Gegen die Drosselung an sich habe ich auch nichts, mein Einwand bezog sich nur darauf, dass man niemanden vorschreiben wollen sollte, wie er sein Highspeed-Volumen (nicht) zu nutzen hat.
Ich hätte auch kein Problem damit, wenn man, gegen entsprechende Bezahlung versteht sich, eine echte Flatrate anbieten würde. Mein Einwand bezog sich eher auf eine scheinbar geforderte negative Priorisierung einiger Dienste.
Selbst das wäre nicht mal das Hauptproblem für mich. Problematisch würde ich finden, wenn es dann heißt: YouTube bekommt eine niedrige Priorität, unsere eigene Videoplattform ist aber, obwohl sie prinzipiell die gleichen Technologien nutzt, auf der selben Stufe wie Nachrichtenwebseiten.
Das ein Netzausbau nicht immer sinnvoll ist, ist mir klar, aber an stark frequentierten Punkten wie Hauptbahnhöfen sollte es durchaus wirtschaftlich sein. Hierbei spielt natürlich auch eine Rolle, dass es für den Anbieter erst wirklich wirtschaftlich ist, wenn aufgrund der Kapazitätsprobleme die Kunden wechseln.
Natürlich gibt es auch Grenzen, denn auch LTE ist ein Sharedmedium. Prinzipiell finde ich es auch unwichtig, ob in meinem Vertrag bis 7,2 Mbit/s oder bis 21,6 Mbit/s steht, wobei ich schon zugeben muss, dass ich mir bei letzterem dann auch eine gewisse Priorisierung gegenüber ersteren Kunden erhoffe. :o
Also, ich bin kompromissbereit, aber als Kunde möchte ich auch eine Verbesserung spüren.
Ich habe beispielsweise momentan in meinem Vodafone Red M 1524 GB Highspeed-Volumen zum Preis von insgesamt 29,99€ was ich sehr günstig finde, wobei ich vllt. 120 Minuten monatlich telefoniere und 30 SMS versende, die Datennutzung ist stark schwankend, mal sind es unter 200 MB und mal über 500 MB, meine Spitze lag bei fast 800 MB in meinem alten Vertrag mit 200 MB HS-Volumen und 1 GB für 10€ hinzugebuchten Volumen.
Bei mir kamen diese Peaks oft durch von mir nicht bewusst verursachtem Datenverkehr zustande. Vor Windows Phone 8 Portico, wurde immer wenn die Bildschirmsperre anging, die W-LAN-Verbindung getrennt, dadurch bin ich dann auf diese Summen gekommen. Ich weiß ehrlichgesagt überhaupt nicht, ob ich diese Daten wirklich übertragen habe oder ob diese Werte einfach aus aufgrund der 100 KB Taktung entstanden sind, wobei die Datenverbindungen laut meiner Rechnung typischerweise immer zwischen 12 und 26 Stunden dauern. Hier würde ich mir mehr Transparenz seitens der Netzbetreiber wünschen. Ich habe bislang keine Angaben finden können, wann eine Verbindung als getrennt gilt.
Laut Rechnung scheinen Verbindungen nicht als unterbrochen zu gelten, wenn man kurzzeitig keinen Empfang hat. Vom Gefühl her würde ich aber behaupten, dass intern jedes mal ein neuer 100 KB Block begonnen wird, wenn man sich nach kurzzeitiger Verbindungsunterbrechung wieder einwählt.