Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von rabbe
    Naja, eine Gewerkschaft setzt sich nicht aus Berufsgruppen sondern aus Einzelpersonen, Mitgliedern zusammen. Diese Einzelpersonen können frei entscheiden, ob und von wem diese vertreten werden wollen. Es ist dann letztendlich die Aufgabe der Gewerkschaft, deren Wünsche Forderungen umzusetzen. Ein Teil dieser Einzelpersonen, mehrere Zugbegleiter, welche früher durch die EVG vertreten wurden, sind jetzt Mitglied in der GDL.

    Du hast den Sinn einer Arbeitnehmervertretung nicht verstanden. Hier geht es um Solidarität, nicht um Einzelkämpfer oder Eliten.



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    Warum sollte das nicht funktionieren?

    Beantworte doch einfach die von mir gestellten Fragen: Welcher Tarifvertrag gilt denn dann? Kann man sich aussuchen, welchen man nimmt? Gilt der TV nur für die jeweiligen Gewerkschaftsmitglieder?



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    Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer? Heißt das dann, dass die Arbeitnehmer bei den diversen Tochterunternehmen der Bahn besser gestellt werden als jetzt?

    Das wäre ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Und genau das ist auch der Sinn einer Gewerkschaft, dass alle Arbeiter einer Berufsgruppe zu den gleichen Bedingungen beschäftigt werden. Egal, bei welcher Firma sie angestellt sind.


    Doch die GDL will doch exakt das Gegenteil, nämlich dass es selbst innerhalb eines Unternehmens eine Mehrklassengesellschaft unter den Arbeitern gibt.

    Jepp.


    Jemand, der sich in der Öffentlichkeit durch solche Aktionen inszeniert, muss auch in Kauf nehmen, genau danach beurteilt zu werden.


    Was an diesen "Extremsport"-Aktionen so absurd ist: Es ist exakt genauso leicht oder schwer, über eine 1m über dem Boden gespannte Slackline zu laufen, wie über eine in 500 Metern Höhe. Insofern haben auch alle Jungs und Mädels im Stadtpark bei mir um die Ecke mindestens genauso viel Achtung verdient. Mindestens, denn sie setzen nicht sinnloserweise bei dieser Geschicklichkeitsübung ihr Leben aufs Spiel.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Jemanden als Idiot zu bezeichnen dessen Namen man bis heute nicht gekannt und bei Spoon aufgeschnappt hat ist (Vor)Urteil vom Feinsten und zeugt davon, dass Du Dich 0,0 mit der Person auseinandergesetzt hast bevor Du hier das Thema aufgemacht hast.

    Sag mal, hast du meinen letzten Beitrag überhaupt gelesen?


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    Das ist nicht mal im Ansatz differenziert und taugt dann halt nur für platte Stammtischparolen derjenigen die meinen da jetzt auch noch nachtreten zu müssen.

    Dann erkläre mir doch bitte einmal, was daran differenziert zu betrachten ist.

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    Original geschrieben von Sliders
    Was für einen gravierenden wirtschaftlichen Nachteil hat die Bahn, wenn sie auf die Forderung der GDL eingeht?

    Die GDL wünscht sich einen eigenen Tarifvertrag für eine Berufsgruppe, die bereits einen Tarifvertrag hat und von einer anderen Gewerkschaft vertreten wird.


    In der Folge soll es also zwei unabhängige Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe innerhalb eines Unternehmens geben.


    Ich frage dich: Wie soll das funktionieren? Welcher gilt? Kann man sich das dann aussuchen? Oder braucht man das passende Partei... äh... Gewerkschaftsbuch?


    Um es kurz zu machen: Die Forderung der GDL ist asozialer Humbug. Eine Arbeitervertretung ist eine Solidargemeinschaft und umfasst daher immer alle Arbeiter und eben nicht nur bestimme, die was "besonderes" sind.


    Die Bahn möchte einen einheitlichen oder zumindest zwei inhaltsgleiche Tarifverträge. Das gebietet schon allein der Anspruch auf Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Schön zu sehen, dass einige hier von der heimischen Tastatur und einem SPON Artikel meinen sie könnten über einen Menschen (ab)urteilen.

    Wer urteilt denn über den Menschen?


    Ich zumindest urteile nur über die selbst gewählte Außendarstellung solcher Leute als "Extremsportler", die hier zweien schlicht das Leben gekostet hat.


    Selbst wenn es der größte Wohltäter vor dem Herrn, der liebevollste Familienvater oder das schlauste Genie auf Erden gewesen wäre: Was hat es ihm genützt? All das hat ihn nicht davon abgehalten, solche nachweislich halsbrecherischen Aktionen zu machen. Und wenn er all das oder eins davon gewesen wäre, dann hat er es schlicht vergeudet – für einen kurzen Effekt, für eine Selbstdarstellung.


    Mich hat es gewundert, dass jemand, von dem ich zuvor noch nie gehört habe, ausgerechnet bei SPON so "gefeiert" wird. Ein Mann, dessen einzige Leistung offensichtlich darin bestand, den eigenen Leichtsinn immerhin 43 Jahre zu überleben.


    Grandios.


    Ich kenne Menschen, die leben schon deutlich länger.


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    Original geschrieben von khaos
    Ich finde das zwar auch nicht "Heldenhaft" oder "heroisch", aber immer noch achtenswerter als ein Lederball 90 Minuten in der Gegend rum zu treten und dafür Millionen zu kassieren.

    Was bitte ist denn daran "achtenswert", auf Sicherungen zu verzichten? Seine Stunts und akrobatischen Leistungen wären nicht weniger schwer gewesen, wenn er mit Sicherung gearbeitet hätte.


    Aber warum man zu jemandem aufschauen sollte, der sich vorsätzlich in Lebensgefahr bring, verstehe ich nicht.


    Ich könnte es verstehen, wenn jemand unfreiwillig in eine lebensbedrohliche Situation geraten ist und dann übermenschliches geleistet hätte. Aber so? Sorry, das ist mir zu billig.


    Dann müsste man auch jeden hoch ansehen, der Russisch Roulette spielt. :rolleyes:

    Bei einer Stunt-Show spulen die üblicherweise immer dasselbe Programm ab, das sie dementsprechend auch drauf haben. Natürlich kann da auch was passieren, aber das Risiko ist irgendwo noch kalkulierbar, zumal ja auch immer gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.


    Aber bei diesen Extremsportlern wird ja nichts zweimal gemacht, weil dann wäre ja der Thrill weg. Man sucht sich ja immer neue "Herausforderungen".


    Schlimm ist halt auch, dass dank des Internets jeder Depp da schnell zu zweifelhafter Berühmtheit geraten kann, wenn er denn leichtsinnig genug ist. Das fängt ja schon bei bei so dummen Kindern an, die ohne Sicherung auf hohe Türme und Gebäude klettern, auf Zugdächern "surfen" und dergleichen.


    Normalerweise würde ich da sagen, dass da halt Darwin das letzte Wort hat. Dennoch tun mir die Angehörigen leid, wenn so ein Idiot sich aus dem Leben geschossen hat.

    Vor zwei Tagen ist wieder ein Extremsportler bei seinem Hobby ums Leben gekommen.


    http://www.spiegel.de/reise/fe…-kletterer-a-1034261.html


    Versteht mich bitte nicht falsch, aber warum wird um diese Leute so ein Hype gemacht?


    Ich sehe nichts heldenhaftes darin, für den persönlichen Adrenalinkick und das Streben nach zweifelhaften Ruhm auf solch leichtsinnige Weise das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.


    Mir tun da vor allem die Angehörigen leid.

    Ach, ich kenne das noch aus der Schulzeit. Es gibt doch etliche Beschwerden, die ein Arzt überhaupt nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand nachweisen kann.


    Der Großteil der internistischen Behandlungen erfolgt doch aufgrund der vom Patienten geschilderten Symptome. Wie kann ein Arzt denn z.B. Magenkrämpfe diagnostizieren?