns defekt sein.

    Ich habe nicht von elektrischen Problemen, sondern von der Elektronik gesprochen.


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    Weniger Kabel = geringere Fehleranfälligkeit.

    Stimmt, weil ein Elektroauto ja weniger Kabel hat. :rolleyes:


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    In einem gebe ich Dir allerdings recht: auch bei Elektroautos werden die Hersteller durch geplante Obsoleszenz dafür sorgen, daß alle paar Jahre mal ein teures Teil defekt ist.

    An derartigen Verschwörungstheorien beteilige ich mich nicht.


    Und nochmal: Der Punkt, dass der Akku kein Autoleben lang hält, ignorierst du beharrlich. Wenn nach sechs Jahren der Akku im Eimer ist bzw. so viel an Kapazität verloren hat, dass du deine täglichen Wege nicht mehr damit zurück legen kannst, dann stellt das gerade bei kleineren Wagen einen wirtschaftlichen Totalschaden dar.

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    Original geschrieben von HHFD
    Beim Elektroauto muß halt das Steuergerät in Ordnung sein, das wars schon.

    Genau.


    Zündkerze defekt: 5 Euro


    Steuergerät defekt: 1.500 Euro


    Merkste was? ;)


    Mechanik kann man noch reparieren. Bei den elektronischen Steuergeräten lötet aber niemand das SMD-Bauteil aus.


    Kleines Beispiel: Ich hab bei meinem Wagen aufgrund eines Kabelbruchs einen Kurzschluss bei einem Standlicht. Früher wäre da einfach die Sicherung durgebrutzelt. Bei meinem Wagen ist leider das Lichtsteuergerät verstorben.


    Nur weil es weniger mechanische Bauteile gibt, heißt es noch lange nicht, dass die Systeme weniger komplex seien. Die Komplexität verlagert sich nur - in die Elektronik und Software.


    Die mechanische Schreibmaschine meines Vaters hatte nie einen Ausfall. Allenfalls sind mal zwei Typen verklemmt, wenn man zwei Tasten gleichzeitig gedrückt hat. Wie oft ich seinen PC, der ja viel, viel weniger komplex ist, wieder zum Laufen bringen musste, kann ich nicht mehr zählen.


    Es ist naiv anzunehmen, dass mit Elektroautos die Wartungskosten sinken. Vor allem, weil es eine neue Technik ist. Die Hersteller haben doch jahrzehntelange Erfahrung bei Verbrennern. Das E-Auto ist Neuland. Bis man dort dieselbe Erfahrung aufgebaut hat, werden Jahrzehnte vergehen.


    Auch frage ich mich, warum ihr so entschlossen ignoriert, dass die häufigste Pannenursache heute schon Elektronikprobleme sind. Da kann der ADAC-Mann nicht mal eben einen Keilriemen austauschen. Wenn das Steuergerät spinnt, dann ist Ende.


    Hier wird doch auch immer gejammert, dass man heutige Geräte nicht mehr reparieren kann. Glaubt ihr tatsächlich, dass das bei dem E-Auto anders sein wird? Auch da wird dann großzügig getauscht. Und all die elektronischen Komponenten gehen dann mal richtig ins Geld.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Aber wir sind uns doch einig, dass die Wahrscheinlichkeit und Haeufigkeit mit zunehmender Komplexitaet steigt.
    Zig ist arg uebertrieben. Nichtsdestotrotz sind die Elektroautos deutlich weniger komplex.

    Das ist ein Trugschluss. Die Fahrzeuge haben zwar weniger mechanische Teile, dafür steigt die Komplexität der elektronischen Systeme.


    Und nochmal: "Elektronikprobleme" führt mittlerweile die Hitliste der häufigsten Pannen an.



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    Du hast da offenbar was flscah verstanden. Die passende Analogie ist: Du stellst dir ein paar Solarpanel in den Garten und laedst dein Elektroauto direkt mit dem daraus gewonnenen Strom. Dann zahlst du auch dafuer nichts.

    Ich habe ihn sehr gut verstanden. Nur vergesst ihr beide dabei die Kosten für die Anschaffung und Wartung der Solarzellen.


    Die Kosten müssen doch auf die Betriebsdauer umgelegt werden. Und das sind dann deine Stromkosten.


    Denn wenn das so einfach wäre, warum hat dann nicht jeder sein Dach voller Solarzellen? Das ist doch genau die Rechnung, die jeder macht, wenn er sowas anschafft. Das schlimme dabei ist: Ohne die staatliche Förderung würden sich viele Anlagen niemals amortisieren.


    Nebenbei: Die Idee ist natürlich verlockend, Solarzellen aufs Dach des Carports zu bauen. Dann müsste ich mir nur noch einen Job als Nachtwächter suchen, damit das Auto tagsüber bei Sonnenschein dort parken kann, statt nachts, wenn es dunkel ist. ;)

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    Original geschrieben von pommesmatte
    Schwachsinn, genau das Gegenteil ist der Fall, je größer der Motor (und auch der Akku) desto besser die Gesamteffizienz, er braucht UNTERproportional mehr Energie.

    Ich spreche nicht von der Größe des Motors, sondern vom Gesamtsystem. Je mehr Masse bewegt werden muss, desto höher ist der Energieaufwand. Das ist allereinfachste Physik. Um 500 kg Akku zu bewegen, ist mehr Energie nötig, als 200 kg. Das wiegt der größere Motor dann auch nicht auf.


    Zwar kann eine größere Maschine eine bessere Effizienz haben, doch wenn das Gesamtsystem einen höheren Verbrauch hat, dann nützt das nichts.


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    Dennoch gebe ich dir Recht, dass wir alle gerne ein kleineres Tesla Modell sehen möchten, mit weniger Oberklasse-Schnickschnack, aber rein betriebswirtschaftlich war es für Tesla sinnvoll am obersten Ende der Kundenmenge zu fischen.

    Logisch. Aber es zeigt eben die Grenzen der heutigen Technik auf. Nochmal, um es sich auf der Zunge zergehen zu lassen: 0,5t wiegt der Akku des Tesla S – und bringt ihn gerade mal 250 bis 300 km weit.


    Um bei unverändertem Gewicht des restlichen Autos die Reichweite zu verdoppeln, reicht es nicht aus, einen doppelt so großen Akku einzubauen. Denn dann würde der Wagen ja nochmal eine halbe Tonne mehr wiegen, die ebenfalls wieder bewegt werden muss.


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    Zu den Superchargern, die kann Tesla kostenlos anbieten (bzw. quersubventioniert über den Tesla Kaufpreis), weil ein Teil direkt autark mit Solarenergie betrieben werden, der Rest wird durch an anderer Stelle platzierten Solaranlagen betrieben.
    Abgesehen von Investition und Wartung kostet der Strom an sich also "nix".

    Ah, verstehe. Also wenn ich bei mir daheim zu einem Öko-Stromanbieter wechsle, der Strom ausschließlich aus Wind, Wasser und Sonnenkraft gewinnt, dann muss ich auch nichts mehr zahlen.


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