Hallo,
Zitat
Original geschrieben von uwm
Das erwarte ich aber auch nicht, damit sich das rechnet muss ja am Verdienst gespart werden ...
Das ist der Punkt, welchen die meisten nicht verstanden haben.
Wenn ein Outsourcer günstiger seine will, als das outsourcende Unternehmen, aber den selben Service und die selben Qualität liefern will, kann das niemals funktionieren. Und verdienen will der Outsourcer an der Aktion ja auch noch und der muss seine eigenen Kosten auch noch denken.
Outgesoruced wird um Kosten zu reduzieren, also muss irgentwo gespart werden, in der Regel beim Personal, weils am einfachsten ist - und dann entweder bei der Qualität des Personals oder der Quantität:
- die drücken die Entkommen soweit es geht, mit der Folge, das die sog. KnowHow-Träger ganz schnell weg sind und nur noch Durchschnittsmitarbeiter dort arbeiten
- die reduzieren den Headcount, mit der Folge, das weniger Leute die selbe Arbeit erledigen müssen, was wieder zu Folge hat, das die Aufgaben nur halbherzig erledigt werden.
Auf den Punkt gebracht:
- Ein Feldtechniker bei Vodafone war früher mit dem Herzen dabei und hat auch abends um 17 Uhr noch dafür gesorgt, das die BTS in seinem Bezirk wieder schnellstens ans Laufne kommt, auch wenns später abend wurde.
- der selbe Feldtechniker arbeitet heute bei Ericsson, bekommt Anweisungen von seinem Chef, sich Vertragskonform zu verhalten und somit lässt der um 17:30 das Werkzeug im Auto macht Feierabend. Die kaputte BTS kommt dran, wenn er Zeit hat, also schlimmstenfalls nach dem Wochenende.
Übertragen auf die Netzüberwacher in Rumänien:
- die interessiert es doch einen Dreck, ob in Deutschland irgentwo ein Teil des Netzes am Boden liegt. Die durchlaufen ihre vorgegeben Prozesse, rufen entsprechend Rufbereitschaften an oder schicken Tickets an Ericsson raus - Arbeit erledigt.
Die sind Eventgesteuert, schauen auf ihre Monitoringsystem und reagieren nur auf Alarme.
Zu meiner Zeit in OMC/NMC haben wir BTSen, BCSn usw. erst mal versucht, selber wieder zum laufen zu bekommen, bevor überhaupt eine Feldtechniker zum Einsatz kamm.
Dummerweise ist das Vodafone-Management so naiv und blauäugig und glaubt allen Ernstes, das man mit solchen Aktionen die mieserable Qualität des Netzes deutlich verbessern kann und die ganzen vergraulte Kunden wieder zurückholt.
Ich kennen etliche Leute, die genau aus den Gründen ihre VF-Mobilfunk und DSL-Verträge gekündigt haben und zu anderen Provideren gewechselt sind und die sind weg für immer.
Naja, jetzt muss halt der Regulierer, der schlechte Kapitalmarkt und die sonst noch schlechten Unternehmensergebniss als Gründe dafür herhalten, das Mitarbeiter ihren Job verlieren - weil das Management in den letzten Jahren einfach nicht in der Lage war, seine Job zu machen.
Gibt da so einzelen Manager, die hätte ich schon lange in die Wüste geschickt, versteht kein Mensch, warum die noch an ihrem Stuhl kleben.
Mich würde mal interessieren, wieviel Kunden ein gekündigter Mitarbeiter so mitnimmt.......10, 20, 30 oder nochmehr.