Beiträge von Gag Halfrunt

    Zitat

    Original geschrieben von Mephisto
    Nachtrag: Nachdem sich das Telefon nun wie von Gag beschrieben auf die mein Standörtchen umkreisenden Satelliten eingeschossen hat & ich brav und immer den Slider offen lasse, hat sich die Problematik entschieden verbessert und ich bekomme tatsächlich eine doch recht brauchbare Navigation hin - coole Sache :top:

    Wie gesagt: A-GPS entschärft die Problematik des ersten Sat Fix deutlich. Ich weiß auch gar nicht, ob und wie im N95 die Bahndaten gespeichert werden und ob sie ggf. nach einem Neustart einfach weg sind, usw.
    Ich gehöre zu den "Early Adopters" des N95. Das GPS war für mich am Anfang, als A-GPS noch nicht implmentiert war, eine echte Enttäuschung.

    Zitat

    Original geschrieben von Deifie
    Kann ich nicht bestätigen, ich hatte sogar schon Fälle wo ein Sirf III keinen Fix bekam, der TI Chipsatz im N82 dagegen schon (ohne AGPS). Das große Problem beim N95 ist einfach die schlechte Antennenposition...

    Solche Fälle gibt es immer. Du kannst GPS-Empfänger nicht so ohne weiteres miteinander vergleichen, da du nicht weißt, ob und welche Bahndaten sie gespeichert haben, usw.
    Auch ist jeder zeitliche und/oder räumlich voneinander getrennte Vergleich unbrauchbar, da sich die Satelliten permanent bewegen.


    Es gibt Situationen, an denen brauchst du selbst mit einem guten Empfänger mehrere Minuten, weil die Satelliten einfach total bescheuert am Himmel stehen.


    Ich hatte vor einiger Zeit arge Probleme mit meinem externen Empfänger für mein PDA-Navi im Auto, so dass ich mich intensiv damit beschäftigt habe. U.a. ist eben die Satellitenpositon immens wichtig. Es gibt Stunden, da kneulen sich die Satelliten in einem winzigen Radius direkt über dir, der nächste steht dann irgendwo am Horizont außer Sichtweite. Da bekommste mit keinem Empfänger eine gescheite Betsimmung hin.


    Es gibt Tools, mit denen du dir die aktuelle Sat-Position am Himmel anzeigen lassen kannst. Wenn du das mal eine Zeit lang beobachtest, verstehst du schnell, warum dem Empfang oft einfach physikalische Grenzen gesetzt sind. Was die Empfänger da mittlerweile herauskitzeln, ist wirklich der absolute Wahnsinn -- und markiert mittlerweile die Grenze des GPS-Systems. Wenn wir eine bessere Navigation wollen, müssen wir auf Galileo warten.


    Gag

    Zitat

    Original geschrieben von Mephisto
    In den Spezifikationen anzugeben, das n95 8gb hätte ein GPS-Modul, ist eine absolute Lachnummer. Stand jetzt volle 20 Minuten (!) unter freiem Himmel und habe keine einzige Satellitenverbindung bekommen, Garmin zeigt mir immer nur den netten "Warte auf bessere GPS-Genauigkeit" Balken, mal zu 0%, mal zu 90% gefüllt :mad:

    Mal halblang. Du solltest ein paar Hintergründe kennen, dann verstehst du besser, warum das alles so ist.


    Mal stark vereinfacht:
    Ein GPS-Empfänger kann nur dann eine Position bestimmen, wenn er mindestens drei Satelliten im Blickfeld hat. Es gibt etwas über 50 GPS-Satelliten, die in scheinbar chaotischer Weise die Erde umkreisen. Im Schnitt hast du bei freier Sicht über den gesamten Horizont verteilt 8 bis 10 Satelliten.


    Die Satelliten sendern auf unterschiedlichen Frequenzen, ansonsten würde ihr Sendesignal das der anderen stören. Und genau hier liegt der erste Hund begraben: Der Empfänger muss alle Kanäle überwachen, um etwaige Signale zu empfangen. Also "hört" er auf jedem Kanal eine Zeit lang hinein, ob dort ein Satellit sendet. Und das dauert. Moderne GPS-Empfänger haben bis zu 20 Empfangskanäle, die sie parallel überwachen können.


    Hat der Empfänger die ersten Satelliten aufgespürt, dann erfährt er von ihnen über das Sendesignal, welche Satelliten auch noch in der Nähe sein müssen und schaltet dementsprechend den Empränger auf deren Kanäle.


    Sobald er dann mindestens drei Satelliten hört, kann er die Position bestimmen -- je mehr Satelliten, desto genauer. Für eine Höhenbestimmung sind mindestens vier nötig.


    Dieses Procedere nennt sich "Kaltstart" und dauert bei jedem GPS-Empfänger bis zu 20 Minuten.


    Um diese Zeit zu verkürzen, speichert der Empfänger die Bahndaten ab, die die Satelliten ihm übermitteln. Anhand dieser Daten lassen sich die Positionen der Satelliten innerhalb der nächsten Stunden erreichnen, so dass der Empfänger beim nächsten Einschalten genau weiß, welche Satelliten er zu erwarten hat.
    Die vollständige Übertragung dieser Bahndaten dauert mindestens 12 Minuten.


    Wie gesagt, reicht die Vorhersage auf Basis der Bahndaten nur wenige Stunden in die Zukunft. Darüber hinaus wird die Information immer ungenauer, so dass im schlechtesten Fall wieder ein "Kaltstart" nötig ist. Gleiches gilt, wenn man sich mit dem Empfänger ein paar hundert Kilometer weg bewegt -- dann stimmen die Daten auch nicht mehr.


    Bei einem Navigationssystem, das du z.B. regelmäßig im Auto verwendest, ist das alles kein Problem, weil das ständig aktuell ist. Beim Handy-Navi ist das anders.


    Genau dafür gibt es A-GPS -- denn hier werden auf Basis der ungefähren Position die o.g. Bahndaten per Internet übertragen. Deshalb sollte man bei Geräten wie dem N95 imm A-GPS aktiviert haben. Die paar kB fallen nicht weiter ins Gewicht.


    Zitat

    da hätte ich gleich beim iPhone und Google-Maps bleiben können

    Das iPhone 1 bestimmt die Position nur anhand der Mobilfunk-Sendemasten. Das ist genauso genau, wie einen Passanten zu fragen. ;)

    Zitat

    Absolute Frechheit von Nokia und damit das letzte von denen erworben Telefon.

    Das N95 ist das erste Mobiltelefon mit GPS-Chip -- solltest du nicht vergessen. Auch Nokia lernt dazu.


    Auch vergessen sollte man nicht, dass solch leistungsfähige Empfängs-Chips wie der SirfStar III irrsinnige Stromfresser sind. Daher hat man sich dort wohl auf einen einfacheren Chip von Texas Instruments entschieden.
    Zudem ist die Antenne auch etwas ungünstig am unteren Rand des Geräts angebracht -- vermutlich, um Störungen durch die Mobilfunkantenne zu vermeiden.


    Positionsbestimmung mit dem N95 mit eingeschaltetem A-GPS und halbwegs freier Sicht zum Himmel funktioniert mittlerweile einwandfrei. Nur bei leicht eingeschränkten Bedingungen, wie z.B. im Auto oder in Häuserschluchten, ist der Empfänger schnell am Ende -- andere Empfangs-Chips haben hier deutlich mehr Reservern. Aber das eben u.a. zu Lasten des Stromverbrauchs.


    Wenn ich unterwegs bin und schnell mal wissen muss, a) wo ich bin und b) in welche Richtung ich muss, reicht mir das N95 völlig aus. Für eine flüssige Navigation hab ich 'nen externen GPS-Empfänger, den ich so positionieren kann, dass er immer optimalen Empfang hat. So ein Teil kriegste ab 50 Flocken nachgeschmissen. Mein XAIOX iTrackU hat um die 100 gekostet und hat gleichzeitig noch einen Logger eingebaut, mit dessen Hilfe ich unabhängig vom Handy z.B. meine Fotos nachträglich geokodieren kann.


    Gag

    Kommt sehr aufs Auto an. Ich hab Wärmeschutzverglasung, die die Satellitensignale noch weiter dämpft.


    Dennoch: Die Empfangsqualiät des verbauten GPS-Chipsatz von TI ist im Vergleich zu einem SirfStar III oder Nemerix echt lachhaft.


    Was ich besonders geil finde: In der ersten Werbung des N95 sah man u.a. ein Mädel, das mit dem N95 durch die Straßen von New York gelaufen ist. *hüstel*


    Also selbst bei den dazu im Vergleich recht kleinen Häuschen in Frankfurt kannste GPS als Fußgänger einfach nur knicken. Sobald du dich in einer Häuserschlucht befindest und dann noch, was für Fußgänger ja nicht ungewöhnlich ist, direkt neben einer Hauswand aufhältst, ist die Positionsbestimmung eher Glückssache. Es kann auch gar nicht funktionieren, da man in nur einem vergleichsweise schmalen Korridor nach oben Sicht hat.


    Selbst im Auto habe ich Probleme, wenn ich in Frankfurt durchs Banken- und Bahnhofsviertel fahre. Zu Fuß ist man da aufgeschmissen -- hab das neulich mal ausprobiert, wollte vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt. Der interne GPS hat da vollends gestreikt. Mein externer Nemerix-Empfänger hat immerhin hier und da drei bis vier Satelliten erwischen können. Aber eine flüssige Streckenführung war echt nicht machbar.


    Gag

    Kauf dir 'nen externen GPS-Empfänger, wenn du mit dem N95 ernsthaft navigieren willst. Der interne reicht aus, um mal zu schauen, wo man ist. Aber für eine längere Strecke ist er praktisch unbrauchbar.


    Der Vorteil eines externen Empfängers liegt auf der Hand: Nicht nur, dass er in der Regel einen besseren GPS-Chipsatz enthält, du kannst das Ding auch so positionieren, dass es optimalen Empfang hast.
    Wenn du im Auto unterwegs bist also z.B. direkt unter der Front- oder Heckscheibe, bist du zu Fuß dann z.B. in der oberen Tasche deines Rucksacks.


    Gag


    PS. Ich hab auch Garmin XT installiert. Neulich war ich unterwegs und mein Auto-Navi hat herumgesponnen. Also dachte ich mir, dass ich als "Backup" dann das Handy (ohne externen Empfänger) nehmen könnte. Das war ein totaler Reinfall. Es wäre leichter gewesen, alle 500 Meter anzuhalten und nach dem Weg zu fragen. Denn mindestens so oft hat mich das Handy-Navi wegen des miesen Empfangs in die falsche Richtung geschickt.

    Zitat

    Original geschrieben von dynamicduo
    Danke für die Info. Dann werde ich mir mal einen MP3-Player zulegen müssen ;-)

    Oder einfach aufpassen... ;)


    Aber ich kenne das selber mit dem störenden Kabel zwischen Handy und den Ohren. Gerade in der "Dicke-Jacken-Zeit" hab ich immer das Problem (gehabt), wie die Kabelführung von der Innentasche nach außen am besten ist.


    Meine Lösung besteht mittlerweile aus 'nem Stereo-Bluetooth-Headset-Adapter, an den man normale Ohrhörer anschließen kann. Das Ding ist so klein, dass du es dir von außen an die Jacke klemmen kannst -- und dient gleichzeitig als Fernbedienung fürs Handy.


    Mein Favorit ist dabei das Nokia BH-500.


    Gibt hier dazu einen recht umfangreichen Thread: http://www.telefon-treff.de/sh…did=316963&highlight=a2dp
    Die Zusammenfassung meiner Erfahrungen mit diversen Geräten dieser Bauart hab ich in meinem Blog zusammengefasst: http://www.technonaut.de/


    Gag

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass -- zumindest bei T-Mobile -- sich anscheinend die Zellen-IDs mal ändern können. Nachdem es monatelang bei mir im Büro tadellos funktionierte, hatte ich dann auch eines Tages den Effekt, dass das Profil ständig wechselte. Neuen "Lernanlauf" gestartet und glatt vier neue Zellen gefunden.


    Ansonsten funzt es tadellos. Das einzige, was mir an der Software noch fehlt, ist die generelle Vergabe einer Priorität bei einem Profil. Also dass ein bestimmtes Profil grundsätzlich nicht automatisch weggeschaltet werden kann -- auch wenn man es nicht mit BestProfiles aktiviert hat.


    Hintergrund: Wenn ich abends nach Hause gehe, dann schalte ich mein Bluetooth-Stereo-Headset ein, um auf dem Heimweg Musik mit dem Handy zu hören. Ich hab das Handy so eingestellt, dass es dann auf ein eigenes Profil (hab es "Freisprecheinrichtung" genannt) wechselt, bei dem u.a. die Tastentöne ausgeschaltet sind, usw.
    Wenn ich nun mein Büro verlasse, schaltet das Handy (über die Funkzellen) dann irgendwann zurück auf "Allgemein" -- ungeachtet der Tatsache, ob ich zwischendurch schon auf ein anderes Profil (durch das einschalten des Headsets) gewechselt bin.

    Zitat

    Original geschrieben von kanone7
    Bei dem BH-503, ist z.B. der Rufton verrauscht, höhere Töne während eins Gespräches werden einfach unterschlagen, nach mehreren Gesprächen kann ich sagen es hört sich schlecht an. Die GSM Kompression ist zwar stark aber ist schon ISDN ähnlich (theoretisch).

    Also GSM hat nicht einmal ansatzweise dieselbe Qualität wie ISDN -- dazu müssten ja 64 kbit/s zur Verfügung stehen. Tatsächlich nutzt man bei GSM nur 4 bis 12 kbit/s.


    Höhere Töne hast du generell bei Telefonie nicht, da hier nicht mehr als 3 kHz übertragen wird.


    Dass unterschiedliche BT-Headsets unterschiedlich klingen, habe ich selber auch schon festgestellt. Bei meinem alten Jabra ist es auch manchmal etwas verzerrt -- fällt da auch gerade beim Freizeichen auf.


    Auch bei der A2DP-Übertragung gibt es mitunter gewaltige Unterschiede. Die von mir getesteten Stereo-Headsets geben teilweise auch nicht den vollständigen Frequenzgang wieder. Ob das nun am verwendeten Codec liegt oder andere Ursachen hat -- keine Ahnung.


    Letztlich musst du damit leben, ändern wirst du es nicht können.


    Gag

    Zitat

    Original geschrieben von kanone7
    Ich habe mir das Nokia BH-503 sieht schon mal gut aus, die Wiedergabe ist echt gut, nur beim telefonieren ist die Sprache sehr komprimiert, ist das normal bei Bluetooth? Ich habe gehört dass beim verwenden von Bluetooth die Sprachqualität schlecht ist.

    Hmmm.... Also die Sprachverständlichkeit sollte eigentlich nicht wesentlich schlechter werden, wenn man oer BT-Headset telefoniert. Das ist zumindest meine Erfahrung mit verschiedenen Geräten.


    Was ich mir allerdings vorstellen kann: Da es sich ja um einen Kopfhörer handelt, der an sich eine gute Wiedergabequalität hat, fällt die vergleichsweise schlechte Sprachqualität bei Telefonaten besonders auf. Denn schon allein die normale GSM-Kompression haut das ziemlich klein. Und je besser das Wiedergabegerät ist, desto stärker fällt einem die Audiokompression auf.


    Gag