Mal zu den angesprochenen Themen zwei Anmerkungen von mir:
1. Wecker
Eine Aufweckfunktion kann direkt an der Realtime-Clock hardwareseitig implementiert werden. Da diese ohnehin immer läuft, kann diese auch das Einschalten triggern. So funktioniert es bei anderen Geräten auch. Das ist eine Funktionalität auf unterster Hardware-Ebene.
Inwieweit dies allerdings sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Zum Wecken müsste es einmal komplett durchstarten, schließlich muss das Gerät die ganze Audio-Engine laden, um den Weckton abspielen zu können. Ein Wecken mit "leerem" Akku würde daher nicht funktionieren. Denn wenn das Gerät sich schon selbst abgeschaltet hat, dann ist eben nicht mehr genug Saft da.
In der Praxis sieht es bei den Smartphones ohnehin so aus, dass man sie nachts am Ladegerät hat, um am nächsten Tag wieder Strom zu haben. Da das Windows Phone sich nicht im ausgeschalteten Zustand laden lässt, erübrigt sich dann wiederum die Frage. Die Symbian-Geräte haben übrigens auch das Betriebssystem gebootet, wenn man es im ausgeschalteten Zustand ans Ladegerät gehängt hat. Allerdings haben sie die Anwendungsschicht nicht gestartet.
Der Anspruch, von einem Smartphone mit leerem Akku geweckt zu werden, funktioniert also ohnehin nicht.
2. Mails und Cloud
Es gibt eine sehr unangenehme Wahrheit: E-Mails befanden sich schon immer in der "Cloud". Im Grunde ist das die populäreste Cloud-Anwendung überhaupt. Und wenn man nicht mit POP3 seine Mails holt und dann sofort löscht, lagern auf dem Server einige Daten.
Ich persönlich empfinde den Inhalt meiner E-Mails als wesentlich sensibler als mein Adressbuch und den Kalender. Wenn ich also schon meinem Anbieter meine E-Mails anvertraue, dann habe ich erst Recht keine Hemmungen, dies auch mit dem Adressbuch und Kalender zu tun.
Im Gegenzug erhalte ich den Komfort, dass sämtliche meiner Geräte alle auf demselben Stand sind, ob ich nun am PC mit Outlook oder am Handy schaue -- alles ist synchron, auch der Lesestatus der E-Mails. Und bin ich an einem fremden Rechner, kann ich über den Web-Mailer darauf zugreifen.
Ich habe auch lange mit irgendwelchen lokalen Synchronisationstools herumgebastelt. Und immer wieder habe ich mich geärgert, dass es nicht 100% rund lief.
Das Problem bin ich los.