Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von Bandit137
    Das vielleicht nicht aber das ist doch kein Argument.

    Software-Entwicklung ist ein arbeitsintensiver Prozess. Da hat man nicht mal eben von jetzt auf gleich den vollen Funktionsumfang.


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    Hier gibt es sicher verschiedene Sichtweisen.
    Erst macht man ein System "sicher" und zwingt die Leute damit zum Rooten. Wenn man dem Nutzer mehr Möglichkeiten gäbe und ihn nicht in so ein Korsett zwingen würde, dann würden vielleicht nur die Hardcore User ihr Gerät rooten. So könnte der Hersteller die Sicherheit zu den eigenen Bedingungen beeinflussen.


    Was ist nun besser ?

    Was ist nun besser? Ein offenes System und dann all die Sicherheitslücken nachträglich beispachteln?
    Oder ein geschlossenes System, das sukzessive für weitere Zugriffsmöglichkeiten geöffnet wird?


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    Das ist Ansichtssache.
    Viele Nutzer stört es schon, viele Nutzer würden einiges nutzen, wenn es die Funktionen gäbe, viele Nutzer kennen vielleicht einige Funktionen nicht.

    Wenn ich die Verkaufszahlen von Apple sehe, dann scheint das wohl doch nicht das wichtigste auf der Welt zu sein.


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    Für Dich scheint es einen Errungenschaft zu sein, wenn Funktionen nicht angeboten werden.

    Für mich ist es eine Errungenschaft, ein sicheres und stabiles System zu haben.


    Mein Android-Tablet liegt ungenutzt in der Ecke, da ich es aufgegeben habe, mit dem Mist mich noch weiter zu beschäftigen. Das Ding verhält sich genauso wie einst Windows 95.


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    Ich sehe das anders. Für mich ist ein Smartphone ein Allzweck Gerät. Daher sollten auch viele Bereiche abgedeckt werden. Es muss nicht jedes Feature bieten aber mehr als die Grundfunktionen sollte es schon vorhanden sein. Wenn Funktionen nur angeboten werden, wenn 90% der Nutzer diese auch regelmäßig anwenden, dann ist das für mich eine falsche Entscheidung.

    Wenn ich die Wahl zwischen stabil und eingeschrängt auf der einen und instabil und funktional auf der anderen habe, dann entscheide ich mich fürs erste. Denn mir nützt ein Smartphone nichts, das zwar alles kann, aber im entscheidenden Moment dann versagt. Genau diesen Mist habe ich mit dem Symbian-Handys hinter mir, und von dem Android-Tablet will ich erst gar nicht anfangen.


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    Als Beispiel: Ich hatte Bekannten von mir das N95 eingerichtet. Später sind sie zum Iphone gewechselt. Bei einem Gespräch haben sie mir dann freudig erzählt, dass sie mit dem Iphone Videos schauen können, dass es Spiele gibt, usw.
    Als ich ihnen dann erzählt habe, dass sie das schon auf dem N95 konnten, bzw, dass ich es ihnen eingerichtet hatte, da waren sie doch ziemlich erstaunt.
    Du siehst. Ob Funktionen genutzt werden oder ob es sich um Featureismus handelt, ist nicht immer so leicht zu erkennen.

    Das ist doch ein wunterschönes Beispiel. Das N95 war ein tolles Gerät, ich habe es auch geliebt. Aber es war furchtbar in der Bedienung und instabil.


    Das iPhone kann jeder Vollidiot bedienen, weshalb es auch jeder Vollidiot tut.


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    Das Iphone ist hier auch ein schlechtes Beispiel. Wie Du schon geschrieben hast, das Iphone wird häufig wegen des Namens gekauft.

    Es wird vor allem auch deshalb gekauft, weil es einfach funktioniert bzw. genau diesen Ruf weg hat.

    Also mal halblang. Microsoft lässt gewiss nicht aus Spaß an der Freude Features weg. Ich hatte es schon einmal geschrieben, aber ich habe den Eindruck, dass manche hier eine ziemlich naive Vorstellung von Software-Entwicklung haben.


    Windows Phone ist ein völlig neues System und hat mit Windows Mobile nichts gemein. Also müssen auch die Funktionen neu entwickelt werden.


    Hinter Windows Phone steckt eine neue Systemarchitektur und ein restriktives Zugriffsmodell. Da kann man nicht mal eben so tiefe Systemfunktionen an die Anwendungsschicht bringen. Jede App läuft in einer Sandbox, um zu verhindern, dass sie auf sensible Bereiche des Systems zugreifen kann.
    Bei älteren Systemen war das alles easy. SMS-Verifikation einer Benutzeranmeldung? Kein Problem, man konnte direkt aus der Anwendung heraus SMS versenden und empfangen. Oh, hups? Die App hat 1000 SMS an einen kostenpflichtigen Mehrwertdienst verschickt? Oder sie hat die mTAN von der Bank abgefangen? Ja, schade.


    Das hat alles nichts mit "weniger ist mehr" zu tun, sondern hat knallharte Sicherheitsaspekte. Was für eine Scheiße getrieben wird, sieht man ja bei den "gerooteten" Androiden.


    Ach, und nebenbei: Beim iPhone ist sowas alles auch nicht möglich, aber dennoch verkauft es sich wie geschnitten Brot. Die Bluetooth-Implementation dort ist übrigens noch rudimentärer.
    Dem Anwender ist das letztlich alles egal. Da geht es nicht um Verzicht oder Featurismus.


    Dieser Zwang, möglichst viel Features zu bekommen, betrifft nur eine kleine Gruppe an Nerds, die einfach alles haben wollen. Dem Großteil der Leute ist das egal. Die wollen Photoshop nicht haben, weil es 100 Funktionen hat, sondern weil es Photoshop ist. Genauso wie sie das iPhone haben wollen, weil es das iPhone ist (und man Flappy Birds drauf spielen kann).

    Ich bin sehr gespannt, was die Zukunft bringt – insbesondere die Verschmelzung der Plattformen. Ich hatte die letzte Woche die Gelegenheit, einen Tablet-PC mit Windows 8.1 testen zu können. Und da muss ich sagen, dass ich ziemlich begeistert bin. Die gescholtene Modern-UI macht dort richtig, richtig Spaß. Das Gerät hat einen Atom 3770 und 2 GB RAM und geht ab wie ein Zäpfchen. Absolut kein Vergleich zu dem Netbook, das sich ein Bekannter von mir vor zwei Jahren gekauft hat.


    Auf einem meiner Testrechner habe ich auch die Preview von Windows 10 laufen. Und das ist mal richtig geil. Hier hat Microsoft definitiv verstanden, wie man das beste aus der Modern-UI-Welt auf den Desktop bringt. Denn eins ist klar: Mit Maus lässt sich das kaum bedienen.


    Ich bin jetzt richtig angefixt und warte darauf, dass Lenovo endlich mal in die Puschen kommt, und das Helix 2 rausbringt. Das dann mit Windows 10 ist mein neuer Rechner. :)

    Also ich kann nur fürs 1020 sprechen. Damit kannst du – genauso wie mit dem 808 – unmittelbar neben dem Boxenturm stehen und hast keinerlei Verzerrung. Habe ich selber oft genug ausprobiert, und ich hatte vorher auch das 808.


    Zusätzlich hat das 1020 in der Nokia Camera App noch einen Bassfilter, den man auf die Grenzfrequenzen 100 oder 200 Hz einstellen kann. Denn gerade bei bassbetonter Musik bzw. wenn du wirklich neben der Box stehst, überdröhnt ansonsten der Bass alle andere.


    Zusammen mit dem optischen Bildstabilisator kannst du damit erstaunlich gute Aufnahmen bei Konzerten machen, beim 1020 dann sogar mit digitalem Zoom.


    In dunklen Konzerthallen ist die Bildqualität selbst allerdings dann doch nur auf Handykamera-Niveau, da der Kontrast zwischen dem hellen Scheinwerferlicht und dem dunklen Hintergrund zu groß ist. Aber das konnte das 808 auch nicht besser.

    Bei mir ist es genau umgekehrt, auch wenn ich einige Sachen aus Symbian-Zeiten vermisse. Aber die Zuverlässigkeit ist für mich einfach wichtiger. Ich hatte der Reihe nach das N95, N8 und schließlich 808. Alle waren Feature-Monster, doch alle hatten ihre Kinderkrankheiten, die man schlichtweg mit erdulden musste.
    Regelmäßig und immer dann, wenn man es nicht gebrauchen konnte, hat sich im Hintergrund irgend ein Task aufgehängt und in Windeseile den Akku platt gemacht. Kommt geil, wenn man gerade auf dem Weg zu einem wichtigen Termin ist. Das ist nur eine der vielen Sachen, die einfach nicht länger zu tolerieren waren.


    Aber es gibt Sachen, die ich wirklich vermisse. Allen voran eine Automatisierung der Profile. Das fängt bei so Kleinigkeiten an, das Handy mal eben für die Zeit X lautlos zu stellen, so dass es sich danach wieder zurückstellt. Und mit der App "Situations" die Möglichkeit, abhängig vom Aufenthaltsort ein bestimmtes Klingel-Profil zu wählen, war schon genial. Ich komme ins Büro, das Handy erkennt das Firmen-WLAN, schon wird der Klingelton auf eine dezente Lautstärke gestellt, usw. Habe ich das Handy im Auto und am Strom, dann soll der Bildschirmschoner nicht angehen.


    Und ich finde es traurig, dass sich so etwas nicht "mal eben so" per App nachrüsten lässt. Das finde ich vor allem deshalb so schlimm, weil die kastrierte Api ein Resultat dessen ist, dass einfach zu viel Missbrauch betrieben wurde. Nur weil es so Arschgeigen in der Welt gibt, die einen beklauen oder einfach nur ans Bein pissen wollen, muss man diese Geräte verrammeln, dass kaum noch was möglich ist.

    Platt gesagt: Man kann es nicht jedem Recht machen. Das geht nicht. Der eine vermisst rSAP, der andere den HDMI-Ausgang, der dritte wieder irgend etwas.


    Man muss sich bei der Entwicklung jedoch auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Da ist doch Nokia das schlechteste Beispiel. Das waren wahre Feature-Monster, doch was nützen mir all die tollen Sachen, wenn ich sie schon allein deshalb nicht nutzen kann, weil das System alle naselang abkackt?


    Natürlich vermisse ich als Technikliebhaber all diese vielen Spielereien. Den HDMI-Anschluss habe ich übrigens tatsächlich einmal (!) benutzt, als ich bei meinen Schwiegereltern die Fotos dann auf dem Fernseher hab ablaufen lassen. Das ist eine der vielen Sachen, die schon witzig waren, wenn man sie hatte. Aber wirklich gebraucht und als Kaufentscheidung? Nö.


    Da kann ich eher das mit dem rSAP verstehen. Ich habe das aktuell bei meinem Vater und seinem Passat. Eine Lösung ist mir da auch noch nicht eingefallen.