Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von archie83
    Genau. Offenbar sind der Mehrheit der EVG-Mitglieder die Interessen des Zugpersonals egal.

    ... oder halten sie für unangemessen.


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    Und schon wieder behauptest du, dass Zugbegleiter zu den stärkeren gehören würden.

    Ach, komm. So schwer kann es doch nicht sein. Die Lokführer haben mit der GDL ihren eigenen Tarifvertrag erpresst. Warum? Weil sie es können. Weil sie einen großen Hebel haben. Sie haben die Solidarität mit ihren Kollegen mit Füßen getreten und völlig egoistisch ihr eigenes Ding durchgezogen. Und diese Machtposition will die GDL jetzt weiter ausbauen, indem sie weitere Felder beackert.


    Es geht ihnen überhaupt nicht um das Zugpersonal, sondern einzig und allein um Macht. Sie wollen ihren Einflussbereich Schritt für Schritt erweitern. Heute das Zugpersonal, morgen dann vielleicht das Rangier-Personal, übermorgen das Personal am Bahnhof, usw. Das ist doch alles sehr durchsichtig, was dort abläuft.


    Aber wie oft muss ich das noch schreiben, damit du es verstehst?


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    Du gestehst hier dem Arbeitgeber das Recht zu, sich Gesellschaften zu schnitzen, um den Mitarbeiter möglichst effektiv auszubeuten, z. B. durch Töchter, in denen der Haustarifvertrag nicht gilt. Gleichzeitig sprichst du den Arbeitnehmern das gleiche Recht ab.

    Nichts von alledem. Ich spreche nur den Arbeitnehmern ab, sich innerhalb einer Berufsgruppe in mehreren konkurrierenden Gewerkschaften zu organisieren, die ihre eigenen Tarifverträge erpressen wollen.


    Das widerspricht dem Sinn und Zweck einer Arbeitnehmervertretung.


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    Bei einem Flug von Frankfurt nach Sydney sind mindestens 4 Piloten an Bord, die sich abwechseln.

    Jo. Aber der Flieger hält nicht mal eben an, um den abgelösten Piloten aussteigen zu lassen, damit der seinen verdienten Feierabend genießen kann. Er sitzt zwar nicht mehr am Steuer, aber ist immer noch im Dienst.


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    Welche absurden Forderungen?

    Plötzlich den Anspruch zu erheben, einen Tarifvertrag für eine Arbeitnehmergruppe abzuschließen, die bereits von einer anderen Gewerkschaft vertreten wird.


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    Selbst wenn die sich einig wären, wäre dem "deutschen Michel" die eigene Mobilität wichtiger.

    Zu Recht.


    Ich würde mir sogar ein Gesetz wünschen, dass das Streikrecht in solchen, die Infrastruktur betreffenden Bereichen, erheblich einschränkt und z.B. durch eine Schlichtung ersetzt.


    Die durch solche Streiks entstehenden Schäden an Unbeteiligten stehen meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zu den Rechten der Arbeitnehmer dort. Es muss doch auch anders gehen, ohne dass so viele Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen werden.


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    Inwiefern verhalten sich die EVG-Zugbegleiter denn asozial?

    Ich spreche von der GDL und ihrem Egotrip zu Lasten der übrigen Konzernangestellten.


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    Ich würde mir ja wünschen, dass die EVG der DB das Versprechen abringt, zusätzliches Zugpersonal einzustellen, und eine schrittweise Reduzierung der Schichten vereinbart. Damit könnte die EVG im Gegensatz zur GDL einen Erfolg nachweisen. Vielleicht gibt's dann Rückkehrer und der "Machtausbau der GDL" wäre erledigt.

    Das wäre die sinnvollste aller Lösungen, da gebe ich dir Recht.


    Und wenn dann das Tarifeinheitsgesetz kommt, sind die Machtspiele der GDL hoffentlich Geschichte.

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    Original geschrieben von archie83
    Die Mehrheit der EVG-Mitglieder findet es also gerecht, dass eine Minderheit 13-Stunden-Schichten hat, während man selbst einen 9-to-5-Bürojob hat.

    Das kann ich dir nicht beantworten, das müsstest du diejenigen fragen.


    Aber offensichtlich empfinden sie es nicht für ungerecht genug.


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    Sollen Fahrdienstleiter und Lokführer nun gemeinsam streiken oder nicht?

    Verstehst du mich absichtlich miss?


    Alle Mitarbeiter haben nach dem gemeinschaftlichen Grundgedanken die gleichen Rechte. Forderungen werden gemeinsam durchgesetzt, damit auch die schwächeren zu ihren Rechten verholfen bekommen. Dabei wird bewusst auf die Kraft der stärkeren in dem Verbund gezählt.


    Was hier passiert ist, hat damit nichts mehr zutun. Die stärkeren sind aus dem Verbund ausgetreten, um nur noch ihre eigenen Interessen zu vertreten.


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    Du ignorierst die Tatsache, dass es bei der DB längst verschiedene Tarifverträge für ein und dieselbe Beschäftigungsgruppe gibt, je nachdem in welcher Konzerngesellschaft man tätig ist und ob man festangestellt ist oder nur Zeitarbeiter.

    Innerhalb verschiedener Gesellschaften ist das ja auch möglich.
    Aber die GDL will ja auch einen eigenen TV für die Zugbegleiter bei derselben Gesellschaft haben, in der es schon einen TV für Zugbegleiter gibt.


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    Darum geht es gar nicht. Die 13-Stunden-Schichten liegen nicht am Berufsbild, sondern am Personalmangel.

    Innerhalb von Schichtarbeit insbesondere bei Tätigkeiten außerhalb eines Werksgeländes kann man nun einmal keine klassischen 8-bis-5-Jobs anbieten.
    Ein Pilot der Lufthansa kann auf halber Strecke von Frankfurt nach Sydney auch nicht sagen, dass er jetzt Feierabend hat. :rolleyes:


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    Warum soll die GDL dann auf die EVG zugehen, die freiwillig einer Erhöhung(!) der Arbeitszeiten zugestimmt hat?

    Mir fehlen dazu die notwendigen Hintergrundinformationen, um dir dies beantworten zu können. Nur so viel: Ich bezweifle, dass dies "freiwillig" geschehen ist, sondern ein Teil einer Vehandlung.


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    Das Image in der Bevölkerung ist vor allem deshalb unten durch, weil die EVG die GDL für sich streiken lässt und anschließend das Ergebnis ohne Streik für ihre eigenen Mitglieder übernimmt. Daher glaubt der deutsche Michel, dass die Lokführer ständig streiken und gierig sind, obwohl die EVG-Mitglieder ebenso vom Tarifabschluss der GDL profitieren.

    Nö. Die GDL ist unten durch, weil sie absurde Forderungen stellt und damit einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung in Geiselhaft nimmt.


    Der Rest ist dem "deutschen Michel" scheißegal – mehr noch: Sollen die sich endlich erst einmal unter sich einig werden, bevor sie Unbeteiligte in diesem Ausmaße für ihren engstirnigen Machtkampf schädigen. Die GDL handelt einfach nur dumm, denn sie verscherzt es sich mit dieser sturen Haltung mit so ziemlich jedem.


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    PS. Sollte das Tarifeinheitsgesetz kommen, sieht es für die Zugbegleiter ganz düster aus: Die GDL darf, die EVG will sie nicht vertreten.

    Und ich wünsche, dass es so kommt, damit sie die Rechnung für ihr asoziales Verhalten erhalten.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Wenn der Sinn dahinter ist, dass ich keinen PC mehr mit mir rumschleppen muss, weil mein Smartphone mir PC-aehnliche Features/Leistung bietet, sprechen wir genau darueber.

    Du kannst nur in schwarz und weiß denken, oder?


    Ich weiß ja nicht, wie das so in einem Leben ist. Bei mir ist das oft so, dass ich mich frage, ob es sich lohnt, nun das Notebook noch mit einzupacken, oder ob ich mit dem Smartphone allein zurecht komme. Die o.g. Funktion könnte diese Frage häufiger als bisher zugunsten des Smartphone beantworten.


    Dennoch werde ich weiterhin mein Notebook oder meine Workstation im Büro brauchen.


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    Das neue MacBook hat ja so einen Core M. Der haelt unter Last etwa 6 Stunden durch, bei leichtem Arbeiten 9-10. Dazu kommt aber auch ein Akku mit einer gegenueber einem Smartphone viel groesseren Kapazitaet (42 Wh MacBook, 11 Wh iPhone 6 Plus). Selbst so ein Core M liegt aber nur auf dem Niveau einer herkoemmlichen Mobile-CPU von 2012.

    Aber genau davon spreche ich doch. Die Notebooks mit einer von der Leistung her vergleichbaren Mobile-CPUs von 2012 haben einen fetten Akku und einen Lüfter, der jede Menge heiße Luft produziert.


    Drei Jahre später hast du dieselbe Leistung mit weniger Leistungsaufnahme.


    Und genau das hat auch auch bei den Prozessoren in den Smartphones. Die Entwicklung geht weiter.


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    Die Ideen sind gut, aber die Technik ist (noch) nicht so weit.

    Wie weit muss sie denn noch? Bei dem oben vorgestellten Feature geht es darum, Windows Apps auf dem großen Bildschirm benutzen zu können. Dazu braucht es hauptsächlich mehr Leistung im Grafikprozessor.


    Du kannst doch nicht leugnen, dass Windows Phones dafür bekannt sind, dass sie auch mit kleiner Hardware recht leistungsfähig sind.


    Es spricht doch niemand davon, dass du aus deinem Telefon eine Videoschnitt-Station machst, 3D-CAD-Anwendungen laufen lässt oder hunderttausend Zeilen Quellcode durchkompilierst. Es geht um die Anwendungen, die du bereits auf deinem Handy drauf hast – plus eben das neue Office.


    Und du kannst mir nicht erzählen, dass du mit Word, Excel und Outlook deinen Rechner nennenswert ins Schwitzen bringst.

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    Original geschrieben von archie83
    Da das Zugpersonal in der Minderheit ist, ist dieses auf Unterstützung durch die übrigen Gewerkschaftsmitglieder angewiesen. Offenbar hat die Solidargemeinschaft innerhalb der EVG schon nicht funktioniert.

    Es gibt auch innerhalb einer Solidargemeinschaft einen Gerechtigkeitssinn.


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    Die EVG könnte sich ja den Streiks der GDL anschließen. Macht sie aber nicht. Das kannst du jetzt nicht der GDL anlasten.

    Das ist doch hanebüchen. Warum sollte die EVG denn die GDL darin unterstützen, ihr noch mehr Konkurrenz machen zu wollen?


    Darum gehen es doch: Es handelt sich doch immer um Arbeitnehmer. Und da hat prinzipiell jeder denselben Anspruch und jeder dieselben Rechte. Der Krieg zwischen diesen Beiden Gewerkschaften will doch nur eines erreichen: Dass eben einige der Angestellten größere Ansprüche und mehr Rechte durchsetzen.


    Das widerspricht dem Solidarprinzip.


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    Das klingt so, als hätten die Zugbegleiter bessere Arbeitsbedingungen als die kaufmännische Angestellte. Doch das ist Blödsinn. Von den Arbeitsbedingungen der standortgebundenen Belegschaft kann das Zugpersonal nur träumen. Unsolidarisch wäre es, auf das Angebot der DB einzugehen, ausschließlich den (systemrelevanten) Lokführern bessere Arbeitsbedingungen zuzugestehen.

    Das Angebot bezieht sich darauf, dass die GDL die Lokführer vertritt und eben nicht das Zugpersonal. Das wird von der EVG vertreten. Die Bahn weigert sich völlig zu recht, zwei TVs für ein und dieselbe Beschäftigungsgruppe abzuschließen.


    Und des weiteren haben niemals alle Arbeitnehmer dieselben Arbeitsbedinungen. Wie soll das auch gehen? Die Arbeitsbedingungen gehen doch direkt mit dem jeweiligen Berufsbild einher. Wenn jemand also jeden Abend um sieben zu Hause sein möchte, dann sollte er sich vielleicht einen Beruf suchen, der ihm genau das ermöglicht.


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    Welche Macht denn? Die Macht, das Land lahmzulegen, hat er bereits mit den Lokführern. Die Konzernmehrheit wird er auch mit den Zugbegleitern nicht erreichen. Dafür gibt es viel zu viele standortgebundene Mitarbeiter.

    Vor ein paar Jahren hat die GDL einen eigenen TV für die Lokführer erpresst. Jetzt wollen sie einen fürs Zugpersonal. Was wollen sie in zwei Jahren? Na?


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    Nochmal: Die EVG hat kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit der GDL.

    Hättest du Interesse an einer Zusammenarbeit mit jemandem, der gegen dich arbeitet? Die EVG ist nicht diejenige, die hier auf den anderen zugehen muss.


    Die GDL hat schon viel verbrannte Erde hinterlassen. Ihr Image ist auch in weiten Teilen der Bevölkerung unten durch. Warum sollte das innerhalb des Konzerns dann anders sein?

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    Original geschrieben von harlekyn
    Hab ich noch nicht, werde ich aber nachholen wenn mein DSL wieder geht ;) Bis dahin muss die Berichterstattung darueber genuegen.


    Edit: https://www.youtube.com/watch?v=-oi1B9fjVs4


    Klingt fuer mich so, als wuerde man da durchaus eine Erfahrung versprechen, die verdammt nahe am gewoehnlichen PC sein soll.

    Ähm... Er spricht von einer PC-ähnlichen Erfahrung auf dem Telefon – und bezieht sich eben darauf, dass du Monitor, Keyboard und Maus anschließen kannst und die Apps sich "in groß" wie auf dem Desktop zeigen, statt nur mit der eingeschränkten UI fürs Handheld.


    Genau das ist ja der Clou gegenüber den bisherigen Möglichkeiten, z.B. einen Androiden einfach an einen Fernseher oder Monitor anzuschließen. Die Windows-Apps schalten in die Desktop-Ansicht um, so dass der Platz sinnvoller genutzt wird.


    Nirgendwo ist die Rede davon, dass das deinen PC ersetzen soll, wie du zuvor angenommen hattest.



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    Weil ein leistungsfaehiger SoC gegenueber einem energiesparenden SoC auch dann mehr Strom braucht, wenn er nicht voll gefordert wird. Die beiden Konzepte lassen sich nicht beliebig kombinieren, da muessen immer Kompromisse eingegangen werden.

    Na, wenn du meinst. Aber da man ja in Smartphones mittlerweile ja sogar Octacore-Prozessoren einbaut, glaube ich nicht, dass man hier ernsthafte Probleme bekommt.


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    Das ist kein Glauben, sondern eine simple Tatsache. Die Gehaeusegroesse begrenzt die Moeglichkeit zur Abfuehrung der Abwaerme. Und genau das ist letztendlich der entscheidende begrenzende Faktor, wenn man (im stationaeren Betrieb) den Akku unberuecksichtigt laesst.

    Neuere Prozessorgenerationen sind deutlich sparsamer und verursachen daher weniger Abwärme. Man nehme da nur mal als Beispiel den aktuellen Intel Core M, der vollständig passiv gekühlt werden kann, aber eine Leistung erzielt, die du zuvor nur mit aktiv gekühlten Prozessoren erreichen konntest.


    Und wer weiß? Vielleicht spendiert Microsoft ja seinem neuen High-End-Telefon einen Rücken aus Metall, über den auch großflächig Wärme abgeleitet werden kann.

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    Original geschrieben von archie83
    Arbeiten die EVG-Mitglieder freiwillig 13-Stunden-Schichten aus Solidarität zum Zugpersonal? Die EVG hat durch ihre Zustimmung zur Verlängerung der Schichten ihre eigenen Mitglieder verraten.

    Es handelt sich um gewählte Arbeitnehmervertreter. Vielleicht sollte man das Wahlrecht auch einfach mal ernst nehmen.



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    Weil das Zugpersonal schon personell in der Minderheit ist. Und die Mehrheit würde vermutlich auch 16-Stunden-Schichten oder die 80-Stunden-Woche gutheißen, solange nur eine Minderheit betroffen ist.

    Spekulation.


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    Zugbegleiter haben überhaupt kein Druckmittel. Sie sind auf die Lokführer abgewiesen.
    Das größte Druckmittel haben übrigens die Fahrdienstleiter, die weiterhin in der EVG organisiert sind. Wenn die streiken, stehen nicht nur die Züge der DB, sondern auch die der privaten Konkurrenz still!

    Warum streiken dann die Fahrdienstleiter und Lokführer gemeinsam nicht für die Rechte aller? Schon mal darüber nachgedacht? ;)


    Hier spielt sich doch folgendes ab: Eine kleine Gruppe sieht die Chance, bessere Bedingungen für sich zu erpressen, aber dabei auf den Rest der Belegschaft großzügig zu scheißen. Also ziehen sie das durch.


    Dass die GDL auch die Zugbegleiter vertreten will, ist nicht aus Solidarität oder Menschenfreundlichkeit gegenüber dieser Leute, sondern reines Kalkül -- um sich von dem Anspruch rein waschen zu können, dass sie eine reine "Eliten-Gewerkschaft" seien. Weselsky geht es nicht um die Zugbegleiter, ihm geht es um Macht.


    Denn ansonsten würde er ja mit der EVG gemeinsam auftreten.


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    Das ginge nur, wenn die EVG sich darauf einlassen würde. Das wird aber nie passieren, da dies dem Selbstverständnis der EVG widerspricht. Dazu müsste sie nämlich zu Gesprächen auf Augenhöhe bereit sein.

    Wenn ich ehrlich bin, dann kann ich die EVG gut verstehen, nach all dem, was sich die GDL in der kurzen Vergangenheit geleistet hat. Sie hat mehr als einmal bewiesen, dass ihr der Rest der Belegschaft egal ist. Warum sollte sich die EVG auf solch einen asozialen Haufen einlassen?

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    Original geschrieben von xpop
    Falsch, sie waren mal gemeinsam vertreten. Bis die Unzufriedenheit mit der damaligen Vertretung durch die Gewerkschaft zur Entstehung der GDL geführt hat, in die - wie der Name sagt - hauptsächlich Lokführer eingetreten sind, aber eben nicht nur. Es hat sich eine neue Interessenvertretung gegründet, diese möchte nun ihre Interessen durchsetzen, neue Mitglieder gewinnen (was wohl auch gelingt).

    Tja, und genau das ist eben die Spaltung.


    Diejenigen, die sich nun in der GDL organisieren, haben die Solidargemeinschaft aller Beschäftigten verlassen und wollen ihr eigenes Ding durchziehen, weil sie sich für etwas besseres halten, oder was auch immer.


    Tut mir leid, aber Gewerkschaften sind auch demokratisch organisiert. Warum hat man nicht innerhalb der bestehenden Gewerkschaft die Forderungen durchgesetzt? Na? Richtig, weil sie nicht mehrheitsfähig waren.


    Also schert man aus und will sein eigenes Süppchen kochen.


    Das Grundprinzip einer Arbeitnehmervertretung ist, dass diese sich organisieren, um gemeinsam ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Dabei tritt die Menge ein, um für die Rechte des einzelnen zu kämpfen.


    Aber diesen Pfad hat die GDL verlassen, indem sie meint, nur noch die Interessen einer Minderheit der Beschäftigten zu vertreten -- und das ausgerechnet derjenigen, die das größte Druckmittel haben.


    Dieses Verhalten ist zutiefst asozial.


    Wenn der GDL etwas tatsächlich an den Arbeitnehmern des gesamten Unternehmens gelegen wäre, dann würden sie sich mit der EVG verbünden und für gemeinsame Ziele kämpfen. Aber genau das wollen sie nicht. Sie wollen eine Mehrklassengesellschaft unter den Angestellten.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Unterwegs kann ich das auch jetzt schon, wenn ich ein passendes Geraet dabei habe (beispielsweise einen Laptop). Ein Smartphone eignet sich damit auch mit Continuum nicht mehr. Man wird wohl kaum einen separaten Monitor, Tastatur und Maus mitschleppen. Das wuerde dem Konzept des eleganten, mobilen Arbeiten widersprechen.

    Wenn du die Präsentation gesehen hättest, dann müsstest du solch einen Unsinn nicht schreiben.
    Die "Vision" dabei war, dass es Arbeitsplätze gibt, an denen Bildschirme und Tastaturen für "Durchreisende" zur Verfügung gestellt werden.


    So abwegig ist das übrigens nicht, denn schon heute gibt es in diversen Städten Büros, die man stundenweise mieten kann.


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    Wirklich Sinn ergibt es aber nur, wenn man lediglich nur noch ein Geraet nutzt und damit eben den PC am Arbeitsplatz ersetzt. Sonst bin ich nicht weiter wie jetzt auch schon - ich muss mir ueberlegen, wo ich wann welche Daten/Dokumente benoetige, und habe eben nicht immer alles dabei.

    Und nochmal Unsinn. Warum sollte man stationäre Geräte, die ja ihre Daseinsberechtigung haben, deshalb abschaffen?
    Und die Dokumente lagert man ohnehin "in der Cloud" -- ob man das nun gut findet oder nicht. Meine "Cloud" ist der Dokumentenserver meiner Firma, an den ich mich per VPN verbinden kann.


    Davon abgesehen nutzen viel Unternehen ohnehin nur noch Thin Clients an den Arbeitsplätzen. Dann würde da auch das Smartphone ausreichen, denn du brauchst ja nur noch einen Citrix- oder RDP-Client.

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    Ein bisschen erinnert mich das an Surface. Tablet und Laptop in einem Geraet klingt toll, funktioniert in der Praxis aufgrund der diversen Kompromisse aber eher schlecht als recht.

    Die Continuum-Funktion auf dem Smartphone wurde explizit als Ergänzung dargestellt, nicht als Ersatz.


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    Richtig, das spielt nur unterwegs ne Rolle. Das Waermebudget ist kritischer. Verbaut man leistungsfaehige Hardware, haelt der Akku im mobilen Einsatz nicht mehr lange genug. Also muss man groessere Akkus verbauen oder haeufiger laden. Beides nicht ideal.

    Wenn man die höhere Leistung nur im "stationären" Betrieb benötigt, wieso sollte dann der Akku im mobilen Betrieb weniger lang halten?


    Selbst mein Notebook kennt verschiedene Energieprofile.


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    Ja, das erste Surface mit Windows RT ist ein schoenes Beispiel. Das war ne echte Rakete. So leistungsfaehig, dass sogar Word bei der Texteingabe hinterher gehangen hat.

    Du hast aber schon mal auf den Kalender geschaut, ja? Wir haben 2015, falls es dir nicht aufgefallen sein sollte.


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    Und dabei war es ein Tablet (mit deutlich groesserem Formfaktor) und nicht bloss ein Smartphone, wovon wir hier die ganze Zeit eigentlich reden.

    Ach, du glaubst, dass die Größe des Gehäuses mit der Leistungsfähigkeit des Prozessors korreliert?


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    Natuerlich kommt man dann auf die Idee. Wenn das Versprechen ist, dass man nur noch ein Geraet benoetigt und darauf (fast) so arbeiten kann wie am PC, dann weckt man Erwartungen.

    Da kann ich dich beruhigen. Da das niemand versprochen hat, musst du auch nicht auf solche absurden Ideen kommen.

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    Original geschrieben von xpop
    Unterschiedliche Tarifverträge für eine Berufsgruppe sind auch kein Anliegen der GDL, sie würde auch gern alle Zugpersonale vertreten.

    Ich sage doch: Das sind die Allmachtsphantasien des Herrn Weselsky.


    Und genau die sind genau das Gegenteil dessen, was ursprünglich einmal mit dem Gedanken einer Arbeitnehmervertretung vereint war. Denn er will nichts anderes, als die Beschäftigten in mehrere Lager spalten, damit seine Gewerkschaft mehr Macht bekommt.


    Tut mir leid, aber das ist alles sehr einfach zu durchschauen.


    Zitat

    Zu meinen Zeiten bei der Bahn haben Aufsichten, Lokführer und Zugpersonale zusammen gehalten und gemeinsam gestreikt.

    Tja, nun denk mal drüber nach, warum das heute nicht mehr so ist. ;)