Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von HHFD
    Was bitte hält heutzutage ein Autoleben (für mich sind das mindestens 200.000 km) lang?


    Bei VW gehen reihenweise TSIs hoch, wegen der Steuerkettenproblematik. Verstopfte Diesel-Hochdruckinjektoren sorgen für Werkstattrechnungen im vierstelligen Bereich. Seitdem durch Downsizing auch die Benziner Turbolader haben, dürfen sich nicht nur die Dieselfahrer an sterbenden Turbos erfreuen.


    Ganz zu schweigen von Dieselpartikelfiltern, die den Motor ins Notprogramm zwingen. Oder es ist mal wieder die Lichtmaschine, Ölpumpe, Abgasrückführventil, Benzinpumpe oder der Kühler schadhaft. Und diese Liste läßt sich ncoh verlängern.

    Natürlich kann irgend etwas kaputt gehen. Aber das ist doch nicht der Regelfall. Das ist doch überall so, dass es eine gewisse Ausfallquote gibt.


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    Alles Dinge, die ein Elektrofahrzeug nicht hat, aber jedes Mal hunderte EUR Werkstattkosten generieren. Und deshalb mögen weder Politik noch Autoindustrie die Stromer. Es läßt sich einfach zu wenig dran verdienen.

    Dafür hat das Elektrofahrzeug wieder zig andere Dinge, die ein Verbrenner nicht hat. Allen voran der Akku.


    Hier wird doch im Forum immer gejammert, wenn ein Handy einen fest verbauten Akku hat und es so teuer ist, den wechseln zu lassen. Das ist beim Elektroauto nicht anders. Der Akku hält eben nicht ein Autoleben lang, so dass er früher oder später getauscht werden muss. Und das bezahlt man entweder einmalig oder jeden Monat durch Mietmodelle.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Fehlt da ein "nicht" im letzten Satz? Ansonsten gibst du Tesla ja mit der Strategie recht.

    Ja, stimmt... :D

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    Natuerlich werden die SuperCharger durch den Kaufpreis quersubventioniert. Nur wenn du schon die Kosten pro 100 km ausrechnest, dann spielt das eine entscheidende Rolle, ob man 25 Cent pro kWh zahlt oder 0 Cent.

    Es geht bei dem Vergleich doch weniger um das einzelne Modell, sondern um die jeweilige Technik.


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    Weitere Faktoren, die man beruecksichtigen sollte: Wartung und Verschleiss. An so einem Elektroauto ist deutlich weniger komplexe Technik dran. HHFD hat das ja schon ausgefuehrt.


    Und was den Gewichtsunterschied angeht: Motor, Getriebe und Tank eines herkoemmlichen KFZ wiege auch nicht gerade wenig.

    Der Gewichtsunterschied wird durch den dicken Akku wieder aufgefressen.
    Was Wartung betrifft, darfst du nicht vergessen, dass der Akku nur eine begrenzte Lebensdauer hat.
    Verschleiß hat das Elektroauto genauso. Denn auch hier hast du Bremsen, Stoßdämpfer und Betriebsstoffe für die Hilfsaggregate. Natürlich hast du bei einem Verbrennungsmotor viel mehr bewegte Teile, die auch verschleißen. Doch seien wir mal bitte ehrlich: Bei modernen Autos halten die Maschinen locker ein Autoleben lang. Teuer sind letztlich nur die Inspektionen, Ölwechsel, Filter, usw.
    Und wenn ich so lese, dass die Autos zunehmend Elektronikprobleme haben, dann kannst du dir an zehn Fingern abzählen, was das für Elektroautos bedeutet. Also wartungsärmer sind die gewiss nicht. Mehr noch: Während ich beim Verbrenner bestimmte Dinge noch selbst machen kann, sollte man bei einem E-Auto mit der Hochstromtechnik besser die Finger weglassen. ;)

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    Original geschrieben von HHFD
    Ganz so einfach ist es nicht. Der Normalfall sollte sein: nachts zu Hause laden, tagsüber fahren.


    Auswärts tanken nur bei Langstrecken, die aber bei den meist nur einen geringen Teil der Fahrten ausmachen.

    Der Tesla S kann hier kein Maßstab sein. 80.000 Euro für das Auto, 500 kg Akkupaket. Das Ding ist eine echte Umweltsau, wenn man es ehrlich betrachtet.


    30 kWh für 100 km wären beim deutschen Strommix 16,5 kg CO2, was lustigerweise so ziemlich dieselbe Menge ist, die mein Diesel auf 100 km hinten raus bläst.


    Also was genau habe ich durch solch ein Unkonzept, wie ein 2,1-Tonnen-Elektroauto gewonnen? Antwort: Nichts.


    Im Vergleich: der BMW i3 hat einen Verbrauch von rund 18 kWh auf 100 km, was 9,9 kg CO2 entspricht. Na, merkste was?


    Die "großen" Reichweiten bei den heutigen Elektroautos bekommt man nur hin, wenn die überproportional schwer sind. Das wiederum treibt den Verbrauch in schwindelerregende Höhe. Und da nützt es auch nichts, wenn man damit argumentiert, dass das Laden an den Tesla-Superchargern kostenlos ist.


    Für mich für den Alltag (!) wäre ein i3 mit Range-Extender die sinnvollste Lösung, wobei ich mir hier gewünscht hätte, dass BMW optional einen größeren Tank anbietet, so dass man im Benzinbetrieb dann auch wirklich mal eine längere Strecke fahren kann. Denn der gibt einem auch nur 100 km mehr Reichweite. Das kann also nur als Notreserve herhalten, macht den Wagen jedoch nicht langstreckentauglich, so dass man ihn dann eben doch nur als Zweitwagen nutzen kann. :(


    Da nützt es mir auch recht wenig, dass ich als i-Käufer die Möglichkeit bekomme, bei BMW günstig einen Langstreckenwagen zu mieten, um diese Lücke zu füllen.

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    Original geschrieben von harlekyn
    ...und bietet trotzdem sehr ordentliche Fahrleistung.

    Klar, viel hilft viel. ;) Aber das ist doch genau das Problem: Das Ding verbraucht eben überproportional viel Energie, um diese Fahrwerte hinzubekommen.


    Das ist doch derzeit die Krux: Wenn du mehr Reichweite willst, brauchst du einen größeren Akku. Der wiegt wieder mehr. Das zusätzliche Gewicht wiederum erhöht den Verbrauch. Der Wagen wird immer ineffizienter, je schwerer der Akku ist.


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    Du uebersiehst, dass die Nutzung der SuperCharger fuer dich kostenlos ist. Auch solltest du, wenn du schon vergleichst, auch Fahrzeuge aus den entsprechenden Klassen waehlen, also z.B. ne E-Klasse oder 5er BMW. Da relativiert sich der Anschaffungspreis ganz schnell.

    Nein, das übersehe ich nicht, aber es trägt nichts zur Diskussion bei. Bezahlen muss irgend jemand die Energie. Derzeit ist das eine reine Marketing-Aktion von Tesla, um den Verkauf zu fördern, die sich jedoch wirtschaftlich nicht aufrecht erhalten lässt, wenn die Marktdurchdringung größer ist.
    Wenn ich einen Firmenwagen habe, dann kann ich ja auch nicht sagen, dass der ja viel besser sei als irgendwas anderes, weil ja schließlich mein Arbeitgeber den Sprit bezahlt. Das kann also kein Argument für eine Technologie sein. ;)


    Mein Wagen ist übrigens ein älterer 320d. Ein aktueller 5er hat übrigens ähnliche Verbrauchswerte. Laut Spritsparmonitor liegt der Schnitt bei 7 Liter Diesel.

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    Original geschrieben von SAR
    Womit wir wieder beim Thema staatliche Subventionen wären. Wäre es nicht besser jetzt zu investieren und Kaufanreize für Elektroautos zu schaffen, z.B. durch Abwrackprämien oder deutlichen Zuschüssen wie in China, bevor man in ein paar Jahren total dumm aus der Wäsche schaut und dazu dann noch X Milliarden in die aussichtslose Rettung der deutschen Autoindustrie stecken muss ?

    Nein. Subventionen verzerren den Markt und fördern nur Fehlentwicklungen.


    Das Geld sollte sinnvoller eingesetzt werden, um echte Alternativen zu schaffen, wie z.B. ein komplett steuerfinanzierter Personennahverkehr. Denn dann bräuchten viele Menschen einfach kein Auto mehr, bzw. würden es nur noch für längere Strecken benutzen.

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    Original geschrieben von pommesmatte
    Du weißt schon was ein Tesla Supercharger ist?
    20 Minuten 200km, 30 Minuten 270km, 40 Minuten 320km.

    Ja, das weiß ich, wobei diese Angaben die "Herstellerreichweiten" sind. Angeblich soll der Akku des großen Modells ja 450 km weit reichen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass bereits nach 250 km der Saft ausgeht. Also wirst du mit 20 Minuten Ladevorgang auch nicht mehr als 100 km bekommen, usw.


    Da muss man nicht lange rechnen, um zu erkennen, dass das nicht ausreicht.


    Heute hat ein Auto eine Reichweite zwischen 500 bis 1000 km -- gehen wir mal von 600 im Mittel aus, weil es ja viele Kleinwagen gibt. Der Tankvorgang dauert maximal 10 Minuten. Nun ist es simpler Dreisatz, um herauszubekommen, wie viele "Supercharger" mehr als bisherige Tanksäulen es benötigte, um das abzudecken.


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    Für den täglichen Weg zur Arbeit und nach Hause muss man zwischendurch überhaupt nicht laden, die wenigsten haben mehr als 100km Arbeitsweg.

    Das ist richtig. Die Reichweite des Wagens ist für Kurzstrecken wunderbar. Aber zum Reisen ungeeignet.



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    Frankfurt Berlin braucht zwei, maximal drei Stops am Supercharger für je 20 Minuten oder eine Volladung in 60 Minuten (Reichweite vom Tesla S ist 480km oder 370km, je nach Akkugröße)

    Diese Reichweiten sind genauso unrealistisch wie die Verbrauchsangaben der Verbrennungsmotoren. Sprich: Frankfurt-Berlin ist mindestens eine Volladung nötig, bzw. bis zu sechs 20-Minuten-Stopps.


    Sorry, aber dann fahre ich lieber mit dem Bus.


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    Permanente Langstrecke ist aber nicht die Stärke der Elektroautos, das hat aber auch niemand behauptet. Dein "wenn ich MAL ein längere Strecke hab" wird aber perfekt erfüllt und das wofür 90% ihr Auto nutzen, nämlich täglich zur Arbeit zu pendeln schafft ein Elektroauto problemlos.

    Eine subtile Kleinigkeit darf man beim Tesla S nicht vergessen. Der Wagen transportiert einen Akku, der eine halbe Tonne wiegt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die gesamte Fuhre wiegt 2,1 Tonnen. So viel Masse zu bewegen, kostet viel Energie.


    Um es mal in Euro auszurechnen: Der Wagen hat einen 85-kWh-Akku. Bei einer realistischen Reichweite von 250 bis 300 km wären das im Mittel 30 kWh pro 100 km. Bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh wären das 7,50 Euro für 100 km.


    Ich fahre einen Diesel, der realistisch 6,5 Liter pro 100 km verbraucht. Das sind bei einem derzeitigen Preis von 1,30 Euro dann 8,45 Euro pro 100 km.


    Also wegen 1 Euro Ersparnis auf 100 km habe ich in der Praxis nur Nachteile, von den 80.000 Euro Anschaffungspreis mal abgesehen?


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    Für Langstreckenfahrer ist ein Hybridfahrzeug da die bessere Wahl (schafft übrigens je nach Ausführung WEIT über 1000 km).

    Nein, ein Hybrid ist gerade auf der Langstrecke völlig sinnlos, da der seine Effizienzsteigerung durch die Kraft-Rekuperation zieht. Er gewinnt also beim Bremsen Energie zurück. Auf der Langstrecke bremst du jedoch kaum, sondern lässt laufen. Hybrid-Fahrzeuge sind in der Kurzstrecke, insbesondere im Stadtverkehr (z.B. als Taxi) ideal.


    Auf der Langstrecke ist der Verbrenner nach wie vor am effizientesten, da der Motor hier im idealen Arbeitsbereich betrieben werden kann. Im Kurzstreckenverkehr ist der Verbrenner jedoch eine Katastrophe. Da punktet der E-Motor.


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    Das Laden an Tesla Superchargern ist für Tesla Fahrer übrigens KOSTENLOS.

    Das ist eine reine Marketing-Geschichte, um einen Kaufanreiz zu schaffen. Dieses Geschäftsmodell lässt sich nicht aufrecht erhalten, sobald die Marktdurchdringung größer ist.

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    Original geschrieben von beesdo77
    Was machst du denn wenn dein Tank leer ist? Du fährst zur Tankstelle und tankst Benzin. Also beim E-Auto ab zur Tankstelle und Akku wechseln!

    Jeden Tag zur "Tankstelle", um den Akku zu wechseln - ggf. sogar mehrmals?


    Und wenn ich mal eine längere Strecke hab? Auf dem Weg von Frankfurt nach Berlin fünf Zwischenstopps?


    Es hat einen guten Grund, warum ich mir einen Wagen mit 1000 km Reichweite zugelegt habe.


    Die heutigen Reichweiten der Elektroautos taugen allenfalls was für einen Zweitwagen. Das wäre für mich purer Luxus, dafür gebe ich kein Geld aus.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Hm, herkoemmliche Kraftfahrzeuge sind demnach also wahre Oekologiewunder. Da solltest du mal deine Fakten checken.


    Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist deutlich geringer als der eines Kraftwerks (und damit meine ich kein Atomkraftwerk).

    Also laut Wikipedia ist ein Kohle-, Öl- oder Gaskraftwerk mit einem modernen Dieselmotor in etwa gleichauf - beide bei rund 40 - 45%, der Benziner liegt jedoch drunter.


    Und bei Hybrid-Fahrzeugen sieht es nochmals besser aus.


    Es nimmt sich also nicht viel, ob man es im Auto oder im Kraftwerk verbrennt.

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    Original geschrieben von hottek
    ich denke die meisten Elektroautos nutzen keine Ladesäulen, die "schlafen" gemütlich in einer Garage neben dem Eigenheim und bekommen den Strom über ein Netzkabel.


    Das wäre gerade der Vorteil für mich für ein Elektroauto. Viele Strecken unter 50-100km hin und zurück. Da bräuchte ich nie mehr außwärts tanken.

    Du hast den Anfang der Diskussion nicht mitbekommen.
    Ein heutiges Elektroauto hat einen Aktionsradius von nicht einmal 50km - denn schließlich muss man ja auch wieder nach Hause kommen. Das wäre für mich zu wenig. Ich könnte na der Arbeit abends nicht einmal mehr jemanden besuchen fahren - die Batterie wäre leer.


    Als Abhilfe wurde mir dann sagt, dass man ja "nur" überall, wo man seinen Wagen abstellt, eine Ladesäule bräuchte. Und das ist halt Schwachsinn, denn dann müsstest du ja die gesamte Stadt damit vollpflastern, jeden Parkplatz, einfach überall.


    Hinzu kommt ja noch, dass nicht jeder Autobesitzer in der glücklichen Lage ist, einen eigenen Parkplatz zu haben. Viele Autos stehen am Straßenrand. Wie will man dieses Problem lösen?


    Es geht letztlich nur, wenn die Reichweite der Fahrzeuge drastisch erhöht wird, so dass man eben nicht mehr gezwungen ist, jeden Zwischenstopp zum Aufladen zu nutzen.


    Aber davon, dass eine Akkuladung 500 km und mehr reicht, sind wir noch Jahre entfernt.