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Original geschrieben von rmol
Dem könnte ich sogar zustimmen, wenn das kleine Wörtchen europaweit hinzugefügt wird.
Es ist doch absurd, dass wir an der Grenze nicht mehr für Personen- und Warenkontrolle oder für den Geldumtausch, dafür aber für den Vignettenkauf anhalten müssen...
Sehe ich auch so. Aber so lange die einzelnen Staaten in diesen Fragen finanziell autonom sind, müssen sie das Geld auch irgendwie selbst eintreiben.
Dass die Alpenländer aufgrund der Geographie besonders hohe Ausgaben für die Infrastruktur haben, sollte auch klar sein.
Da stellt sich die Frage, wie man diesen unterschiedlichen Ansprüchen eben EU-weit gerecht werden kann.
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Original geschrieben von bernbayer
Das ist die deine Meinung Viele sehen das anders und in dem Rechtsgutachten wird das auch anders gesehen.
Nein, auch das Rechtsgutachten sieht es so, dass de facto nur Ausländer belastet werden.
Es behandelt letztlich den Aspekt, ob eben genau dieser Taschenspielertrick durch das EU-Recht durchschlüpft.
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Ich bin froh das die Maut zumindest vorerst gestoppt ist, denn ein neuer Kanal um Steuern einzutreiben ist nie gut.
Es gibt keinen "neuen Kanal", um Steuern einzutreiben – ganz im Gegenteil. Die Maut ist keine Steuer, sondern eine Abgabe. Der subtile Unterschied besteht darin, dass Steuern nicht zweckgebunden sind, Abgaben hingegen schon.
Allein deshalb wäre es zu begrüßen, wenn man die KFZ-Steuer komplett abschafft und durch die Infrastrukturabgabe ersetzt. Denn dann wäre diese Kohle zweckgebunden und könnte nicht für Rente, Griechenland oder sonstwas verwendet werden.
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Original geschrieben von bernbayer
So ist es eben. Es gibt unterschiedliche Rechtsauffassungen ob die PKW-Maut EU-konform ist oder nicht. Das kann man nicht einfach leugnen bzw. wegdiskutieren. Der EGH wird deshalb auch letztendlich über die Rechtmäßigkeit entscheiden.
Genau so ist es. Die EU-Kommission sieht darin aus den von mir genannten Gründen eine Diskriminierung, da real und ohne 72-seitiges Rechtsgutachten klar ersichtlich ist, dass ausschließlich Ausländer zur Kasse gebeten werden.
Eure Behauptung, dass alle die Maut zahlen müssten, ist schlicht falsch. Wer dennoch daran glaubt, hat offensichtlich ein ernsthaftes Problem mit den Grundrechenarten.
Das Rechtsgutachten beleuchtet letztlich die Frage, inwieweit der Trick (!) mit der Steuererstattung irgendwie die EU-Vorgaben "umwandern" kann. Aber es ist und bleibt nunmal ein Trick, um das offensichtliche zu kaschieren.
Ich persönlich halte den gesamten Ansatz der Maut für unsinnig. Wie bereits geschrieben: Hätte man die KFZ-Steuer komplett gestrichen und durch ein komplett nutzungsabhängiges Kostenmodell ersetzt, wie es ja auch in anderen Ländern der Fall ist, dann hätte auch die EU nichts dagegen einzuwenden gehabt – und es wäre tatsächlich gerecht für alle gewesen.
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Original geschrieben von bernbayer
Es gibt da keine Ungleichbehandlung. Die Maut zahlen alle Deutsche wie Ausländer und die deutsche KFZ-Steuer zahlen Ausländer sowieso nicht. Wenn deutsche Autofahrer bei der KFZ-Steuer entsprechend entlastet werden ist das alles andere als eine Ungleichbehandlung bzw. Benachteiligung von Ausländern.
Es wird durch ständige Wiederholung nicht wahrer.
Kein Deutscher zahlt die Maut, da er sie direkt durch die Steuer erstattet bekommt.
Tut mir leid, aber das sind Rechenaufgaben aus der Grundschule. Auf der Weide stehen 10 Schafe. Der Bauer stellt 5 dazu und nimmt 5 wieder weg. Wie viele Schafe stehen auf der Weide?
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Original geschrieben von ElChefe
Es gibt keine. Jeder, auch der Deutsche, muss die Maut zahlen.
Eben nicht, da er sie über die Steuer erstattet bekommt. Und nur das allein zählt.
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Die EU interessiert sich nicht dafür, wie die Diskriminierung von nicht deutschen EU-Bürgern erreicht wird, sondern nur dass dies der Fall ist.
Mal völlig übertrieben: Wenn du jemanden umbringst, ist die Frage, ob du die Waffe legal erworben hast, auch nachrangig. 
Aber es ist in dem Zusammenhang schon ein bisschen seltsam, dass es die EU offensichtlich nicht weiter interessiert, dass derzeit die Deutschen benachteiligt werden, da sie im Gegensatz zu nicht Deutschen für die Straßennutzung über die KFZ-Steuer zahlen müssen.
Was mich halt ein wenig wundert, ist eher die Frage, warum man in dem Zusammenhang nicht einfach die KFZ-Steuer komplett abgeschafft und durch ein neues System ersetzt hat. Dieses Anspruch mit der Kostenneutralität ist doch Humbug. In der Vergangenheit wurde ja auch schon mehrfach die KFZ-Steuer verändert.
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Re: Schwager ist bei Telekom und hat Angst
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Original geschrieben von Teibach
Ich bin mit meinem "Latein" am Ende. Eure Meinung dazu interessiert mich. Ich danke dafür im voraus.
Ich will es mal so ausdrücken: Du versuchst ihm einen Hyundai aufzuschwatzen, obwohl er viel lieber weiterhin VW fahren will.
Geld ist eben nicht alles. Wenn er jetzt 70 ist, dann ist er vermutlich seit über 40 Jahren Kunde bei der Post/Telekom. Die Erfahrung damit zählt mehr als die paar Euro, die er im Monat möglicherweise spart.
Ich bin auch seit Jahren Kunde bei der Telekom und hab da auch schon einiges erlebt. Aber es ist für mich berechenbar. Den Stress, den ich von Bekannten mitbekomme, die ihren Anbieter gewechselt haben, möchte ich nicht.
Und wenn du meinen Anschluss gegen meinen Willen hättest umstellen wollen, hätte ich dich weit über die Grenzen Offenbachs hinaus geprügelt. 
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Warum nicht gleich IS? 
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Original geschrieben von handyman1981
Appelt tourt doch noch ziemlich erfolgreich und zu Pocher muss man wirklich nichts mehr sagen:
http://www.vip.de/cms/germanwi…hitstorm-ein-2337817.html
Klar, die verdienen irgendwie ihr Geld. Aber sie sind meilenweit von dem Erfolg entfernt, den Raab hat. Appelt ist ja damals mit seiner eigenen Fernsehsendung gnadenlos gescheitert. Und von den Bauchlandungen des anderen Pimpfs will ich erst gar nicht anfangen.
Ich will damit ja nur sagen, dass Raab eben neben seinem Talent für schlechten Geschmack eben auch ein sehr gutes Gespür hat, wie man das gut dosiert und vor allem erfolgreich einsetzt. Dieser nachhaltige Erfolg haben ihn letztlich auch davor bewahrt, den einen oder anderen Ausfall gut wegzustecken.
Deshalb der Vergleich mit Bohlen. Sind halt beides gute Geschäftsleute, die ein Gespür dafür haben, was ihre Zielgruppe tatsächlich will.
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Original geschrieben von handyman1981
Er ist ein cleverer Geschäftsmann und ein herausragender Mastermind,der quasi aus dem Nichts ein (TV-)Imperium erschaffen hat und dafür hat er meine vollste Annerkennung.
Das ist wohl war. Damit steht er in einer Reihe mit Herrn Bohlen. Beide beherrschen es hervorragend, aus Scheiße Gold zu machen, auch wenn man nicht wirklich das unterstützen muss, was sie so produzieren.
Es gibt ja auch zahlreiche andere Beispiele in der Medienwelt, die es zwar auch schaffen, ein wenig mitzuschwimmen, ihnen dann aber eben doch am Ende das fehlt, was wirklich zum nachhaltigen Erfolg nötig ist. Mir fallen da z.B. Pocher oder Appelt ein. Große Fresse und Witze unter der Gürtellinie reichen halt nicht aus.