Beiträge von Gag Halfrunt

    Sorry, hatte vergessen, den Satz in Anführungszeichen zu setzen. So denkt die "Old Economy". Also das Motto, wenn jemand mit ihren Daten irgendwie Geld scheffelt, dann wollen sie eben auch was davon ab haben. Dass sie indirekt davon profitieren, das überfordert sie.

    Unabhängig davon ist es ohnehin immer wieder ein Problem, das manche mit statistischen Beobachtungen haben. Eine statistische oder auch nur scheinbare Häufung eines bestimmtes Merkmals bei einer bestimmten Gruppe bedeutet noch lange nicht, dass man im Einzelfall von diesem Merkmal auf eine entsprechende Gruppenzugehörigkeit schließen kann.


    Beispiel: Überproportional viele schlecht gebildete Menschen rauchen. Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder Raucher schlecht gebildet sein muss.


    Das mit den Umkehrschlüssen überfordert manche halt. Blöderweise bekommt man jedoch genau von diesen Menschen schon eine verbale (oder körperliche) Ohrfeige, wenn man nur die zugrundelegende statistische Häufung erwähnt – weil die Leute eben (für sich) den Umkehrschluss ziehen und sich womöglich angepisst fühlen.


    Aber egal, das tut hier nichts zur Sache.


    Eigentlich wollte ich nur sagen, dass Apple-User doof sind. ;)

    In vielen Bereichen der "Old Economy" fehlt einfach der Weitblick. Da muss jede Leistung direkt kostendeckend und projektbezogen vergütet werden.


    Es grenzt an ein Wunder, dass es überhaupt Unternehmen gibt, die Werbung schalten. Aber vermutlich reicht deren Abstraktionsvermögen gerade so weit, dass sie kapieren, dass der Kunde die Fertigpizza kauft, wenn er sie im Fernsehen sieht.


    Aber dass ein Kunde einen Bus statt sein eigenes Auto nehmen könnte, wenn er sich halbwegs intelligent auf diese Transportmöglichkeit hingewiesen wird, scheint die zu überfordern.


    Und außerdem wollen die Software-Unternehmen, die diese Daten nutzen wollen, damit ja ohnehin nur Geld verdienen. Also haben sie gefälligst was davon abzugeben.

    Das Problem hierbei dürfte sicherlich das Geld sein.


    Die Hafas-Schnittstelle und das dahinter liegende System sind ja nicht von ehrenamtlichen Mitarbeitern entwickelt worden und verschlingt auch im Betrieb Geld.


    Also kann auch erwartet werden, dass derjenige, der die Schnittstelle kommerziell nutzt, auch dafür bezahlt.


    Umgekehrt kann man es natürlich auch so sehen, dass die Nahverkehrsbetriebe davon profitieren, wenn möglichst viele Informationen über ihre Fahrpläne verbreitet werden, um mehr Kunden zu erlangen. Also könnte man auch erwarten dass eben diese Nahverkehrsbetriebe einen Teil der Kosten tragen.


    Doch die können sich ja in vielen Regionen noch nicht einmal Fahrer leisten, die ihren eigenen Namen scheiben können.


    Also woher soll nun das Geld für den Betrieb und die Weiterentwicklung von Hafas kommen?

    Wollen wir es hoffen.


    Aber vermutlich wird es so enden, dass Vodafone jetzt die LTE-Sendeanlagen umrüstet, um auch auf der iPhone-Frequenz funken zu können. :mad:


    So wie bei dem SIM-Karten-Desaster des letzten Eierfones. Anstatt Apple einen Bugfix rausbringt, dass alle Karten unterstützt werden, haben die Netzbetreiber eilig ihren Ei-Kunden die Karten getauscht.


    Verkehrte Welt.